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Bildquellen: Foto, Grafik, Karikatur

Seminararbeit, 2004, 17 Seiten
Autor: Andreas Denk
Fach: Politik - Didaktik, politische Bildung

Details

Veranstaltung: Proseminar: Medien in der politischen Bildung
Institution/Hochschule: Universität Passau (Lehrstuhl Didaktik der Sozialkunde)
Tags: Bildquellen, Foto, Grafik, Karikatur, Proseminar, Medien, Bildung
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 17
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V46924
ISBN (E-Book): 978-3-638-44002-8

Dateigröße: 83 KB


Textauszug (computergeneriert)

Universität Passau, Lehrstuhl für Didaktik der Sozialkunde
SE: Medien in der politischen Bildung
Wintersemester 2003/2004
Fachsemester: 03

Bildquellen: Foto, Grafik, Karikatur

von: Andreas Denk

 


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung 3

II. Medieneinsatz im Politikunterricht 4

II.1 Bildquellen 6

II.1.1 Das Foto 7
II.1.2 Die Grafik 10
II.1.3 Die Karikatur 12

II.2 Arbeitsschritte bei der Quelleninterpretation 14

III. Schlussbetrachtung 16

IV. Literaturverzeichnis 17



 

I. Einleitung

Bildquellen stellen als ikonographische Quellen neben den sprachlichen Quellen, wie Texten und Tondokumenten, die wichtigste Quellengattung im Politikunterricht dar. Ihr Einsatz ermöglicht erst die Vermittlung von politischer Realität. Zeitliche und auch räumliche Ferne machen ein Erleben sozusagen „live“ oft unmöglich. Deshalb muss auf Konserven zurückgegriffen werden. Bildquellen, insbesondere die in dieser Arbeit zu betrachtenden Quellen Foto, Grafik und Karikatur, finden sich vor allem in den Tageszeitungen und politischen Magazinen. Aber auch die neuen Medien, wie das Internet, kommen für die Beschaffung von Bildern in Frage. Bei der Auswahl der Quellen ist jedoch stets auf die für den Politikunterricht bedeutende Relevanz zu achten.

Bildquellen haben die Eigenschaft, durch ihre rein visuelle Rezeption, keine bloße kognitive Leistung zu verlangen, wie dies beim Text aus einem Schulbuch der Fall wäre. Durch das Ansprechen der Sinne wird Betroffenheit beim Rezipienten erzeugt. Und genau diese persönliche Betroffenheit, die auch durch die scheinbare Nähe zum Geschehen ausgelöst wird, ist wichtig, um fachdidaktische Überlegungen der Lehrkraft vermitteln zu können. Viel spekuliert wird auch über die Zukunft der Bildquellen im Zeitalter der neuen Medien. Kann eine Fotographie oder eine Karte überhaupt noch mit den animierten Darstellungen aus computergestützten Systemen, wie dem Internet konkurrieren? Zu klären ist auch, welche Anforderungen an die Quellen zu stellen sind. Denn nicht jedes Bild ist auch für den Unterricht geeignet. Hat man nun eine aussagekräftige und passenden Bildquelle gefunden, wie ist dann damit zu verfahren? Bildquellen erschließen sich einem nicht auf den ersten Blick, sondern bedürfen einer genaueren Betrachtung. Arbeit mit Bildquellen braucht Zeit. Es geht hier darum, wenn möglich eine Handlungsanleitung zur Auswertung von Bildquellen zu erarbeiten, anhand der dann jede Art von Bildquelle erschlossen werden kann.

II. Medieneinsatz im Politikunterricht

„Öffentliche Medien und Unterrichtsmedien erschließen die politische Wirklichkeit und konstruieren sie neu, erfordern einen professionellen Einsatz und sind für Schülerinnen und Schüler wichtige Lernhelfer.“1 Medien sind also aus dem Unterricht nicht mehr wegzudenken. Nur durch sie wird es möglich, Realität erfahren zu können. Es handelt sich dabei zwar um eine Aufzeichnung, jedoch immer noch von vergangener Realität. Medien werden dadurch zum Kommunikationswerkzeug zwischen den Lernenden und der Lehrkraft. Durch selbständige Anwendung der Medien entwickeln sie sich darüber hinaus auch zu einem Wissenswerkzeug für die Schülerinnen und Schüler. „Der Einsatz der Medien ist politikdidaktisch danach bewerten, inwieweit mit ihnen die Ziele der demokratischen Handlungskompetenz und der politische Urteilsbildung erreicht werden können.“2 Durch die Überflutung mit Informationen aus Fernsehen und Internet, sind viele Schülerinnen und Schüler bereits beeinflusst. Ansatzpunkt im Politikunterricht ist dabei, den Medienkonsum der Jugendlichen kritisch zu beleuchten, um ihre persönliche Urteilsbildung zu fördern.

Von übergeordneter Bedeutung für den Unterricht ist deshalb zum einen eine gemeinsame Konstruktion der Wirklichkeit anhand er ausgewählten Quellen, gleichzeitig aber auch der Austausch von Wissen und Erfahrungen. Politische Wirklichkeit findet über die Quellen den Weg ins Klassenzimmer, wo sie mit Erfahrungen und Wissen der Schülerinnen und Schüler entsprechend bearbeitet werden kann.3 Besondere Bedeutung kommt auch der Auswahl der Quellen zu. In aller Regel wird die Lehrkraft diese Auswahl vornehmen und den Lernenden vorlegen. Das heißt aber gleichzeitig, dass schon hier wieder subjektive Ansichten bei der Auswahl der Quelle mit einfließen werden, denn niemand kann völlig objektiv seine Wahl treffen, von der ungeheueren Anzahl der zur Verfügung stehenden Quellen ganz zu schweigen. Grundsätzlich sind aber bestimmte didaktische Prinzipien, wie Kontroversität, Problemorientierung, exemplarisches Lernen, Schülerorientierung und Handlungsorientierung zu beachten.4

[...]


1 Vgl.: Weißeno, Georg: Einleitung, in: Politikunterricht im Informationszeitalter, Bundeszentrale für politische Bildung, Seite 11

2 Vgl.: Weißeno, Georg: Einleitung, in: Politikunterricht im Informationszeitalter, Bundeszentrale für politische Bildung, Seite 12f

3 Vgl.: Weißeno, Georg: Aus Quellen lernen: Arbeit mit Texten, Grafiken, Karikaturen, Fotos und Film, in: Sander, Wolfgang: Handbuch politische Bildung – Praxis und Wissenschaft, Seite 433

4 Vgl.: Weißeno, Georg: Aus Quellen lernen: Arbeit mit Texten, Grafiken, Karikaturen, Fotos und Film, in: Sander, Wolfgang: Handbuch politische Bildung – Praxis und Wissenschaft, Seite 436


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