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Autor: Ina Schröder
Fach: Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.
Details
Jahr: 2005
Seiten: 55
Note: keine Benotung
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 437 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-42575-9
Viele eigene Arbeitsblätter und einige Unterrichtsentwürfe! Werbeanzeigen liegen hier nicht bei - der Entwurf kann auf beliebige Anzeigen angewandt werden.
Textauszug (computergeneriert)
Der Werbung auf der Spur - Eine mehrstündige
Unterrichtseinheit mit abschließendem
Unterrichtsbesuch in einer 7. Hauptschulklasse
von: Ina Schröder
Inhalt
1 SITUATIONSANALYSE 2
1.1 REFLEXIONEN ZUR LERNGRUPPE 2
1.2 LEISTUNGSSTAND DER KLASSE IM HINBLICK AUF DEN INHALT 2
2 ÜBERLEGUNGEN ZUM INHALT 3
2.1 SACHANALYSE 3
2.2 BEZÜGE ZU DEN LEITGEDANKEN DES BILDUNGSPLANS 4
2.3 KOMPETENZEN 5
2.4 EINBETTUNG DER STUNDE IN DIE LEHRPLANEINHEIT 6
3 DIDAKTISCH- METHODISCHE REFLEXION 7
3.1 DIDAKTISCHE BEGRÜNDUNG DER THEMENAUSWAHL 7
3.2 FÄCHERÜBERGREIFENDE BEZÜGE 8
3.3 DIDAKTISCH-METHODISCHE ANALYSE 9
4 UNTERRICHTSVERLAUF 12
5 ANHANG
5.1 LITERATUR
5.2 RÄTSEL
5.3 ARBEITSANWEISUNGEN
1 Situationsanalyse
1.1 Reflexionen zur Lerngruppe
Die Klasse 7 der xxx-Schule besteht aus insgesamt 19 Schülern, davon sind 10 Jungen und 9 Mädchen. Ich besuche den Deutschunterricht dieser Klasse seit Beginn meines Referendariats und es bereitet mir sehr viel Freude, in der Klasse zu unterrichten. Bis auf einige Ausnahmen sind die Schüler zwar sehr schwach, was die Rechtschreib- und Grammatikleistungen angeht, meist gelingt es ihnen jedoch diese Defizite durch eine besonders gute und engagierte mündliche Mitarbeit auszugleichen. Das Sozialverhalten der Klasse ist ebenfalls sehr positiv. So habe ich bis jetzt noch keine schwerwiegenderen Ausschreitungen beobachten können. Es gibt nur einige wenige etwas auffälligere Schüler, die ich an dieser Stelle nennen möchte.
J.
Er ist einer der leistungsstärksten Jungen im Deutschunterricht, redet allerdings oft rein oder albert mit S. herum. Er sitzt bereits an einem Einzeltisch, dennoch muss ich ihn öfters ermahnen und um seine Aufmerksamkeit bitten.
T.
T. ist von der Förderschule in die Hauptschule gewechselt. Seine mündliche Mitarbeit im Deutschunterricht ist toll. Er ist leider jedoch oftmals etwas übermotiviert und muss daher hin und wieder „gebremst“ werden. Auch fühlt er sich sehr schnell persönlich angegriffen, wenn ihn jemand nicht ausreden lässt oder seine Beiträge kommentiert. Dies führt dann manchmal zu kleineren Streitereien zwischen den Schülern. Da es mir bis jetzt gut gelungen ist, Störungen von Seiten der Schüler zu unterbinden, bzw. zu stoppen, habe ich noch keinen Anlass dafür gesehen, ein Ritual einzuführen, durch welches diese Störungen geahndet werden. In der Regel genügen ein oder zwei Ermahnungen, um wieder Ruhe einkehren zu lassen.
1.2 Leistungsstand der Klasse im Hinblick auf den Inhalt
Da die hier aufgeführte Stunde den „Einstieg“ in die Unterrichtseinheit „Werbung“ darstellt und das Thema im Deutschunterricht der Klasse noch nicht behandelt wurde, gehe ich davon aus, dass bei den Schülern keinerlei Vorkenntnisse vorhanden sind.
2 Überlegungen zum Inhalt
2.1 Sachanalyse
Definition von „Werbung“:
„Werbung wird die geplante, öffentliche Übermittlung von Nachrichten dann genannt, wenn die Nachricht das Urteilen und / oder Handeln bestimmter Gruppen beeinflussen und damit einer Güter, Leistungen oder Ideen produzierenden oder absetzenden Gruppe oder Institution (vergrößernd, erhaltend oder bei der Verwirklichung ihrer Aufgaben) dienen soll“ (Hoffmann 1981, 10). In unserer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft, in der Angebot und Nachfrage eine wichtige Steuerungsfunktion für die Lebensgestaltung des Einzelnen haben, ist Werbung mittlerweile zu einem festen Bestandteil unserer Gesellschaft, unseres wirtschaftlichen Systems, unseres Alltags – ja, in weiten Teilen bereits unserer Kultur geworden (vgl. JANICH 2003, 10). Neben dem Bild ist die Sprache (ganz besonders in den Printmedien) das entscheidende Mittel zur Gestaltung von Werbebotschaften. Wenn jedoch auch vielerorts von „der Werbesprache“ die Rede ist, so ist die Sprache der Werbung keine Sondersprache im eigentlichen Sinne, sondern lediglich eine instrumentalisierte, zweckgerichtete und ausschließlich auf Anwendung konzipierte Sonderform der sprachlichen Verwendung, die naturgemäß eigenen Gesetzmäßigkeiten unterliegt, aber dennoch auf das Engste mit der Alltagssprache verwoben ist. Die Werbesprache bedient sich oftmals auch anderer Varietäten wie Dialekt, Fachsprache und Jugendsprache. Sie greift Tendenzen aus der Alltagssprache auf, beeinflusst diese aber auch umgekehrt, in dem sie neuen Wortschatz und Redewendungen liefert, die sich dann beispielsweise als „Trendsprüche“ wieder finden (z.B.: „Nicht immer, aber immer öfter“) (vgl. JANICH 2003, 36).
Werbekompetenz
„Unter Werbekompetenz wird die Verarbeitung der Wirkung von Werbung verstanden“ (KLEIN 1996, 9). Unter dem Begriff „Werbekompetenz“ werden verschieden Aspekte berücksichtigt: Gemeint ist zum einen die Fähigkeit, Werbung vom sonstigen Fernsehprogramm zu unterscheiden. In der Regel entwickeln Kinder diese Fähigkeit ab etwa fünf Jahren. Werbekompetenz meint weiter die Fähigkeit, Intentionen von Werbung zu erkennen und diese nicht als objektive Produktinformation misszuverstehen. Mit Werbekompetenz ist außerdem die Fähigkeit gemeint, die Botschaft eines Werbespots zu verstehen und ihn interpretieren zu können (vgl. KLEIN, 1996, 9). Ausführlicher Unterrichtsentwurf im Rahmen des Referendariats an Grund- und Hauptschulen Thema: „Der Werbung auf der Spur“ - Einführung in die Unterrichtseinheit „Werbung“
2.2 Bezüge zu den Leitgedanken des Bildungsplans
Im Bildungsplan für die Hauptschule gehört der Bereich Medien und Freizeit – somit auch das Themenfeld „Werbung“ - zu den geforderten fächerverbindenden Themen. Hier ist als Zielsetzung formuliert: „Die Schülerinnen und Schüler erfahren und erkennen die Allgegenwärtigkeit unterschiedlicher Medien im täglichen Leben. Sie reflektieren den eigenen Medienkonsum und den anderer Personen und Gruppen. So erkennen sie die Möglichkeit der Beeinflussung durch Medien und deren Auswirkungen. Dadurch wird ein bewusster Umgang mit den Medien gefördert. […]“ (MINISTERIUM FÜR KULTUS, JUGEND UND SPORT 1994, 139). Im Fach Deutsch betrifft das Themenfeld „Werbung“ speziell den Arbeitsbereich „Literatur und andere Texte“ sowie den Arbeitsbereich „Sprachbetrachtung und Grammatik“. Im Arbeitsbereich „Literatur und andere Texte“ wird formuliert: „Vorrangig handlungs- und produktionsorientiert erschließen die Schülerinnen und Schüler durch zunehmend selbständiges Lesen inhaltliche Probleme und Aussagen unterschiedlicher Textarten. Sie begreifen die eigene Lebenswirklichkeit durch die Gegenüberstellung mit der jeweils dargestellten und nehmen dazu Stellung. Sie lernen die besonderen ästhetischen Darstellungsweisen verschiedenartigere literarischer Texte kennen und erfahren den Unterschied zur Darstellung und Wirkung in anderen Medien“ (MINISTERIUM FÜR KULTUS, JUGEND UND SPORT 1994, 153). Im Arbeitsbereich „Sprachbetrachtung und Grammatik“ steht weiter geschrieben: „In der Wort-, Satz- und Bedeutungslehre lernen sie neue sprachliche Mittel kennen. Dadurch wird die Rezeptionsfähigkeit und ihre mündliche und schriftliche Ausdrucksmöglichkeit erweitert“ (MINISTERIUM FÜR KULTUS, JUGEND UND SPORT 1994, 154). Bei der Darstellung der Inhalte ist der Punkt „sprachliche Ausdrucksmittel der Werbung“ ausdrücklich aufgeführt.
2.3 Kompetenzen
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