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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2005, 16 Pages
Author: Pawel Broda
Subject: Romance Languages - Italian and Sardinian Studies
Details
Institution/College: Dresden Technical University (Institut für Romanistik)
Tags: romanistik, romanistische kulturwissenschaft, sprachgebrauch in südtirol, südtirol
Year: 2005
Pages: 16
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-42721-0
File size: 203 KB
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Excerpt (computer-generated)
Technische Universität Dresden
Sprach- und Literaturwissenschaften
Lehrstuhl für Romanistik
HS: Sprachlandschaften in Norditalien
Die Domänen des Sprachgebrauchs am Beispiel Südtirols
von: Pawel Broda
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung 3
2 Überblick der sprachlichen Landschaft in Südtirol 4
2.1 Geographischer Aspekt 4
2.2 Historischer Aspekt 4
2.3 Bevölkerung und Sprachgruppen 5
3 Domänen des Sprachgebrauchs in Südtirol 7
3.1 Familie 8
3.2 Religion 8
3.3 Bekannte und Freunde 10
3.4 Beruf 12
3.5 Medien 13
4 Zusammenfassung 15
5 Literaturverzeichnis 16
5.1 Internet- Links 16
5.2 Literatur 16
1 Einführung
Das Südtirol ist neben Val d’Aosta und Friuli Venezia Giulia eine der drei in Italien bestehenden autonomen Regionen, die eine weit fortgeschrittene Unabhängigkeit besitzen. Die rechtlichen Grundlagen für das südtirolische Modell der Autonomie, das als gelungenes Beispiel dafür angesehen wird, wie Minderheitenkonflikte gelöst werden können1, wurden mit dem Gruber-de Gasperi-Abkommen 1946 geschaffen. In dieser bilingualen Symbiose (das Ladinische wird aufgrund der geringeren Sprecherzahl, weniger als 4 ,2% der gesamten Bevölkerung2 aus der folgenden Analyse ausgeschlossen) werden das Italienische und das Deutsche in verschiedenen Situationen in unterschiedlichem Maße verwendet. Primäres Ziel dieser Auseinandersetzung besteht in der Beschreibung der wichtigsten Domänen des Sprachgebrauchs in Südtirol. Dabei werden Deutsch und Italienisch einbezogen und zur besseren Transparenz auch teilweise tabellarisch dargestellt. Nach Fishman3 beschreibt die Domänenanalyse die wichtigsten Lebensbereiche des Sprachgebrauchs, wie z.B.: Familie, Freundschaft, Religion, Beruf, Erziehung und Bildung. Es handelt sich um die Frage: „Wer spricht zu wem bei welcher Gelegenheit in welcher Sprache?“4 Sekundär geht diese Arbeit auf den geographischen und historischen Aspekt ein und schildert die sprachliche Landschaft in Südtirol. Es wird versucht den gegenwärtigen Status Quo von Südtirol zu konkretisieren: Wie kam es dazu, dass in Südtirol zwei (drei) Sprachen gesprochen werden? Wie weit erstreckt sich der südtirolische Sprachraum? Wie stehen dort prozentual Italienisch und Deutsch zueinander? Anschließend werden die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung in einem Fazit zusammengefasst.
2 Überblick der sprachlichen Landschaft in Südtirol
In diesem Kapitel wird auf den geographischen und historischen Aspekt der sprachlichen Landschaft in Südtirol eingegangen. Weiterhin werden die Bevölkerung und die Sprachgruppen dargestellt.
2.1 Geografischer Aspekt
Südtirol ist ein Teil der autonomen italienischen Region Trentino- Südtirol (ehemals Trentino- Alto Adige) und umfasst ca. 7400 Quadratkilometer. Die Hauptstat Südtirols ist Bozen.5 Der Name Südtirol entstand im 19. Jh. als Bezeichnung für den südlichen Teil Tirols (ab Bozen). Zugleich wurde für den italienischen Teil (Bezirke Trient und Rovereto) auch der Begriff Welschtirol verwendet6. Die Grenze zum österreichischen Tirol, zugleich italienisch-österreichische Staatsgrenze, verläuft am Brenner-Pass. Im Osten grenzt Südtirol an die italienische Region Veneto und im Westen an die Region Lombardei sowie an die Schweiz.
2.2 Historischer Aspekt
Das im 1919 an Italien gefallene Südtirol war nicht von jeher ein Teil des altösterreichischen Kronlandes. Der Status dieses Gebietes änderte sich häufig im Laufe der Geschichte. Ab 7000 v. Chr. sind menschliche Spuren nachweisbar und das Gebiet wurde von Römern nach 25 v. Chr. erobert. In Südtirol selbst nahm die Zahl der römischen Siedlungen zu und die Bevölkerung wurde allmählich christianisiert und rätoromanisiert.7 Mit dem Untergang des Römischen Reiches drangen Langobarden, Franken, Slawen und Bajuwaren auf das Gebiet. Nach dem Tod Karls des Grossen kamen „Unterland und Überetsch an Trient während das restliche Südtirol dem Herzogtum Bayern zufiel. Es wurde damit ein Teil des Deutschen Reiches.“8 Zum ersten Mal wird Tirol 1271 unter Meinhard II als selbständige Herrschaft Tirol benennt. Im Jahre 1363 wird Tirol an Rudolf IV von Habsburg übergeben. Seit dem 17. Jahrhunderts befindet sich Tirol im politischen Abseits. 1796 wurde das Land von französischen Truppen bedroht, „es wurde der Verteidigungszustand ausgerufen und das "göttliche" Bündnis mit dem "Allerheiligsten Herzen Jesu" verkündet.“9 In den Jahren 1805 und 1809 siegten die Tiroler unter Andreas Holzer die Bayern und Franzosen in drei Schlachten am Berg Isel und wurden dann schließlich in der vierten Schlacht am 01.11.1809 total vernichtet. Nach der Napoleons Niederlage 1814/1815 wurde Tirol an Österreich angeschlossen.
[...]
1 Vgl. Egger 2001, S.:11
2 Astat, statistisches Jahrbuch 1998
3 Vgl. Fishman 1972 zittiert nach: Egger 2001, S.:180
4 Egger 2001, S.: 180
5 Microsoft Encarta Professional 2005
6 http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdtirol (27.06.2005)
7 Vgl. http://www.suedtirol-reisen.com/geschichte/geschichte.html (26.06.2005)
8 Ebenda
9 Ebenda
Comments
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25.11.2005 12:59:31
es war wohl eher Andreas HOFER der gegen die Franzosen gekämpft hat und nicht HOLZER.