Die Unterrichtsmethode des Stationenlernens close

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Details

Veranstaltung: Lehren und lernen im Sachunterricht
Institution/Hochschule: Hochschule Vechta (Institut fürMathematik und Sachunterricht)
Tags: Unterrichtsmethode, Stationenlernens, Lehren, Sachunterricht
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 13
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 7  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 141 KB
Archivnummer: V44982
ISBN (E-Book): 978-3-638-42471-4
ISBN (Buch): 978-3-638-59718-0

Zusammenfassung / Abstract

In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich mit der Unterrichtsmethode des Stationenlernens näher beschäftigen. In der pädagogischen Literatur findet man immer häufiger eine Arbeitsform, die mit den Begriffen wie Lern- und Übungszirkel, Lernparcours oder Stationenbetrieb belegt ist. Alle angeführten Begrifflichkeiten meinen ein und das Selbe: Stationenlernen. Diese Arbeitsform fand vor ungefähr 50 Jahren im Sportunterricht durch das bekannte Zirkeltraining ihren Ursprung. Aber auch die Reformpädagogen, wie Montessori oder Key haben diese Arbeitsform angesprochen und dienten als Anregung für die Grundschulpädagogik. In den letzten fünfzehn Jahren wurde das Stationenlernen im Grundschulbereich intensiviert und neben dem Fach Sport auch auf andere Fächer übertragen. Die Lebenswelt der Kinder in der heutigen Zeit hat sich gravierend verändert und verändert sich durch die ständig zunehmenden technischen Neuerungen immer weiter. Es ist möglich, dass Kinder eher mit technischen Geräten umgehen können als ihre Eltern oder Lehrer, da sie mit dem Medienkonsum aufwachsen. Von den Menschen wird erwartet, dass sie im Berufsleben selbständig und kompetent arbeiten können. Von daher muss die Schule es sich zur Aufgabe machen, die richtige Vorbereitung der Kinder auf ihr späteres Leben mit all den gesellschaftlichen Anforderungen zu treffen, wobei die Menschlichkeit nicht außer Acht gelassen werden darf. "Die sich schnell wandelnden gesellschaftlichen Verhältnisse mit ihrer vielschichtigen Einwirkungen auf Erwachsene und Kindern fordern neue Bildungs- und Erziehungsansätze" (Wilken, in Hempel, 157). "In den letzten Jahrzehnten wurden eine Reihe handlungsorientierter Unterrichtsformen, vorwiegend aus der Zeit der Reformpädagogik, wieder entdeckt und weiterentwickelt. Neben Freie Arbeit, Wochenplan, entdeckendes Lernen, projekt-orientierter Unterricht, Lernstationen, praktischem Lernen" (Popp in Dunker/Popp, 74). Das Lernen an Stationen ist eine Form des offenen Unterrichts, welcher neue Möglichkeiten bietet, den Unterricht der Schüler in Bezug auf ihre Lernbedingungen und Lerneingangskanäle gerecht zu werden. Im Folgenden sollen eine Begriffsdefinition und die historische Entwicklung des Lernens an Stationen stattfinden. Im weiteren Verlauf werden Argumente genannt, die für den Einsatz dieser Unterrichtsmethode sprechen. Anschließend werde ich mich zu der Organisation des Stationenlernens äußern.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Vechta

Sommersemester 2005
Lehren und Lernen an Stationen

Lernen an Stationen

Simone Hummert
Sachunterricht
LA G/H/R
5. Semester

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung ... 3

1. Begriffsdefinition: Was ist „Lernen an Stationen“? ... 4

2 Historie ... 5

3 Argumente für und gegen das „Lernen an Stationen“ ... 7

4 Ziele ... 8

5 Organisation ... 8

6 Arten von Stationen ... 11

7 Praktische Tipps ... 12

8 Literatur ... 13

 

Einleitung

In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich mit der Unterrichtsmethode des Stationenlernens näher beschäftigen. In der pädagogischen Literatur findet man immer häufiger eine Arbeitsform, die mit den Begriffen wie Lern- und Übungszirkel, Lernparcours oder Stationenbetrieb belegt ist. Alle angeführten Begrifflichkeiten meinen ein und das Selbe: Stationenlernen. Diese Arbeitsform fand vor ungefähr 50 Jahren im Sportunterricht durch das bekannte Zirkeltraining ihren Ursprung. Aber auch die Reformpädagogen, wie Montessori oder Key haben diese Arbeitsform angesprochen und dienten als Anregung für die Grundschulpädagogik. In den letzten fünfzehn Jahren wurde das Stationenlernen im Grundschulbereich intensiviert und neben dem Fach Sport auch auf andere Fächer übertragen. Die Lebenswelt der Kinder in der heutigen Zeit hat sich gravierend verändert und verändert sich durch die ständig zunehmenden technischen Neuerungen immer weiter. Es ist möglich, dass Kinder eher mit technischen Geräten umgehen können als ihre Eltern oder Lehrer, da sie mit dem Medienkonsum aufwachsen. Von den Menschen wird erwartet, dass sie im Berufsleben selbständig und kompetent arbeiten können.

Von daher muss die Schule es sich zur Aufgabe machen, die richtige Vorbereitung der Kinder auf ihr späteres Leben mit all den gesellschaftlichen Anforderungen zu treffen, wobei die Menschlichkeit nicht außer Acht gelassen werden darf. „Die sich schnell wandelnden gesellschaftlichen Verhältnisse mit ihrer vielschichtigen Einwirkungen auf Erwachsene und Kindern fordern neue Bildungs- und Erziehungsansätze“ (Wilken, in Hempel, 157).

„In den letzten Jahrzehnten wurden eine Reihe handlungsorientierter Unterrichtsformen, vorwiegend aus der Zeit der Reformpädagogik, wieder entdeckt und weiterentwickelt. Neben Freie Arbeit, Wochenplan, entdeckendes Lernen, projekt-orientierter Unterricht, Lernstationen, praktischem Lernen“ (Popp in Dunker/Popp, 74).

Das Lernen an Stationen ist eine Form des offenen Unterrichts, welche neue Möglichkeiten bietet, den Unterricht der Schüler in Bezug auf ihre Lernbedingungen und Lerneingangskanäle gerecht zu werden. Im Folgenden sollen eine Begriffsdefinition und die historische Entwicklung des Lernens an Stationen stattfinden. Im weiteren Verlauf werden Argumente genannt, die für den Einsatz dieser Unterrichtsmethode sprechen. Anschließend werde ich mich zu der Organisation des Stationenlernens äußern.

1 Begriffsdefinition: Was ist „Lernen an Stationen“?

Aber zunächst soll erst einmal der Begriff des Stationenlernens geklärt werden. Stationenlernen ist eine Form der Freiarbeit und somit des offenen Unterrichts, wobei die Schüler in differenzierter Form „Selbständig, in beliebiger Abfolge meist auch in frei gewählter Sozialform arbeiten“ (Bauer, 1997, 27).

Um eine effiziente Freiarbeit stärker als nur durch Materialien abzusichern, werden die vorbereiteten Aufgaben und Materialien zu einzelnen Stationen zusammengestellt, die im Klassenraum und/oder außerhalb des Klassenraums verteilt werden. Diese Stationen werden von den Schülern in beliebiger Reihenfolge durchlaufen. Lernen an Stationen ist in einem hohen Maß schülerorientiert, sodass sich die Schüler ihr Lernen selber organisieren und deshalb zur Selbstständigkeit befähigt werden. Speziell das selbständige Arbeiten bei der die Schüler mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, sowie Lern- und Arbeitstempi berücksichtigt werden, kommt bei dieser Arbeitsform zum Tragen. Die Schüler sollen bei dieser Arbeitsform möglichst selbständig arbeiten können, wobei das Aussuchen der Aufgaben, der Abfolge, sowie der Organisationsform in ihrer Hand liegt. Insbesondere die Schulung der Kompetenzen der Schüler steht hierbei im Vordergrund, wodurch ein optimales Lernen du Üben ermöglicht werden kann.

Des Weiteren bieten sich viele Möglichkeiten an, soziale Erfahrungen zu machen, da Sozialformen wie Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit eingesetzt werden kann. Insbesondere die Methodenkompetenz wird gefördert, da die Anzahl der verschiedenen Stationen und ihrer Anforderungen unterschiedlich und vielfältig sind. Aber auch das „sich Zeit lassen“ kann anhand von lernen an Stationen ermöglicht werden, da es keine Zeitvorschriften geben muss. Durch diese offene Form kann eine Differenzierung stattfinden, weil die Angebote an den Stationen differenziert werden können und müssen. Bei der Differenzierung muss besonders darauf geachtet werden, dass alle Lerneingangskanäle und verschiedene Schwierigkeiten berücksichtigt werden sollten.

Eine treffende Definition wäre hierzu, dass Lernen an Stationen „(…) beschreibt jeweils das zusammengesetzte Angebot mehrerer Lernstationen, dass die Kinder im Rahmen einer übergeordneten Thematik bearbeiten und unter Umständen teilweise selbst mitgestaltet haben.“ (aus Bauer 1997, 27)

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Kommentare

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