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Termpaper, 2004, 18 Pages
Author: Martin Kronawitter
Subject: Economics / Business: Didactics, Economic Pedagogy
Details
Tags: Funktionen, Struktur, Modernisierungsbemühungen, System
Year: 2004
Pages: 18
Grade: bestanden
Bibliography: ~ 16 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-43329-7
ISBN (Book): 978-3-638-92679-9
File size: 361 KB
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Abstract
Am 21.04.2004 wurde dem Bundeskabinett vom Bundesministerium für Bildung und Forschung der Berufsbildungsbericht 2004 vorgelegt. Darin heißt es, dass sich traditionell die überwältigende Mehrheit der 16-20 Jährigen in Deutschland im dualen System für einen Beruf ausbilden lässt. Somit ist die Bedeutung für die duale Ausbildung junger Menschen mengenmäßig weitaus höher als die Hochschulausbildung oder die Ausbildung in den Vollzeitschulen. Diese Größenordnung rechtfertigt, sich im Rahmen dieser Arbeit mit den Funktionen, Strukturen, aber auch den Modernisierungsbemühungen des bzw. im dualen System zu beschäftigen. Nachdem der Begriff „duale Berufsausbildung“ definiert wird, werden in jeweils eigenen Abschnitten die Struktur, die Funktionen und die aktuellen Modernisierungsbemühungen des bzw. im dualen System erläutert. Zu Beginn bietet es sich an, zu definieren, was unter dem „dualen System“ der Berufsausbildung zu verstehen ist. Das zuständige Bundesministerium für Bildung und Forschung weist mit diesem Ausdruck darauf hin, dass „die Berufsausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet.“ Eine solche duale Ausbildung, die vorrangig das Ziel hat, den Facharbeiternachwuchs nachhaltig zu sichern, dauert dabei in der Regel drei Jahre. Der oder die Auszubildende wird dabei in einem Betrieb für den angestrebten Beruf in praktischer Hinsicht qualifiziert, während die Berufsschule für die theoretische Ausbildung verantwortlich ist. Dabei steht aber die praktische Ausbildung im Betrieb im Vordergrund. Meist lernt der Auszubildende wöchentlich ein bis zwei Tage in der Berufsschule und drei bis vier Tage im Betrieb. Als rechtliche Grundlage für die duale Berufsausbildung ist im Jahr 1969 das Berufsbildungsgesetz in Kraft getreten.
Excerpt (computer-generated)
„Funktionen, Struktur und
Modernisierungsbemühungen des bzw. im dualen System“
Hausarbeit
im Rahmen der Veranstaltung
“Einführung in die Wirtschaftspädagogik“
Sommersemester 2004
von
Martin Kronawitter
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitende Bemerkungen ... 1
2 Definition: „Duales System der Berufsausbildung“ ... 1
3 Struktur der dualen Berufsausbildung ... 2
3.1 Bundesministerium für Bildung und Forschung ... 3
3.2 Bundesinstitut für Berufsbildung ... 3
3.3 Ministerien der Länder ... 4
3.4 Kammern ... 4
3.5 Ausbildungsbetriebe ... 5
3.6 Berufsschulen ... 5
4 Funktionen der dualen Berufsausbildung ... 6
4.1 Qualifizierungsfunktion ... 6
4.2 Selektions- und Statusdistributionsfunktion ... 7
4.3 Absorptions- und Aufbewahrungsfunktion ... 7
4.4 Verwertungsfunktion ... 8
4.5 Integrationsfunktion ... 9
5 Modernisierungsbemühungen des bzw. im dualen System der Berufsausbildung ... 9
5.1 Probleme im dualen System der Berufsausbildung ... 9
5.2 Ausbildungsplatzumlage ... 10
5.3 Überbetriebliche Aus- und Weiterbildung ... 11
5.4 Aussetzung der Anwendung der Ausbilder-Eignungsverordnung ... 11
5.5 Entwicklung vollzeitschulischer Ausbildungsgänge ... 12
5.6 Durchlässigkeit der Bildungssysteme ... 13
5.7 Einführung einer Berufsausbildungsvorbereitung ... 13
5.8 Internationalisierung der Berufsausbildung ... 13
6 Schlussbemerkungen ... 14
Literaturverzeichnis ... 15
1 Einleitende Bemerkungen
Am 21.04.2004 wurde dem Bundeskabinett vom Bundesministerium für Bildung und Forschung der neue Berufsbildungsbericht 2004 vorgelegt. Darin heißt es, dass sich traditionell die überwältigende Mehrheit der 16-20 Jährigen in Deutschland im dualen System für einen Beruf ausbilden lässt.1 Somit ist die Bedeutung für die duale Ausbildung junger Menschen mengenmäßig weitaus höher als die Hochschulausbildung oder die Ausbildung in den Vollzeitschulen.2 Diese Größenordnung rechtfertigt, sich im Rahmen dieser Arbeit mit den Funktionen, Strukturen, aber auch den Modernisierungsbemühungen des bzw. im dualen System zu beschäftigen.
Nachdem der Begriff „duale Berufsausbildung“ definiert wird, sollten in jeweils eigenen Abschnitten die Struktur, die Funktionen und die aktuellen Modernisierungsbemühungen des bzw. im dualen System erläutert werden. Ich möchte hier anmerken, dass sich die Ausführungen größtenteils auf die neuesten Quellen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beziehen, da die herkömmliche Literatur meist überholt ist und selbst auf mittlerweile alte Daten des Ministeriums zurückgreift.
2 Definition: „Duales System“ der Berufsausbildung
Zu Beginn bietet es sich an, zu definieren, was unter dem „dualen System“ der Berufsausbildung3 zu verstehen ist. Das zuständige Bundesministerium für Bildung und Forschung weist mit diesem Ausdruck darauf hin, dass „die Berufsausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule stattfindet.“4 Eine solche duale Ausbildung, die vorrangig das Ziel hat, den Facharbeiternachwuchs nachhaltig zu sichern, dauert dabei in der Regel drei Jahre. Der oder die Auszubildende5 wird dabei in einem Betrieb für den angestrebten Beruf in praktischer Hinsicht qualifiziert, während die Berufsschule für die theoretische Ausbildung verantwortlich ist. Dabei steht aber die praktische Ausbildung im Betrieb im Vordergrund.6 Meist lernt der Auszubildende wöchentlich ein bis zwei Tage in der Berufsschule und drei bis vier Tage im Betrieb.7 Als rechtliche Grundlage für die duale Berufsausbildung ist im Jahr 1969 das Berufsbildungsgesetz in Kraft getreten.8
3 Struktur der dualen Berufsausbildung
Für diese Hausarbeit sollte diese knappe Begriffserklärung der dualen Berufsausbildung ausreichend sein. In diesem Abschnitt werden die Strukturen des dualen Systems erläutert. Der Umfang dieser Arbeit erlaubt es lediglich, die stark zerklüftete Struktur und die Beteiligten an der Berufsausbildung im Föderalstaat Deutschland eingehend zu erläutern.
Abbildung: Die Zuständigkeiten im dualen System der Berufsausbildung
Quelle: BMBF (2003), S. 42.
[...]
Ein so weitreichendes System der Berufsbildung wie in Deutschland erfordert es, dass alle Interessen der Beteiligten wie Arbeitgeber, Gewerkschaften und Staat gleichgerichtet sind, damit die Planung, Durchführung und Weiterentwicklung gemeinsam bewerkstelligt werden kann. Dazu werden nachfolgend die einzelnen Beteiligten beschrieben:9
[....]
1 Vgl. BMBF (2004), S. 13 und 15.
2 Jährlich treten etwa 65 Prozent aller Jugendlichen in die Berufsbildung und 25 Prozent beginnen ein Studium an den Hochschulen. Vgl. Pütz (2003), S. 16. Dem stimmt auch Sloane zu, der von einem Anteil des dualen Systems an der Berufsausbildung von 60 bis 70 Prozent ausgeht. Vgl. Sloane (1998), S. 193.
3 Der Ausdruck „Duales System“ geht auf den „Deutschen Ausschuß für das Erziehungs- und Bildungswesen“ (1953-1964) zurück, der in einem Gutachten von einer „dualen“ Ausbildung in Betrieb und Schule spricht. Vgl. Küppers (1981), S. 13; vgl. Huisinga (1999), S. 32. 4 BMBF (o.J. D).
5 Wegen der besseren Lesbarkeit wird – ohne das weibliche Geschlecht zu diskriminieren – künftig nur die männliche Form verwendet.
6 Vgl. Maier (1994), S. 175-178 und 216.
7 Vgl. BMBF (2003), S. 13; vgl. Küppers (1981), S. 16.
8 Vgl. Huisinga (1999), S. 36; vgl. Schmidt (1998), S. 85.
9 Vgl. BMBF (2003), S. 43.
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