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Autor: Antje Walliser
Fach: Wirtschaft - Unternehmensgründung, Start-ups, Businesspläne
Details
Tags: Businessplan, Voraussetzung, Finanzierung, Existenzgründern, Seminar, Finanzierung
Jahr: 2004
Seiten: 42
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 44 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 414 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-45192-5
Textauszug (computergeneriert)
Der Businessplan als Voraussetzung zur
Finanzierung von Existenzgründern
von: Antje Walliser
Gliederung
1. EINLEITUNG 3
1.1. Definition eines Businessplans 3
1.2. Interessengruppen eines Businessplans 3
2. BEDEUTUNG DES BUSINESSPLANS IN DER PRAXIS 5
2.1. Das Scheitern des Internet-Retailers „Boo.com“ 5
2.2. Häufige Gründe für das Scheitern von Start-Ups 7
3. ERSTELLUNG PROFESSIONELLER BUSINESSPLÄNE 8
3.1. Die Problematik bei der Erstellung eines Businessplans 8
3.2. Institutionen und aktuelle Programme als Hilfestellung 8
4. ELEMENTE DES BUSINESSPLANS 10
4.1. Einleitung 10
4.2. Executive Summary (Zusammenfassung) 10
4.3. Produkt/Dienstleistung 10
4.4. Unternehmerteam 11
4.5. Markt und Marketing 12
4.6. Geschäftssystem 15
4.7. Vision/Strategie 15
4.8. Realisierungsfahrplan 16
4.9. Risiken 17
4.10. Finanzplanung 19
4.11. Anhang 21
5. DIE BEWERTUNG EINES BUSINESSPLANS 21
5.1. Besonderheiten bei der Bewertung von Existenzgründungen 21
5.2. Ziel der Investoren bei der Bewertung eines Businessplans 23
5.3. Die Bewertung während der Boomphase und heute 24
5.4. Auswahlverfahren von Businessplänen 25
5.5. Ausführliche Bewertung des Businessplans 26
5.6. Übersicht der verschiedenen Bewertungsmethoden 30
5.7. Das Discounted-Cashflow-Verfahren als meistgenutztes Verfahren 33
6. KRITISCHE BETRACHTUNG VON BUSINESSPLÄNEN UND DEREN BEWERTUNG IN DER PRAXIS 35
6.1. Prognoseproblematik 35
6.2. Unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten 36
6.3. Nichtberücksichtigung von Handlungsspielräumen 36
6.4. Menschliches Versagen 36
7. FAZIT 37
7.1. Der Businessplan 37
7.2. Bewertungsverfahren 37
8. GLOSSAR 38
9. ABBILDUNGSVERZEICHNIS 39
10. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 40
1. Einleitung
In der folgenden Ausarbeitung mit dem Thema „Der Businessplan als Voraussetzung zur Finanzierung von Existenzgründern“, werden wir die Bedeutung eines Businessplans herausstellen. Dazu werden wir über Erfahrungen aus der Praxis berichten, erläutern was einen professionellen Businessplan ausmacht, aus welchen Elementen er besteht und die wichtigsten Bewertungsmethoden der Investoren vorstellen. Im Anschluss werden wir eine kritische Betrachtung des Businessplans und dessen Bewertung vornehmen. Doch zunächst werden wir definieren, was unter einem Businessplan zu verstehen ist und die wichtigsten Interessensgruppen beschreiben.
1.1. Definition eines Businessplans
Ein Businessplan ist ein „liquiditätsorientierter Plan über Ausgaben und Einnahmen, der häufig bei einer Unternehmensgründung (Start-up) von den Geldgebern, z.B. Venture Capital-Gebern verlangt wird und den Break-Even sowie den Cashflow der Geschäftsidee ausdrücken soll. Aus dem Business Plan soll letztlich eine Unternehmensbewertung (Kennzahlenanalyse) möglich sein.“1 „Geschäftsplan, in dem Konzept, Ziele und Wege eines Unternehmens aufgeführt sind (....). Die Erstellung des Businessplans hilft dem Unternehmen, sich über die eigenen Ziele klar zu werden. Außerdem ist er Voraussetzung, um an Venture-Capital heranzukommen."2
1.2. Interessengruppen eines Businessplans
Überzeugung der Investoren vom Investment Case3
Anhand der Definitionen wird deutlich, dass eines der Hauptziele des Businessplans die Gewinnung von Investoren für die Finanzierung eines Start-Up Unternehmen ist. Potenzielle Geldgeber können entweder Fremdkapitalgeber - wie z.B. Banken, Eigenkapitalgeber - wie z.B. Business Angels, das heißt „vermögende Einzelpersonen, die Kapital zur Verfügung stellen“4 oder Venture Capital Gesellschaften sein. Venture Capital Gesellschaften sind Unternehmen, die Existenzgründer in Form einer Beteiligung Eigenkapital zur Verfügung stellen. Bei einer späteren Veräußerung der Beteiligung5 wollen Venture Capitalists „einen dem Risiko entsprechenden Gewinn erzielen“6 und engagieren sich daher meist nicht nur finanziell, sondern fungieren auch als Ratgeber und Motivatoren. Die Kapitalgeber sind zu überzeugen, dass die Geschäftsidee das Potenzial hat, „das aufgenommene Kapital zu tilgen und zu entgelten“7 und, dass die Existenzgründer über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um das volle Potenzial effektiv auszunutzen. Hierbei ist nicht nur die Darstellung von Plänen und Strategien wichtig, sondern auch die Fähigkeit des Existenzgründerteams, das Start-Up Unternehmen zum Erfolg zu führen. Ein aussagekräftiger und fundierter Businessplan sollte darauf schließen lassen, wie sich das Unternehmen am Markt behaupten wird und welche Perspektiven es gibt. Anhand dieser Informationen sollte der potenzielle Investor die Entscheidung treffen können, welches Investitionsvorhaben für ihn am vielversprechendsten erscheint. Die zur Bewertung angewendeten Verfahren werden später noch ausführlich erläutert.
Vorteile für den Existenzgründer
Obwohl der Eindruck entsteht, als wären die Investoren die Hauptinteressensgruppe, sind die Vorteile, die Existenzgründer aus dem Businessplan ziehen, nicht zu unterschätzen. Er hilft die Strategie und Vision schriftlich festzulegen „und verpflichtet somit das gesamte Management auf die gleichen Ziele“8. Die Messung des Zielerreichungsgerades kann der Existenzgründer „anhand seiner Ist-Werte vornehmen und diese mit seinen ursprünglichen Plan-Werten vergleichen“.9 Positiv ist auch, dass bei der Erarbeitung des Businessplans durch den systematischen Aufbau bisher nicht erkannte Schwachstellen ans Licht treten können. Zum Beispiel kann die Erkenntnis wachsen, dass der Zeitpunkt für die Gründung des Start-Ups noch zu früh ist. Auch gibt der fertige Plan dem Unternehmensgründer „mehr Vertrauen in die Fähigkeit, sein Unternehmen aufzubauen und zu führen“10. Der Businessplan zeigt des weiteren auf, wie viel Kapital wofür, warum und für wie lange benötigt wird und gibt einen guten Einblick in den für die langfristige Entwicklung grundlegenden Planungsprozess. Diese Aspekte sind sowohl für den Investor als auch für den Existenzgründer von großer Bedeutung.
2. Bedeutung des Businessplans in der Praxis
Die Unentbehrlichkeit eines professionellen Businessplans kann auch in der Praxis an vielen Beispielen veranschaulicht werden. So ist bei Existenzgründungen die extrem niedrige Anzahl von Konzepten, die realisiert werden und darüber hinaus selbst im Nachhinein als Erfolg bewertet werden können besonders auffällig11. Einige Ausnahmen, die inzwischen wohl den meisten geläufig sein dürften, sind Firmen wie „Amazon.com“ oder „E-bay“. Aber wie bereits angedeutet sind dies Einzelfälle und das andere Extrem, nämlich Insolvenzen, sind ein weitaus häufiger anzutreffendes Phänomen. Um auch die Schattenseiten und Schwierigkeiten einer Existenzgründung deutlich zu machen und die Wichtigkeit eines Businessplans herauszustellen, werden wir daher im Folgenden auf ein Parade-Negativ- Beispiel und dessen Gründe für die Insolvenz näher eingehen.
2.1. Das Scheitern des Internet-Retailers „Boo.com“
[...]
1 Vgl. Schneck, O. 2003: S. 184
2 Vgl. Wörterbuch der New Economy 2001: http://www.xipolis.net/f6cbf35aa2b61784505b3b09b11b871a/suche/trefferliste.php
3 Vgl. Burger, C. 2002: S. 46
4 Vgl. Heucher M. et al 2002: S. 250
5 „going public“
6 Vgl. Heucher M. et al 2002: S. 12
7 Vgl. Kussmaul H. 2003: S. 576
8 Vgl. Burger C. 2002: S. 46
9 Vgl. Klocke P. 2002: S. 34
10 Vgl. Kussmaul H. 2003: S. 574
11 Vgl. Hommel, U. /Knecht, T.C. 2002: S. 105
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