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Scholary Paper (Seminar), 2003, 12 Pages
Author: Ruth Schneidmadel
Subject: Pedagogy - School Pedagogics
Details
Institution/College: University of Bayreuth
Tags: Jahrgangsübergreifender, Unterricht, Lehrerinnen, Lehrer, Unterricht
Year: 2003
Pages: 12
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-42988-7
File size: 204 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Bayreuth
Seminar: LehrerInnen erforschen ihren Unterricht
Semester: 2
Jahrgangsübergreifender Unterricht
von: Ruth Schneidmadel
- Gliederung -
1. Kurzer historischer Rückblick
2. Gründe für jahrgangsübergreifenden Unterricht
2.1. Rückgang der Geburtenzahlen
2.2. Veränderte Kindheit
2.3. Veränderung des Bildungssystems
3. Vertreter und Formen jahrgangsübergreifenden Lernens
3.1. Die Stammgruppen im Jena-Plan Peter Petersens
3.2. Jahrgangsübergreifendes Lernen nach Maria Montessori
3.3. Konzept von Berthold Otto
4. Voraussetzungen für die Arbeit in jahrgangsgemischten Klassen
4.1. Unterrichtsformen
4.2. Gestaltung der Lernumgebung
4.3. Gestaltung des Tagesablaufs
4.4. Rolle des Lehrers/ der Lehrerin
5. Lernen Schüler in kombinierten Klassen weniger?
1. Kurzer historischer Rückblick
Die Schule der Neuzeit, wie wir sie kennen, mit der Einteilung der Schüler in Jahrgangsklassen, Lehrplänen und Lehr- und Lernmitteln, entstammt dem rationalistischen Denken des Barockzeitalters.
Man führte Jahrgangsklassen und entsprechend ausgebaute Schulen deshalb ein, weil man von dem gleichen Entwicklungsstand und der gleichen Lernfähigkeit aller Schüler ausging. Dies war immerhin ein Fortschritt zum „Haufenunterricht“, der das Mittelalterliche Schulsystem kennzeichnet. Und es war letztendlich die Voraussetzung dafür, dass Bildung allgemein werden kann. In der Mittelalterlichen Schule gab es eine genaue Reihenfolge, in der nacheinander die „septem artes“ – die Künste der Freien- zu erlernen waren. Wann jedoch der Schüler damit begann und wann (und ob) er fortschritt, war nicht festgelegt. Es gab keine allgemeine Schulpflicht für alle Kinder und weder „sozial“ noch „inhaltlich“ so etwas wie Allgemeinbildung. Bildung für alle braucht aber rationale schulorganisatorische Formen und didaktisch-methodische Maßnahmen. Ab dem 16.Jahrhundert – speziell in den Lateinschulen (16./18.Jahrhundert)- führte man deshalb Jahrgangsklassen ein und baute die Schulsysteme aus.
Mit Beginn des 19.Jahrhunderts richtete man sein Augenmerk auf die ländlichen Elementarschulen. Diese Schulen sollen elementare Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) vermitteln sowie eine religiöse und vaterländische Bildung gewährleisten. Nebenbei sollten sie auch wenig Kosten verursachen, so dass wenig gegliederte oder Einklassenschulen auch bei hoher Schülerzahl nicht in ausgebaute Systeme umgewandelt wurden. So waren ländliche 1-Lehrer-Schulen mit 100 oder mehr Schülern keine Seltenheit im 19.Jahrhundert. 1919 wurde die „Weimarer Verfassung“ veröffentlicht. Doch der Weimarer „Schulkompromiss“ ließ nur Bekenntnisschulen zu. Der Ausbau der Volksschulen wurde weiterhin behindert. Bis 1965 waren in der BRD die Mehrheit aller Schulen Bekenntnisschulen. 53% aller Schulen waren 1-3 klassig: 1-klassig: 21 % ; 2-klassig: 22 % ; 3-klassig: 11 %
Politiker und Eltern auf dem Lande sehen darin eine offenkundige Benachteiligung der Kinder, die in ländlichen Gebieten leben. Deshalb gab es ab Mitte der 60-er Jahre eine Landschulreform, die zur Verbreitung von Mittelpunktschulen, Zentralschulen und Dörfergemeinschaftsschulen führte. Die Idee von der Überlegenheit der großen Schule erreichte mit der Schulreform um 1970 ihren Höhepunkt. Erste Gesamtschulen wurden gegründet. Doch schon bald stellten sich die Probleme dieser Schulart heraus: Anonymisierung, Aggressivität und Orientierungslosigkeit sind nur einige Beispiele. Immer häufiger erinnert man sich an die früheren Landschulen und führt Überlegungen an, ob das damalige Konzept auch heutzutage umsetzbar ist und ob es nicht helfen könnte, die Problematik der momentanen schulischen Situation zu entschärfen.
2. Gründe für jahrgangsübergreifenden Unterricht
2.1. Rückgang der Geburtenzahlen
Mit dem Rückgang der Geburtenzahlen (v.a. in den neuen Bundesländern) sinken auch die Zahlen der jährlich einzuschulenden Kinder. Dies führt vor allem zu Problemen in der Schulplanung, bei der Schulorganisation, im Lehrerbedarf sowie in der Ausbildung und Fortbildung der Lehrer und Lehrerinnen. Anhand eines Beispiels möchte ich den Rückgang der Geburtenzahlen verdeutlichen.
Beispiel Mecklenburg-Vorpommern:
1988: 28.495 Geburten
1991: 13.635 Geburten
1993: 9.432 Geburten
1994: 8.934 Geburten
An diesem Beispiel kann man einen dramatischen Geburtenrückgang verfolgen. Bezogen auf die Geburtenraten in den 80-er Jahren, sind die Geburten somit auf unter zurückgegangen. Dies wirft natürlich Fragen für die Grundschule auf: Welche Schulwege sind Grundschülern zu zumuten? Wie ist eine Sicherung von Schulstandorten möglich? Ob und wie altersgemischtes Lernen in einer solchen Situation ein pädagogisch sinnvoller und hilfreicher Ansatz sein kann?
2.2. Veränderte Kindheit
[...]
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10.01.2008 11:11:57
Die Arbeit gibt einen sehr groben Überblick. Die einzelnen thematischen Abschnitte sind nur "angeschnitten".(Berthold Ottos Konzept umfasst gerade mal 5 Zeilen oder die lehrerInnenrolle 4 Zeilen!!!) Es gibt zwar eine Literaturliste am Ende, aber es fehlen Literatur- und Zitatkennzeichnungen im Text.