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Distributionspolitik für Luxusgüter am Beispiel der Rolex-Uhren - Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Konsumgütern

Seminararbeit, 2003, 23 Seiten
Autor: Carla Saraiva
Fach: Wirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 23
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 27  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V46402
ISBN (E-Book): 978-3-638-43600-7
ISBN (Buch): 978-3-638-76384-4
Dateigröße: 347 KB
Anmerkungen :
Die vorliegende Arbeit "Distributionspolitik für Luxusgüter am Beispiel der Rolex-Uhren - Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Konsumgütern" beschäftigt sich mit der Distributionspolitik im Luxusgüterbereich und insbesondere mit der Frage: Wie kann ein Luxusgut, dessen wichtigste Eigenschaft die Knappheit ist, abgesetzt werden? Aus dem marketingpolitischen Blickwinkel mag dies dem Leser ein Paradoxon zwischen Marketing und Luxus suggerieren, doch ROLEX...


Zusammenfassung / Abstract

Die vorliegende Arbeit "Distributionspolitik für Luxusgüter am Beispiel der Rolex-Uhren - Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Konsumgütern" beschäftigt sich mit der Distributionspolitik im Luxusgüterbereich und insbesondere mit der Frage: Wie kann ein Luxusgut, dessen wichtigste Eigenschaft die Knappheit ist, abgesetzt werden? Aus dem marketingpolitischen Blickwinkel mag dies dem Leser ein Paradoxon zwischen Marketing und Luxus suggerieren. Bernard Dubois beschreibt dies wie folgt: „Ein Luxusgut ist, laut Definition, ein rares Gut, während das Ziel von Marketing- Aktivitäten darin besteht, den Absatz zu steigern“. Wie dieser auf den ersten Blick erscheinende Konflikt zu lösen ist, ist der zentrale Anspruch dieser Arbeit. Welche Besonderheiten gilt es für die Distribution bei Luxusgütern zu beachten und wo liegen Gemeinsamkeiten mit herkömmlichen Konsumgütern? Da die Distributionspolitik für Luxusgüter den Kern dieser Arbeit bildet, wird die Definition des Distributionsbegriffes, sowie die Erläuterung von distributionspolitischen Zielen und Absatzwegen der Ausgangspunkt dieser Arbeit sein. Das darauffolgende Kapitel beschäftigt sich mit der betriebswirtschaftlichen Abgrenzung der Konstrukte Luxusgüter versus Konsumgüter. Im letzten und abschließenden Kapitel soll ein Brückenschlag der Distributionspolitik im Luxusgütersegment anhand des Beispiels Rolex erörtern.


Textauszug (computergeneriert)

Distributionspolitik für Luxusgüter am Beispiel der
Rolex-Uhren - Gemeinsamkeiten und
Unterschiede zu Konsumgütern

von: Carla Saraiva

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik 1

2. Distributionspolitik als Marketinginstrument

2.1. Bedeutung der Distributionspolitik 2
2.2. Distributionspolitische Ziele 3
2.3. Absatzstrukturen der Distributionspolitik 4

3. Luxusgüter als Spezielle Güterform

3.1. Definition und Abgrenzung von Luxusgütern 6
3.2. Definition und Abgrenzung von Konsumgütern 8
3.3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede 9

3.3.1. Preispolitik 9
3.3.2. Produktpolitik 9
3.3.3. Distributionspolitik 10
3.3.4. Kommunikationspolitik 10

4. Anwendungsfall: Die Distributionspolitik des Luxusgüterherstellers Rolex

4.1. Die Geschichte von Rolex 11
4.2. Ziele der Distributionspolitik von Rolex 12
4.3. Die Distributionswege des Luxusgüterherstellers Rolex 13

4.3.1. Direkter Vertrieb 13
4.3.2. Indirekter Vertrieb 14

4.4. Bewertung der Distributionspolitik von Rolex 15

5. Schlussbetrachtung und Ausblick 18

6. Quellenverzeichnis 19
 


 

1. Einführung in die Thematik

„In einer Überflussgesellschaft zählt man das Unnötige zum Notwendigen“ (Ernst Ferstl, österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker) Die Bedeutung des Luxussegments für das Marketing-Management hat durch die fundamental gewandelte Funktion des Konsums eine völlige neue Perspektive eröffnet.1 Vor der Entwicklung verschwindender Schicht- und Klassenunterschiede transportiert der Konsum neben der reinen Bedürfnisbefriedigung auch eine soziale Komponente. Der Besitz einer Marke dient dem Konsumenten als Instrument der Identifikation und Selbstdarstellung. Die Marke verkörpert ein Imagebild mit dazugehöriger Wertvorstellung, die auf den Käufer des Gutes projiziert wird.

Die vorliegende Arbeit "Distributionspolitik für Luxusgüter am Beispiel der Rolex-Uhren - Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Konsumgütern" beschäftigt sich mit der Distributionspolitik im Luxusgüterbereich und insbesondere mit der Frage: Wie kann ein Luxusgut, dessen wichtigste Eigenschaft die Knappheit ist, abgesetzt werden? Aus dem marketingpolitischen Blickwinkel mag dies dem Leser ein Paradoxon zwischen Marketing und Luxus suggerieren. Bernard Dubois beschreibt dies wie folgt: „Ein Luxusgut ist, laut Definition, ein rares Gut, während das Ziel von Marketing- Aktivitäten darin besteht, den Absatz zu steigern“. Wie dieser auf den ersten Blick erscheinende Konflikt zu lösen ist, ist der zentrale Anspruch dieser Arbeit. Welche Besonderheiten gilt es für die Distribution bei Luxusgütern zu beachten und wo liegen Gemeinsamkeiten mit herkömmlichen Konsumgütern? Da die Distributionspolitik für Luxusgüter den Kern dieser Arbeit bildet, wird die Definition des Distributionsbegriffes, sowie die Erläuterung von distributionspolitischen Zielen und Absatzwegen der Ausgangspunkt dieser Arbeit sein. Das darauffolgende Kapitel beschäftigt sich mit der betriebswirtschaftlichen Abgrenzung der Konstrukte Luxusgüter versus Konsumgüter. Im letzten und abschließenden Kapitel soll ein Brückenschlag der Distributionspolitik im Luxusgütersegment anhand des Beispiels Rolex erörtern.

2. Distributionspolitik als Marketinginstrument

2.1. Bedeutung der Distributionspolitik

Die Globalisierung führt dazu, dass sich immer mehr Unternehmen mit ähnlichen Produkten und Dienstleistungen auf dem Käufermarkt bewegen. Eine Differenzierung gegenüber der Konkurrenz erweist sich als schwierig, da Mitbewerber häufig ähnliche Qualität zu günstigeren Preisen anbieten.1 Aus diesem Grund sehen sich Unternehmen gezwungen andere Bereiche zu wählen, um sich vom Wettbewerb abzuheben. Eine Möglichkeit diesbezüglich bietet eine strukturierte Distributionspolitik. In der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur wird Distribution als Umsatz von Wirtschaftsgütern zwischen den erzeugenden und verbrauchenden Wirtschaftseinheiten beschrieben. Distributionspolitik umfasst nicht nur die reine physische Distribution, die Entscheidungen betrifft, wie die richtigen Produkte in der richtigen Menge beim richtigen Kunden zur rechten Zeiten zu optimalen Kosten anzuliefern sind. Sondern grundsätzlich auch die Setzung von Distributionszielen, die Auswahl von Distributionsstrategien im Absatzkanal sowie die Planung, Durchführung und Kontrolle aller Maßnahmen zur zielkonformen Gestaltung der Distributionsprozesse.2 Gegenstand der Distributionstätigkeit sind materielle und/oder immaterielle Realgüter (Waren, Immobilien, Dienstleistungen, etc.) bei denen Erzeugung und Konsum entweder auseinanderfallen oder gleichzeitig ablaufen.3 Da es im Rahmen der Distributionspolitik zwischen zwei distributionspolitischen Entscheidungstatbeständen zu unterscheiden gilt, werden im Folgenden die Ziele der Distributionspolitik sowie das System der Absatzkanäle näher dargestellt.

2.2. Distributionspolitische Ziele

Ziele bilden neben Kunden-, Markt- und Produktcharakteristika, einen essenziellen Einflussfaktor für distributionspolitische Entscheidungen. Unter Zielen versteht man im Allgemeinen „[...]Sollgrößen, mit denen ein Ist-Zustand verglichen wird, der so lang bewusst und effektiv bearbeitet werden muss, bis er dem Soll- Zustand entspricht[...]“1 Um eine Zielkohärenz sicherzustellen werden die Distributionsziele in einem kaskadenartigen Verfahren aus den Unternehmenszielen heruntergebrochen. Auf Grund der Breite unternehmerischer Aktivitäten in vollkommen unterschiedlichen Sektoren mit unterschiedlichen Zielsetzungen folgt daraus ein unüberschaubares Spektrum möglicher Distributionsziele. Diese sind: Senkung der Lieferzeiten, Sicherstellung eines guten Vertriebsimages, Senkung von Vertriebs- und Logistikkosten, etc. Sie können auf Grund der Begrenztheit dieser Arbeit nicht im Einzelnen vorgestellt werden. Es soll vielmehr ein Überblick über die Einflussfaktoren, und Grundlagen für das Entstehen von Distributionszielen gegeben werden. Neben allgemeinen betriebswirtschaftlichen Größen wie Gewinn oder Marktanteil nennt Barth2 eine Reihe spezifischer Einflussfaktoren, die distributionspolitischen Zielen zugrundegelegt werden. Diese sind im Einzelnen:

[...]


1 McCracken 1992.

1 Vgl. Handbuch der Distribution, S. 234.

2 Vgl. Dieter Ahlert, Distributionspolitik, S. 8.

3 Vgl. Dieter Ahlert, Distributionspolitik, S. 9.

1 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, S.3587-2588.

2 Vgl. Barth 1999: in Meffert: Marketing, S.601.


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