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Integrierte Versorgung im Gesundheitswesen

Termpaper, 2005, 10 Pages
Author: Dr.med. Tim Guderjahn
Subject: Health Science

Details

Event: Struktur und Institutionen im Gesundheitswesen
Institution/College: University of Applied Sciences Riedlingen
Tags: Integrierte, Versorgung, Gesundheitswesen, Struktur, Institutionen, Gesundheitswesen
Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 10
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V48129
ISBN (E-book): 978-3-638-44916-8
ISBN (Book): 978-3-638-75095-0
File size: 196 KB
Notes :
Zitierung über Fußnoten, daher kein Literaturverzeichnis


Abstract

Das Konzept der integrierten Versorgung beschreibt auf der Ebene unterschiedlicher medizinischer Leistungerbringer eine Leistungssektoren-übergreifende oder interdisziplinärfachübergreifende medizinische Versorgung der Krankenversicherten. Verschiedene Leistungssektoren sind beispielsweise die ambulante hausärztliche Versorgung, die ambulante fachärztliche Versorgung, das Krankenhaus sowie der Bereich Rehabilitation und Pflege. Inhalt: Einführung 2 Warum eine integrierte Versorgung? 2 Grundlagen der integrierten Versorgung 4 Gesetzliche Grundlagen 4 Vernetzung und gemeinsamer Datenzugriff als Integrationshilfe 6 Beispiele für die integrierte Versorgung 7 Beispiel 1: Integrierte kardiologische Versorgung 7 Beispiel 2: Integration von operativer Versorgung und Reha in der Endoprothetik 8 Ausblick: Das Medizinische Versorgungszentrum als Form der integrierten Versorgung 9


Excerpt (computer-generated)

Integrierte Versorgung im Gesundheitswesen

von: Tim Guderjahn

 


Inhalt

Einführung  2

Warum eine integrierte Versorgung?  2

Grundlagen der integrierten Versorgung  4

Gesetzliche Grundlagen 4
Vernetzung und gemeinsamer Datenzugriff als Integrationshilfe  6

Beispiele für die integrierte Versorgung 7

Beispiel 1: Integrierte kardiologische Versorgung  7
Beispiel 2: Integration von operativer Versorgung und Reha in der Endoprothetik 8

Ausblick: Das Medizinische Versorgungszentrum als Form der integrierten Versorgung  9



 

Einführung

Das Konzept der integrierten Versorgung beschreibt auf der Ebene unterschiedlicher medizinischer Leistungerbringer eine Leistungssektoren-übergreifende oder interdisziplinärfachübergreifende medizinische Versorgung der Krankenversicherten. Verschiedene Leistungssektoren sind beispielsweise die ambulante hausärztliche Versorgung, die ambulante fachärztliche Versorgung, das Krankenhaus sowie der Bereich Rehabilitation und Pflege.

Mit dem GKV-Modernisierungsgesetz haben sich zum 01. Januar 2004 in §§140 a-d SGB V neue gesetzliche Grundlagen zur Gestaltung der integrierten medizinischen Versorgung ergeben, weshalb diese in der Zukunft eine wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung in Deutschland spielen wird. Warum eine integrierte Versorgung? In den letzten Jahrzehnten hat eine zunehmende Sektorisierung im Gesundheitswesen stattgefunden1. Die einzelnen Leistungssektoren wurden dabei dazu gebracht, weitgehend isoliert zu arbeiten. Aufgrund ineffizienter Schnittstellen sowie mangelnder Anreize zur intensiveren Kooperation insbesondere zwischen ambulanter und stationärer Versorgung kam es vermehrt zu unnötigen Kostenaufwendungen beispielsweise für Mehrfachdiagnostik, schlecht ineinandergreifende Therapieschemata zum Beispiel am Übergang zwischen operativer Therapie und Nachsorge sowie natürlich die mit allen medizinischen Maßnahmen und der doppelten Patientenführung verbundenen Bürokratie.

Im Konzept der integrierten Versorgung sollen durch Aufweichung der Sektorengrenzen und ineinandergreifende Kooperation der unterschiedlichen Ebenen eine Verbesserung dieses Zustandes erreicht werden. Von der integrierten Versorgung verspricht man sich somit eine Überwindung der Sektorentrennung, eine Optimierung der Zusammenarbeit der einzelnen Leistungserbringer sowie die Förderung einer effizienteren Versorgungsstruktur. Bereits mit dem Gesundheitsreformgesetz aus dem Jahr 2000 wurden in §§140a ff. SGB V die gesetzlichen Grundlagen für eine integrierte Versorgung geschaffen. Allerdings wurde diese neue Versorgungsform bis zu den Veränderungen durch das GKV-Modernisierungsgesetz zum Jahr 2004 kaum genutzt, da die gesetzlichen Bestimmungen wenig vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten boten. Außerdem bestanden Unklarheiten bezüglich der finanziellen Bereinigungsverfahren2. Aufgrund der stärkeren Integration verschiedener Ebenen der medizinischen Leistungserbringung verspricht man sich in der integrierten Versorgung nicht nur Kosteneinsparungen durch Synergieeffekte und bessere Strukturierung im Fallmanagement, sondern auch Vorteile für den Patienten:

Er profitiert durch bessere Abstimmung von Vorsorge, Therapie und Nachsorge, durch den Ausfall von Doppelbehandlungen insbesondere im Bereich der bildgebenden (radiologischen) Diagnostik, durch eine bessere Information aufgrund einer gesteigerten Transparenz für alle Beteiligten sowie einer zu erwartenden besseren Behandlungsqualität aufgrund einer optimierten Qualitätssicherung. Dies wird in den beiden Praxisbeispielen am Schluss dieser Hausarbeit nochmals verdeutlicht werden. Es ist also wichtig zu bemerken, dass es sich bei der integrierten Versorgung nicht um ein Konstrukt aus reinen wirtschaftlichen Gesichtspunkten, sondern auch um ein Konzept zur Verbesserung der Behandlungsqualität handelt.

[...]


1 Studienbrief Nr. 0153 „Struktur und Institutionen im Gesundheitswesen“, S.62

2 Vgl. Hartmannbund Mitgliederinformation zur integrierten Versorgung, Mai 2004, S.1


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