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Autor: Master Julia Kaule
Fach: Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Details
Institution/Hochschule: Universität Erfurt
Tags: Computerspiel, Medium, Studien, Umgang, Medien
Jahr: 2005
Seiten: 27
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 17 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 337 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-42114-0
Textauszug (computergeneriert)
Computerspiel - das interaktive Medium
von: Julia Kaule
1. Semester
0 EINLEITUNG 3
1 WAS IST EIN COMPUTERSPIEL? 4
1.1 COMPUTERSPIELE UND ENVIRONMENT 5
1.2 COMPUTERSPIELE UND IHRE STRUKTUR 6
1.2.1 INTERAKTIVITÄT 7
1.2.2 INHALT & SPIELMUSTER 8
1.2.3 DYNAMIK & ZEIT 9
2 TYPISIERUNG VON COMPUTERSPIELEN 11
2.1 OFFLINESPIELE 11
2.2 ONLINESPIELE 15
3 KINDER, JUGENDLICHE UND COMPUTERSPIELE 17
3.1 STELLENWERT IN DER FREIZEIT & SOZIALES SETTING 17
3.2 SPIELPRÄFERENZEN & SPIELANLÄSSE 18
3.3 WIRKUNG VON COMPUTERSPIELEN 20
4 SCHLUSS 25
5 LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 26
0 Einleitung
Mit der Erfindung des Computers entstand ebenfalls das Phänomen der Computerspiele. Diese durchdringen immer mehr den Medienalltag von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen. In den letzte Jahren haben sich nicht nur die Technologien rasant verändert, sondern mit ihnen auch Erscheinungsbild und Inhalt von Computerspielen. Computerspiele gibt es in Hülle und Fülle, so dass man das Angebot kaum noch überschauen kann.
Sie faszinieren Kinder und Jugendliche im großen Ausmaß. Um zu verstehen, was den Reiz eines Computerspiels ausmacht, muss man wissen, was ein Computerspiel ist und was den Unterschied zu anderen Medien ausmacht. Daher soll es in den ersten beiden Kapiteln darum gehen, aufzuzeigen was ein Computerspiel ist und wie vielfältig dessen Phänotyp sein kann. Für den einen ein Gegenstand der Faszination und für den anderen ein Medium des Grauens. Aus vielen Ecken des Lebens hört man von der negativen Wirkung die Computerspiele auf Kinder und Jugendliche haben sollen, obwohl Aspekte wie z.B. die Förderung von Aggressionen noch nicht einmal zweifelsfrei bewiesen sind, Gerade das bringt die Forschung, vor allem die Pädagogik und Psychologie auf den Plan. Diese Arbeit vermag es sicher nicht einen umfassenden Überblick über den Forschungsstand, einzelnen Theorien oder den Katalog an Wirkungen zu geben. Aber diese Arbeit wird versuchen auf den Aspekt von Kindern, Jugendlichen und Computerspielen einzugehen. Es soll umrissen werden, welchen Stellenwert die Computerspiele im Leben der Kinder haben und welche Spiele die Kinder am liebsten spielen. Unter Punkt 3.3 möchte ich näher auf die Sorge bezüglich der Gewalt- und Aggressionssteigerung eingehen, aber auch aufzeigen, welche anderen Aspekte von Computerspielen und deren Wirkung es gibt.
1 Was ist ein Computerspiel?
Zur Beschreibung von Computerspielen finden Fehr und Fritz einen interessanten Ansatz, indem sie sie mit Bilderbüchern vergleichen. Sie als Betrachter des „Bilderbuches“ finden sich in der Gestalt eines „elektronischen Stellvertreters“ in einer Hauptrolle in diesem Szenarium, durchleben Abenteuer, bestehen Bewährungsproben, lösen knifflige Aufgaben, entdecken Geheimnise und treten in Kontakt zu anderen Spielfiguren. Ihre Gedanken, ihre Fähigkeiten, ihre Gefühle, ihr Wünschen und Wollen werden Teil dieses „Bilderbuches“, das sich durch spielerisches Handeln zu einer Geschichte ausfaltet.“1 Nicht ganz so metaphorisch beschreibt Frasca seine Auffassung von Computerspielen. Für Frasca sind Computerspiele “any forms of computer-based entertainment software, either textual or image-based, using an electronic platform such as personal computers or consoles and involving one or multiple players in a physical or networked environment.”2
Andere sagen Computerspiel ist nicht gleich Computerspiel, sondern unterscheiden vielmehr verschiedene Arten von Bildschirmspielen von denen das Computerspiel nur eine Gruppe ist3. Somit lassen sich insgesamt vier Gruppen von Bildschirmspielen unterscheiden. Zum einen sind das die Arcadespiele, dabei handelt es sich um Spielautomaten, die mit Geld in Bewegung gesetzt werden. Zum anderen die Videospiele, Spiele die an so genannten Konsolen gespielt werden, die an Fernseher angeschlossen werden. Die Spiele in dieser Kategorie befinden sich auf Steckmodulen oder CDROM’s. Bekannte Konsolen sind die X-Box, Playstation, GameCube, aber ebenso ältere Modelle wie Nintendo NES oder SEGA. Eine weitere Gruppe sind die tragbaren Videospiele, wie der Pionier unter ihnen, der Gameboy. Die Besonderheit der tragbaren Videospiele ist das All-in-One-Prinzip, ein tragbares Videospiel vereint Bildschirm, Ton, Eingabegerät und Strom in einem. Die letzte Gruppe der Bildschirmspiele sind die Computerspiele. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass sie an einem Computer gespielt werden, der eigentlich für ernsthafte Anwendungen gedacht ist. Zu den Computern zählen moderne Modelle, wie PC oder MAC, aber genauso die älteren Modelle Amiga, Robotron und C64. Das einzige Signifikante, was die einzelnen Gruppen unterscheidet, ist die Umgebung in der sie stattfindet.
1.1 Computerspiele und Environment
Um Computer zu spielen benötigt man grundlegend eine System bestehend aus Bildschirm, Lautsprecher und Eingabegerät. Dann benötigt man ein Programm, das sich auf einem Datenträger befindet, welcher wiederum durch ein Laufwerk gelesen wird.4 Bezogen auf die Konsolenspiele, bzw. Videospiele lässt sich folgendes Environment beschreiben. Grundlegend besteht das Environment der Videospiele aus Konsole, Gamepad oder Joystick und Fernseher. Der Fernseher ist in diesem Fall Bildschirm und Lautsprecher in einem. Das Eingabegerät besteht hier wahlweise aus Joystick, wesentlich öfter findet man aber das Gamepad. Bei neueren Videospielen gibt es weitere Eingabegeräte, wie z.B. eine Kamera bei Eye- Toy oder ein Mikrofon bei Singstar. In der Konsole selber befinden sich die Grafikkarte und der Prozessor. Ein bestimmter Anschluss bildet das Laufwerk für die Steckmodule, die der Datenträger sind, auf dem sich das Programm befindet. Bei neueren Geräten wie z.B. der Play Station 2 findet man ein CD-Rom-Laufwerk und benutzt dementsprechend CD-Rom’s als Datenträger.
Etwas komplexer sieht das Environment bei einem Personal Computer aus. Hier sind Monitor und Lautsprecher für die Wiedergabe von Grafik und Sound zuständig, die Qualität wird aber maßgeblich von Soundkarte und Grafikkarte mit beeinflusst. Diese befinden sich zusammen mit Laufwerk, Prozessor und weiteren Features im Gehäuse des Rechners. Das Laufwerk ist zu Anfang meist Diskettenlaufwerk und CD-Rom/ bzw. DVD Laufwerk, hat man es z.B. aus dem Internet runter geladen, kann es sich auch auf einer Speicherkarte oder einem USB-Stick befinden. Hat man es direkt auf den Rechner runter geladen und/ oder installiert befindet sich meist ein Teil oder das ganze Spiel auf der Festplatte, die somit auch zum Laufwerk wird. Die Eingabegeräte sind bei Personalcomputer sehr vielfältig. Das kann sein Maus, Tastatur, Joystick, Gamepad, Grafiktablett oder spezielle Geräte, wie Infarotgewehr oder Steuerrad und Gaspedal. Trotz verschiedener Zusammenstellung des Environments und dem System auf dem sie gespielt werden, sind die Spiele sich sehr ähnlich Gemeinsam ist allen Spielen, dass sie sich aus Grafik und Sound zusammensetzen, auf die der Spieler reagieren muss. Grafik lässt sich ganz einfach als bewegte Bilder beschreiben. Wichtige Objekte im Spiel sind meist animiert oder extra hervorgehoben, damit der Spieler erkennt, dass man Gegenstände benutzen kann oder, dass sie von Belang sind.
[...]
1 Fritz, Fehr (1993b) S. 48
2 Vgl. Frasca (2001a) [zitiert nach Newman (2004) S. 27]
3 Vgl. Fritz (1997b)
4 Vgl. Fritz, Fehr (1997b)
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