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Zusammenfassung des Freudschen Aufsatzes "Das Unbehagen in der Kultur"

Termpaper, 2003, 18 Pages
Author: Lena Langensiepen
Subject: Psychology - Social Psychology

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 18
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 1  Entries
Language: German
Archive No.: V48633
ISBN (E-book): 978-3-638-45292-2

File size: 154 KB


Excerpt (computer-generated)

Zusammenfassung des Freudschen Aufsatzes
"Das Unbehagen in der Kultur"

von: Lena Langensiepen

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung Seite 3

2. Hauptteil: Zusammenfassung Seite 3

I. Kapitel Seite 3
II. Kapitel Seite 4
III. Kapitel Seite 6
IV. Kapitel Seite 9
V. Kapitel Seite 10
VI. Kapitel Seite 12
VII. Kapitel Seite 13
VIII. Kapitel Seite 15

Literaturverzeichnis Seite 18




 

1. Einleitung

Freuds soziologisches Werk „Das Unbehagen in der Kultur“ beinhaltet acht Kapitel, wobei das erste einige Zeit vor den übrigen Teilen in der Zeitschrift „Psychoanalytische Bewegung“ (1929) veröffentlicht und das fünfte Kapitel als selbständiger Artikel in dieser Zeitschrift im Jahr 1930 abgedruckt wurde. Das komplette Manuskript erschien Ende des Jahres 1929 (Datum des Titelblattes: 1930).

2. Hauptteil: Zusammenfassung

I. Kapitel

Den Anstoß für das in diesem Kapitel behandelte Thema gibt die Kritik des Freundes Romain Rolland an Freuds Schrift „Die Zukunft einer Illusion“, in der Rolland die ursprüngliche Quelle der Religiosität nicht gewürdigt sah, die er als fortdauerndes, bei Millionen Menschen vorauszusetzendes Gefühl von etwas Grenzenlosem, gleichsam „Ozeanischem“ beschreibt. Freud selbst ist dieses Gefühl der unauflösbaren Verbundenheit mit dem Ganzen der Außenwelt fremd. Um es dennoch zu erklären, versucht er mit Hilfe der Psychoanalyse den genetischen Ursprung dafür zu finden, indem er von der vermeintlich selbständigen, von allem gut abgegrenzten Instanz des Ichs ausgeht. Das Gefühl unseres Selbst scheint uns gesichert, allerdings zeigt die Psychoanalyse, dass die Grenzen des Ichs zum einen nach innen in das unbewusste Es übergehen; zum anderen sind auch die äußeren Grenzlinien schwankend, was aus der Verliebtheit, d.h. dem Wunsch des Ichs nach Einssein mit dem Objekt, sowie aus der Pathologie, in der Zustände beobachtbar sind, in denen die Grenzen zwischen dem Ich und der Außenwelt falsch gezogen werden, hervorgeht. Das Ichgefühl unterliegt also auch Störungen, die Ichgrenzen sind nicht konstant.

Da Freud das Ichgefühl des Erwachsenen nicht als von Anfang an gegeben annimmt, konstruiert er dessen Entwicklung anhand des Säuglings, der noch nicht zwischen seinem Ich und den Objekten der Außenwelt als Reizquellen unterscheidet. Diese Sonderung lernt er aber erstens vor allem durch die Entziehung der begehrten Mutterbrust, die sich als nur zeit- weise vorhandenes Objekt von außen dem Ich entgegenstellt. Zweitens tragen die vielfältigen, unvermeidlichen Unlustempfindungen zur Loslösung des Ichs von einem Außen bei, die den Säugling zum Aufheben des Lustprinzips zwingen. Die Unmöglichkeit der Aufrechterhaltung eines reinen Lust-Ichs, von dem er alle Unlustquellen absondert, wird dem Säugling aufgrund von Erfahrungen deutlich. Quellen der Lust können äußere Objekte sein genau- so wie Quellen der Unlust sich unabtrennbar vom Ich erweisen. Er lernt, Innerliches und Äußerliches durch Einsetzen des Realitätsprinzips voneinander zu unterscheiden. Da also das ursprüngliche Ich alles enthält und später eine Außenwelt von sich absondert, ist unser heutiges Ichgefühl nur der kleine Rest eines allumfassenden Gefühls der Verbundenheit des Ichs mit der Umwelt. Das primäre Ichgefühl ist also das „Ozeanische“, das im Seelenleben vieler Menschen neben dem heutigen Ichgefühl erhalten geblieben ist. Daran anknüpfend fragt Freud nach dem Recht zur Annahme des Überlebens des Ursprünglichen neben dem Späteren, das sich aus ihm entwickelt hat.

Dazu sucht er nach geeigneten Beispielen für Analogien in der Entwicklung der höheren aus den niedrigen Tierarten, wobei allerdings die Zwischenglieder ausgestorben sind. Des weiteren führt er die historische bauliche Wandlung der Stadt Rom an, um aber zu dem Ergebnis zu kommen, dass die letzte Bauphase nicht neben allen früheren fortbestehen kann. Als letztes wendet sich Freud dem tierischen und menschlichen Leib zu, bei dem sich aber die Erhaltung von früheren Phasen ebenso als unmöglich herausstellt, z.B. lässt sich der Embryo im Erwachsenen nicht nachweisen. Er findet also keine anschauliche Darstellung, die dem Phänomen der Erhaltung im Psychischen gerecht wird. Diese Erhaltung ist Folge einer Entwicklungsspaltung der Triebregungen, ist nur im Seelischen möglich und gründet das ozeanische Gefühl. Doch nun ergibt sich die Frage nach dem Anspruch dieses Gefühls, als die Quelle der religiösen Bedürfnisse angesehen zu werden. Da ein Gefühl nur dann eine Energiequelle sein kann, wenn es selbst ein starkes Bedürfnis ausdrückt, verliert das „Ozeanische“ seinen Anspruch. Als Grundlage für die Religiosität nennt Freud das Gefühl der infantilen Hilflosigkeit und die daraus erwachsene Vatersehnsucht. Das ozeanische Gefühl könnte später in Beziehung zur Religion gekommen sein, da sein Vorstellungsinhalt des Verbundenseins mit dem All einer religiösen Tröstung gleichkommt. Zum Abschluss des Kapitels erwähnt Freud einen Bekannten, der auf diese uralten, längst überlagerten Zustände des Seelenlebens mit Hilfe von Yogapraktiken regredieren kann.

II. Kapitel

[...]


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