Das Metadatenmodell Dublin Core

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Details
Autor: Michaela Rhino
Fach: Buchwissenschaft
Veranstaltung: Hauptseminar: Die digitale Bibliothek
Institution/Hochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Institut für Buchwissenschaft)
Jahr: 2004
Seiten: 17
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 11 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 418 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-42259-8
Textauszug (computergeneriert)
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Buchwissenschaft
Hauptseminar: Die digitale Bibliothek
5. Semester
Das Metadatenmodell Dublin Core
von: Michaela Rhino
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S. 1
2. Metadaten S. 2
2.1. Herkunft S. 2
2.2. Verwendung S. 4
2.3. Speicherung und Übertragung S. 5
3. Metadatenformate S. 5
3.1. MAB S. 6
4. Interoperable Metadaten S. 6
5. Dublin Core S. 8
5.1. Ziele/ Vision S. 9
5.2. Aufbau S. 10
5.3 Inhalte S. 12
5. Fazit S. 13
Quellenverzeichnis
1. Einleitung
Nachschlagewerke sind das Basiswerkzeug einer jeden Bibliothek - schon die ersten Büchersammlungen besaßen Aufzeichnungen über ihre Bestände, die sowohl bibliographische Angaben über die einzelnen Bücher als auch deren jeweilige Standorte enthielten. Solche Nachschlagewerke werden in der Fachsprache Kataloge genannt.1 Im Laufe der technischen Entwicklungen haben sich immer wieder neue Formen der Kataloge entwickelt, um deren Inhalte bestnutzerfreundlich zu präsentieren: „Die Verzeichnisse der Bücherbestände einer Bibliothek werden [...] als Kataloge bezeichnet. Sie sind entweder in Buchform (Bandkatalog), in Karteiform (Zettelkatalog), auf Mikrofiches oder als Online-Kataloge vorhanden.“ 2 Letztgenannte Form hat sich im Zuge des Web- Zeitalters und der fortschreitenden weltweiten Digitalisierung sehr rasant entwickelt und ist heute die wichtigste vor allen anderen. Die Arbeit wird sich im Folgenden fast ausschließlich mit dieser elektronischen Form der Informationsfindungsressource auseinandersetzen. Die technischen Möglichkeiten einer globalen, digitalisierten Welt haben gerade der Informationsverbreitung neue Wege geebnet, sie haben jedoch in deren Auffindung auch neue Schwierigkeiten aufgeworfen: „Anyone who has attempted to find information online using one of today’s popular Web search services has likely experienced the frustration of retrieving hundreds, if not thousands, of “hits” with limited ability to refine or make a more precise search.” 3 Bibliotheken besitzen zur Informationseinspeisung und deren digitaler Präsentation standardisierte Bibliotheksregelwerke wie MAB oder MARC (Vgl. siehe 3.1). Diese können durch ihre Komplexität und aufgrund von mangelndem Personal und zu wenig öffentlichen Geldern die Fülle an täglich wachsender und sich ändernder digitaler Information jedoch unmöglich aufnehmen.4 An diesem Punkt setzt die Arbeit an. Sie möchte eine Initiative vorstellen, die diese Probleme erkannt hat und versucht, Lösungen auf internationaler Ebene dafür zu erarbeiten. Dabei geht sie jedoch nicht nur von Bibliotheken aus, sondern allgemein von jedem Nutzer, der Informationen finden oder sie adäquat und auffindbar ins Netz stellen möchte, was sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen etc. betreffen kann. Die Initiative nennt sich „DUBLIN CORE METADATA INITIATIVE“, kurz DCMI. Um die von der Gemeinschaft herausgearbeiteten Ansätze und Inhalte jedoch genau verstehen zu können, beginnt die Arbeit damit, einige grundlegende Begriffe aus der Informationstheorie zu klären. Ausgangspunkt und gleichzeitig wichtigster Gegenstand ist dabei der Begriff der „Metadaten“, der in Kapitel 2 vorgestellt und genau erklärt wird. In Kapitel 3 folgen dann kurze Einführungen in weitere Fachbegriffe wie „interoperable Metadaten, Metadatenformate, Datenmodelle, sogenannte Rahmenwerke und ihr theoretischer Aufbau“. Da eine Kompletteinführung in das Thema den Rahmen dieser Arbeit jedoch bei weitem sprengen würde, können hier nur einige direkt relevante Fachbegriffe erklärt werden, es wird also ein gewisses Basiswissen im Bereich ‚Elektronisches Publizieren’ und ‚Informationstheorie’ zum Verständnis der Arbeit vorausgesetzt. Nach dem theoretischen Einführungsteil kommt die Arbeit zu ihrem Hauptthema, der Vorstellung der Dublin Core Initiative. Nach einer kurzen Einführung die Historie betreffend stellt sie die Ziele (5.1.), den Aufbau (5.2.) und die Inhalte (5.3) der Organisation dar. Das Fazit fasst schließlich die wichtigsten Fakten noch einmal zusammen und gibt einen Ausblick auf den möglichen Nutzenfaktor für Bibliotheken.
2. Metadaten
Wie in der Einleitung bereits erwähnt, benutzen Bibliotheken Kataloge, um Informationen über Bücher und deren Standorte aufzulisten. Diese Informationen nennt man auch Meta-Daten. Aber was - genau definiert, sind Metadaten?
2.1. Herkunft
Das Wort Meta stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich soviel wie ‚zwischen, inmitten, nach, später’ und dient als Bestimmungswort für Zusammensetzungen.5 Im Englischen und Lateinischen wird es jedoch oft im Sinne von ‚über, übergeordnet, transzendental’ verwendet und so ist die Verwendung auch bei dem Begriff der Meta-Daten zu sehen. Heute sind Metadaten im allgemeinen Daten, die Informationen über andere Daten enthalten und bei denen es sich oft um größere, strukturierte Datensammlungen handelt.6 Eine bzw. gleich zwei andere Begriffsbestimmungen, die zweite in Klammern genau von der ursprünglichen Bedeutung des Wortes abgeleitet , sagen:
[...]
1 Hiller, Helmut und Stephan Füssel: Wörterbuch des Buches. Vittorio Klostermann, Frankfurt a. M. 2002; S.45f. und S. 173
2 ebd. S.173
3 Hillmann, Diane: Using Dublin Core, Kapitel 1.1. What is Metadata? (27.12.2004) URL: http://www.dublincore.org/documents/2003/08/26/usageguide/ (30.01.2005)
4 Metadata Server: Einführung in Metadaten, Abschnitt: Was sind Metadaten? (???) URL:http://www2.sub.uni-goettingen.de/intrometa.html (19.11.2004)
5 Anger, Eberhard (Hrsg.): Meyers Taschenlexikon in 10 Bänden. 2. Auflage, Mannheim u.a. 1992; Band 6, S. 228
6 Vgl. Wikipedia: Metadaten, Abschnitt 1. (07.12.2004) URL: http://de.wikipedia.org/wiki/ Metadaten (21.01.2005)
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