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Weshalb sind Kinder besonders anfällig für Angstwirkungen des Mediums Fernsehen? close

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Weshalb sind Kinder besonders anfällig für Angstwirkungen des Mediums Fernsehen?

Scholary Paper (Seminar), 2005, 19 Pages
Author: Esther Federspiel
Subject: Communications: Miscellaneous

Details

Event: Medien als Ressourcen und Belastungen im Alltag von Kindern
Institution/College: University of Zurich (Publizistik)
Tags: Weshalb, Kinder, Angstwirkungen, Mediums, Fernsehen, Medien, Ressourcen, Belastungen, Alltag, Kindern
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 19
Grade: Gut (5 in der CH)
Bibliography: ~ 21  Entries
Language: German
Archive No.: V46896
ISBN (E-book): 978-3-638-43980-0

File size: 221 KB


Excerpt (computer-generated)

Weshalb sind Kinder besonders anfällig für
Angstwirkungen des Mediums Fernsehen?

von: Esther Federspiel

7. Semester

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung 2

2 Fragestellung 3

3 Hypothesen 3

4 Variablenbeschreibung 3

4.1 Angst 3
Angst, Furcht und Phobie – eine Definition 3
Natürliche Ängste 4
4.2 Medium Fernsehen 4

5 Relevante Theorien 5

5.1 Dynamischer und transaktionaler Ansatz von Medienwirkungen 5
Abbildung 1: Modell zum transaktionalen Ansatz 5
5.2 Kognitive Theorien 6
Voraussetzungen, um den Medieninhalt adäquat verstehen zu können 6
Vier Entwicklungsstufen nach Piaget 7
5.3 Emotionstheorien 8
Emotionale Voraussetzungen für Medienkonsum 8
Entwicklungspsychologische Aspekte von Emotionen 9
5.4 Persönlichkeit 9
Entwicklungspsychologische Perspektive 10

6 Untersuchung meiner Hypothesen 10

6.1 Hypothese 1: kognitiver Entwicklungsstand und Medienrezeption 10
6.2 Hypothese 2: emotionaler Entwicklungsstand und Medienrezeption 12
6.3 Hypothese 3: Persönlichkeit und Medienrezeption 13

7 Gesamtergebnis 15

8 Literaturliste 16



 

Weshalb sind Kinder besonders anfällig auf Angstwirkungen des Mediums Fernsehen?

In der folgenden Arbeit möchte ich auf die kindlichen Voraussetzungen eingehen, welche eine Angstreaktion aufgrund von Medien begünstigen. Ich werde mich auf das Medium Fernsehen konzentrieren, da es in der Schweiz das am meisten genutzte Medium überhaupt ist (vgl. SSR Idée Suisse 2004). Ausserdem eröffnen die Besonderheiten des Fernsehen zusätzliche mögliche Blickwinkel auf die interessierende Thematik. Spezifischer werde ich auf die kognitiven und emotionalen Voraussetzungen eingehen, welche es als Rezipient/Rezipientin braucht, um die mediale Darbietung angemessen aufnehmen und verstehen zu können. Kinder haben aufgrund ihrer Entwicklung, welche noch in vollem Gange ist, nicht die gleichen Möglichkeiten wie Erwachsene um auf die gebotenen Inhalte des Mediums Fernsehen zu reagieren. In den verschiedenen Ergebnisabschnitten und im Gesamtergebnis werde ich auf die daraus folgenden Konsequenzen für die Angstentstehung eingehen.

1 Einführung

Die Mehrheit der Vorschul- und Grundschulkinder hat bereits mit Angst auf Massenmedien reagiert. Die Zahlen variieren je nach Studie zwischen 53 und 90 Prozent. Die Kinder veränderten ihre Verhaltensweisen (nicht mehr baden gehen), hatten die Vorstellung von gefährlichen Tieren/Monstern unter dem Bett, entwickelten eine auf ein bestimmtes Subjekt hin ausgerichtete Angst (weisser Hai) und klagten über Schlafstörungen sowie Alpträume. Dies alles nachdem sie einen, nach eigenen Angaben, angstauslösenden Film gesehen hatten. In einer bei Erwachsenen durchgeführten retrospektiven Studie zur Dauer der Angstreaktion, nach einem subjektiv angstauslösend empfundenem Film, berichteten 40 Prozent, als Kind mindestens einmal mehr als drei Tage an einer Stressreaktion aufgrund des Gesehenen gelitten zu haben. In psychiatrischen Studien zeigten sich Horrorfilme, neben anderen Stressoren, als Mitauslöser für ernste psychische Störungen (vgl. Cantor J. 2001). Diese Zahlen und die zum Teil grosse Intensität der Reaktionen sprechen für die Relevanz des Themas und haben mich dazu bewogen, mich näher mit dem Thema „Angst bei Kindern durch Medien“ auseinanderzusetzen.

2 Fragestellung

Weshalb sind Kinder besonders anfällig auf Angstwirkungen des Mediums Fernsehen?

3 Hypothesen

1) Der kognitive Entwicklungsstand beeinflusst das Kind in seiner Medienrezeption und begünstigt eine durch Medien ausgelöste Angstreaktion.
2) Der emotionale Entwicklungsstand beeinflusst das Kind in seiner Medienrezeption und begünstigt eine durch Medien ausgelöste Angstreaktion.
3) Die Persönlichkeit beeinflusst das Kind in seiner Medienrezeption und kann je nach dem eine durch Medien ausgelöste Angstreaktion begünstigen.

4 Variablenbeschreibung

4.1 Angst

Angst ist eine Emotion mit unterschiedlichen Seiten. Sie ist einerseits natürlich und war zu Urzeiten für uns Menschen überlebenswichtig. Andererseits kann sie in der heutigen Welt als Überreaktion oder als Verknüpfung zwischen harmlosen Begebenheiten und körperlichen Erregungszuständen zur Belastung werden. Im Folgenden möchte ich zuerst auf die grundsätzliche Angstdefinition, dann auf die natürlichen/ entwicklungsbedingten Ängste bei Kindern eingehen.

Angst, Furcht und Phobie – eine Definition

Cecilia A. Essau (2003:17) definiert Angst folgendermassen: „Es ist ein Gefühlszustand der gekennzeichnet ist durch negative Emotionen und körperliche Symptome von Anspannung.“ Meist handelt es sich dabei um zukunftsgerichtete Befürchtungen, eine Situation nicht bewältigen zu können. Angst ist nicht gezwungenermassen pathologisch. Normale Angst ist ein Warnzeichen für den Organismus und bereitet den Körper auf allfällige Flucht- oder Kampfreaktionen vor. Angst ist als eher diffuses und unspezifisches Gefühl von den Begriffen Furcht und Phobie abzugrenzen. Furcht ist eine unmittelbare emotionale Reaktion auf eine Gefahr. Sie ist meist kurzlebiger Natur. Phobie zeichnet sich durch einen intensiven Vermeidungswunsch der gefürchteten Situation aus und ruft bei Konfrontation mit der Situation grosse Angst hervor. Eine phobische Reaktion wirkt auf Aussenstehende völlig unangemessen und ist für den Betroffenen willentlich nicht kontrollierbar.

Natürliche Ängste

[...]


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