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Sigmund Freuds Krankheitsfall "Katharina"

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 15 Pages
Author: Lena Langensiepen
Subject: Psychology - Social Psychology

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2004
Pages: 15
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V48167
ISBN (E-book): 978-3-638-44944-1

File size: 147 KB


Excerpt (computer-generated)

Sigmund Freuds Krankheitsfall "Katharina"

von: Lena Langensiepen

 


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung Seite 3

II. Hauptteil Seite 4

1. Katharinas Behandlung durch Freud Seite 4

1.1 Dialog zwischen Freud und Katharina Seite 7

2. Freuds Schlussfolgerungen Seite 11

III. Schlussbetrachtung Seite 14

Literaturverzeichnis Seite 15


 

I. Einleitung

Die Krankengeschichte Katharinas fällt in Sigmund Freuds frühe psycho- analytische Periode und wurde erstmals zusammen mit weiteren Krankheitsfällen und Aufsätzen in den „Studien über Hysterie“1 ver- öffentlicht. Dieses Werk verfasste Freud gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Josef Breuer. Im Allgemeinen wird es als der Beginn der Psychoanalyse bezeichnet.

Durch die Zusammenarbeit mit Breuer beginnt Freud, sich ausführlich mit der Hysterieforschung und der Behandlungsmethode der Hypnose zu beschäftigen, die er anfangs ausschließlich bei hysterischen Erkrankungen anwendet. Da die Hypnose nicht in allen Fällen zur Anwendung gebracht werden kann, entwickelt er die psychoanalytische Technik, bei der der Patient aktiv und vor allem bei vollem Bewusstsein zur Heilung beiträgt. Katharina stellt eine von Freuds ersten und bekanntesten, an Hysterie erkrankten Patientinnen dar, die er nicht mit der bei Neurosen üblichen Hypnose, sondern mit seiner sich zu diesem Zeitpunkt in der Entwicklung befindlichen psychoanalytischen Methode behandelt. Die vorliegende Arbeit stellt die Behandlung Katharinas durch Freud dar, geht ausführlich auf das sich während der Therapie entwickelnde Gespräch zwischen Freud und seiner Patientin ein und zeigt schließlich die Erkenntnisse auf, die Freud über hysterische Erkrankungen gewinnt.

II. Hauptteil

1. Katharinas Behandlung durch Freud

Während eines Ferienaufenthalts in den Bergen, der in den Zeitraum zwischen 1890 und 1895 fällt (Freud schreibt: „In den Ferien des Jahres 189* [...]“2) und von dem sich Freud einen kurzzeitigen Abstand von seiner Neurosenforschung verspricht, kehrt er in einen Berggasthof ein. Dort spricht ihn die achtzehnjährige Katharina an, die ihn zuvor bedient hat und sich als die Nichte der Gastwirtin herausstellt. Auf Grund seines Eintrags im Fremdenbuch erfuhr sie, dass er Mediziner ist und bittet ihn um Rat, da sie an einer Nervenkrankheit leidet. Die Tatsache, dass die Neurosen auch in der Höhe und Abgelegenheit der Berge existieren, weckt Freuds Interesse und lässt ihn weiterforschen. Die anschließende Unterhaltung (vgl. Kapitel 1.1) stellt die Behandlung Katharinas durch Freud dar. Zu Beginn befragt Freud seine Patientin zu ihren Symptomen und deutet sie unmittelbar als Symptome einer hysterische Erkrankung, teilt seine Hypothese jedoch der Patientin vorerst nicht mit. Nachdem sie die Frage nach der Ursache für ihre Anfälle nicht beantworten kann, entschließt sich Freud für eine Gesprächsanalyse; die Durchführung der Hypnose ist ihm in der Bergregion zu riskant. Die Methode des psychoanalytischen Gesprächs, die Freud verwendet, ist ein interaktioneller Prozess, der mittels Kommunikation die Ursache für das Leiden der Patientin aufdecken und sie dadurch von ihrer Krankheit befreien soll.

[...]


1 Erstdruck: Breuer, Josef/ Freud, Sigmund: Studien über Hysterie. Wien: Deuticke 1895.

2 Freud, Sigmund: Katharina. In: Ders.: Gesammelte Werke, Bd. 1, hrsg. v. Anna Freud u.a. London: Imago 1952, S. 184.


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