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Termpaper, 2005, 24 Pages
Author: Michael Reusch
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Tags: Wahl, Standorts, Entscheidungsproblem
Year: 2005
Pages: 24
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-43303-7
ISBN (Book): 978-3-638-65842-3
File size: 447 KB
In vorliegender Arbeit erhalten Sie alle wichtigen Infos zur (allg.) betrieblichen Standortwahl und abzuwägenden Standortfaktoren: z.B. Welche Standortfaktoren gibt es?; Konkurrierende Standortfaktoren; Standortanalysen mit Hilfe von Modellen; Branchencluster; optimaler Standort usw. Weiterhin sind die Grundgezüge der Entscheidungtheorie und das Entscheidungsproblem der Standortwahl selbst abgehandelt. Das Ganze wird durch ein Praxisbeispiel, eine Einleitung und ein wertendes Resümee abgerundet.
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Abstract
Die Wahl des betrieblichen Standorts wird in der allgemeinen Literatur als Grundsatzentscheidung aufgefasst, die aufgrund ihrer enormen Tragweite und schweren Revidierbarkeit eine große Bedeutung für eine Unternehmung darstellt. In dieser Abhandlung soll geklärt werden, welchen Stellenwert der betriebliche Standort für ein Unternehmen grundsätzlich einnimmt und warum die wissenschaftliche Betrachtung von Standorten unter Berücksichtigung von verschiedenen Standorttheorien notwendig ist. Diese Arbeit soll im Zeitalter der allgemeinen Standortdebatte in Deutschland und Frage nach der Standortverlagerung in das produktionsgünstige Ausland nicht das Für und Wider dieser Problematik erörtern. Sie richtet sich vielmehr auf das grundlegende Problem der betrieblichen Existenzgründung im Rahmen eines Entscheidungsprozesses und soll die in die Frage kommenden Faktoren und Einflüsse der Standortwahl thematisieren. Sie erhalten demnach folgende Informationen zur allgemeinen betrieblichen Standortwahl und abzuwägenden Standortfaktoren: z.B. Welche Standortfaktoren gibt es?; Konkurrierende Standortfaktoren; Standortanalysen mit Hilfe von Modellen; Branchencluster; optimaler Standort usw. Weiterhin sind die Grundzüge der Entscheidungstheorie und das Entscheidungsproblem der Standortwahl selbst abgehandelt. Das Ganze wird durch ein Praxisbeispiel und ein wertendes Resümee abgerundet.
Excerpt (computer-generated)
Die Wahl des betrieblichen Standorts als
Entscheidungsproblem
von: Michael Reusch
Inhalt
1 Einleitung 2
2 Der Unternehmens-Standort 2
2.1 Die Bedeutung des Unternehmens-Standorts 2
2.2 In welchem Fall ist eine Standortwahl zu treffen? 3
3 Die Standortwahl als Entscheidungsproblem 4
3.1 Gegenstand der Entscheidungstheorie 4
3.2 Wie löst man ein Entscheidungsproblem? 5
3.2.1 Was ist ein Entscheidungsproblem? 5
3.2.2 Entscheidung als Prozess 5
3.2.3 Entscheidungsmodelle als Entscheidungshilfe 6
3.2.3.1 Das Entscheidungsfeld 6
3.2.3.2 Die Zielfunktion 6
3.2.4 Abhängigkeit der Handlung 6
3.3 Entscheidung unter Unsicherheit 7
4 Welche Einflüsse bestimmen die Standortwahl? 8
4.1 Standortfaktoren 8
4.1.1 Was ist ein Standortfaktor? 8
4.1.2 Harte Standortfaktoren 8
4.1.3 Weiche Standortfaktoren 13
4.1.4 Konkurrierende Standortfaktoren 15
4.2 Die Standortanalyse als Hilfsmittel zur Standortbestimmung 16
4.2.1 Analyse des Standorts an Hand von Modellen 16
4.2.2 Standortkalkulation 16
4.2.3 Branch- and Bound-Verfahren 17
4.2.4 Branch- and Bound-Verfahren mit KO-Kriterien 17
4.2.5 Scoring-Verfahren als Nutzwertanalyse 18
4.3 Branchencluster als Standortvorteil 19
4.4 Die wichtigsten internationalen Standortfaktoren 19
5 Der optimale Standort 20
6 Standortbewertung eines Discounters – ein Praxisbeispiel 20
7 Resümee 21
1 Einleitung
Die Wahl des betrieblichen Standorts wird in der allgemeinen Literatur als Grundsatzentscheidung aufgefasst, die aufgrund ihrer enormen Tragweite und schweren Revidierbarkeit eine große Bedeutung für eine Unternehmung darstellt.1 In den nachfolgenden Kapiteln soll geklärt werden, welchen Stellenwert der betriebliche Standort für ein Unternehmen grundsätzlich einnimmt und warum die wissenschaftliche Betrachtung von Standorten unter Berücksichtigung von verschiedenen Standorttheorien notwendig ist. Die hier vorliegende Arbeit soll im Zeitalter der allgemeinen Standortdebatte in Deutschland und Frage nach der Standortverlagerung in das produktionsgünstige Ausland nicht das Für und Wider dieser Problematik erörtern. Sie richtet sich vielmehr auf das grundlegende Problem der betrieblichen Existenzgründung im Rahmen eines Entscheidungsprozesses und soll die in die Frage kommenden Faktoren und Einflüsse der Standortwahl thematisieren.
2 Der Unternehmens-Standort
2.1 Die Bedeutung des Unternehmens-Standorts
Man könnte der Auffassung sein, dass die Definition des betrieblichen Standorts und dessen Stellenwert in der Literatur weitgehend einheitlich sind. Die Entwicklung der Standortlehre, die sämtliche Abweichungen und Besonderheiten der Wirtschaftszweige und Betriebstypen in sich vereint, erscheint jedoch relativ schwierig. Offenbar ist es „nicht befriedigend gelungen, die jeweiligen Bestimmungsfaktoren einer Standortentscheidung in ihrer vielfältigen und komplexen Art sinnvoll zu thematisieren“. 2 Dies verdeutlichen folgende Beispiele aus der Literatur: “Der Unternehmensstandort ist der Ort, an dem sich ein Unternehmen befindet. Entgegen einer häufig in der betriebswirtschaftlichen Literatur vertretenen Auffassung wird der Unternehmensstandort bei Unternehmensgründung selten aus rationalen Überlegungen heraus festgesetzt: Neue Unternehmen entstehen in der Regel dort, wo der oder die Gründer ansässig sind. In der Mehrzahl aller Fälle kommen betriebswirtschaftliche Überlegungen erst dann ins Spiel, wenn ein Unternehmen gewachsen ist und neue Standorte sucht. Standortplanung tritt also dann ein, wenn ein Unternehmen eine expansive Phase erreicht hat.“3
“Der richtige Standort beeinflusst den Unternehmenserfolg. Da er sich häufig nicht kurzfristig ändern lässt, empfiehlt sich bereits in der Existenzgründungsphase eine sorgfältige Suche. Den optimalen Standort gibt es nicht. Vielmehr muss jeder Existenzgründer für sein Unternehmen die Standortfaktoren herausarbeiten, die für sein Geschäftsziel vorrangig sind. Da nicht nur ein Standortfaktor den Unterneh- menserfolg beeinflusst, sondern eine Kombination mehrerer Faktoren zusammen spielt, gilt es sorgfältig zu gewichten und abzuwägen.“4 “Eine meist unterschätzte Aufgabe kommt der Wahl des richtigen Standortes zu. Viele Unternehmer/ innen lassen sich zum Zeitpunkt der Firmengründung allzu sehr dazu verleiten, den Firmenstandort vom aktuellen Lebensraum abhängig zu machen. […] Machen Sie die Wahl Ihres Standortes nicht notwendig von Ihrem aktuellen Lebensraum abhängig. Die richtige Wahl eines Firmenstandortes ist eine Entscheidung mit langfristiger Wirkung.“5 “Die Wahl des optimalen Standorts für einen Einzelbetrieb ist eine unternehmerische Entscheidung, die sich an dem Unternehmensziel zu orientieren hat. […] Wird Gewinnmaximierung angestrebt, so ist der Standort des Betriebes so zu wählen, dass die Differenz zwischen standortbedingten Erlösen und standortabhängigen Kosten maximiert wird.“6 Man erkennt aus den Auszügen wie weit die Meinungen über das dominierende Auswahlkriterium der Standortentscheidung voneinander abweichen. Sie lassen vermuten, dass es Bestimmungsfaktoren gibt, die widersprüchlich sind und daher individuell unterschiedlich gewichtet werden müssen. Es gilt einen Kompromiss zu finden, der auf die Besonderheiten des künftigen Unternehmens zugeschnitten ist. In den folgenden Kapiteln wird daher auf die Problematik der Entscheidungstheorie und auf die generell zu berücksichtigen Bestimmungsfaktoren (=Standortfaktoren) näher eingegangen.
2.2 In welchem Fall ist eine Standortwahl zu treffen?
Die Standortwahl stellt sich bei Unternehmensgründung, Unternehmensverlagerung oder Unternehmensspaltung. Die grundsätzliche Standorttheorie beschäftigt sich mit der Frage, wo sich ein Unternehmen insgesamt oder aufgespaltet in Teilen (z. B. Konzern und Tochterunternehmen) niederlässt. Die Wahl des innerbetrieblichen Standorts beschäftigt sich beispielsweise mit der Anordnung von Maschinen und Materialströmen. Die Untersuchung des innerbetrieblichen Standorts hat das Ziel interne Transport- und Produktionsprozesse zu optimieren um Kosten zu sparen. In Rahmen der vorliegenden Arbeit soll die innerbetriebliche Standortfrage jedoch vernachlässigt werden, ungeachtet dessen, dass diese im Rahmen der Produktion eine erhebliche Rolle spielt.7 Im Hinblick auf die geographische Lage des Standorts kann die Standortwahl in folgenden Schritten erfolgen:
a) Globale Standortwahl: In welcher weiträumigen Wirtschaftsregion soll das Unternehmen angesiedelt werden (z. B. West- oder Osteuropa, Amerika, asiatischer Raum)?
b) Staatliche Wirtschaftsbündnisse: Könnte der Wahl eines Standorts innerhalb eines Wirtschaftsbündnisses Vorteile (z. B. Sonderzölle) bringen (z.B. EU, EFTA, NAFTA, div. Freihandelszonen)?
c) Internationale Standortortwahl: In welchem Land soll der Betrieb errichtet werden?
d) Regionale Standortwahl: In welchem Bundesland (Hessen), Industriegebiet (Frankfurter Raum, Ruhrgebiet) oder in welcher Stadt (Stadtteil) soll das Unternehmen gegründet werden? Welche Immobilie in der Innenstadt (Geschäft in der XY-Straße) ist für unser Unternehmen attraktiv?8
Viele Unternehmen halten am einmal festgelegten Standort fest. Dies kann dann problematisch werden, wenn sich z. B. die Verkehrsanbindung ändert, branchengleiche Betriebe im Umfeld aufkommen oder wichtige Zuliefererströme wegbrechen. Bei Unternehmenserweiterungen ist es sinnvoll den vielleicht seit Jahren bewährten Standort zu überdenken, da dieser nicht unbedingt den größten Erfolg für die Zukunft verspricht. Bei jeder größeren Investition sollte aus diesen Gründen die Standortfrage immer wieder neu gestellt werden.9
3 Die Standortwahl als Entscheidungsproblem
3.1 Gegenstand der Entscheidungstheorie
[...]
1 Vgl. hierzu u.a. Wöhe, Günter (2002), S. 320 und Korndörfer, Wolfgang (1999), S.141.
2 Korndörfer, Wolfgang (1999), S.141.
3 Internetauszug www.wikipedia.de ohne Verfasser, „Unternehmensstandort“.
4 Internetauszug Bundesm. f. Wirtschaft u. Technologie, „Die Standortwahl. Warum die Wahl des Standorts wichtig ist“.
5 Llewellyn, Ralph (1997), S. 27.
6 Schätzl, Ludwig (2003), S. 30-31.
7 Vgl. Wöhe, Günter (2002), S. 320-321.
8 Vgl. für den Abschnitt Klandt, Heinz (1999), S. 164.
9 Vgl. Hill, Andreas und Pieper, Markus (2004), Seite 1, Spalte 1.
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30.05.2006 20:38:34
Sind in der Artbeit sogenannte Branch- and- Bound Verfahren mit oder ohne KO-Kriterien richtig?