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Intermediate Diploma Thesis, 2000, 27 Pages
Author: Mag.a (FH) der sozialwiss. Berufe Cornelia Luef
Subject: Pedagogy - Nursery Pedagogy
Details
Tags: Bewegungsbaustelle, Förderung, Bewegung
Year: 2000
Pages: 27
Grade: sehr gut
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-45298-4
File size: 231 KB
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Excerpt (computer-generated)
Bewegungsbaustelle –
ganzheitliche Förderung durch Bewegung
von: Cornelia Luef
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 1
Einleitung 1-2
Hauptteil 2-23
1. Was ist eigentlich eine Bewegungsbaustelle? 4
1.1 Entwicklung und Unterscheidung (verschiedene Arten) 4
1.2 Grundlagen 5
1.3 Was ist zu beachten 6
1.4 Räumliche Einrichtung 8
2. Warum brauchen Kinder Bewegung(sbaustellen)? 10
2.1 Das Wahrnehmungshaus von Ute Junge 10
2.2 Entwicklung durch Bewegung 13
2.3 Kreative, eigenständige Bewegungserfahrung 14
2.4 Soziale Kontakte durch Bewegung 15
3. Wie entsteht eine Bewegungsbaustelle? 17
3.1 Anreize für Kinder 17
3.2 Materialien 18
3.3 Regeln zum Schutz der Kinder 19
3.4 Methodischer Aufbau 21
4.Was muß der Erwachsene beachten? 22
4.1. Hinweise für den Erzieher 22
4.2. Elternarbeit 23
5. Praktische Beispiele 24
5.1 Beispiele aus der Literatur 25
5.2 Persönliche Erfahrungen zum Thema 25
5.2.1. Die Schachtel- Bewegungsbaustelle 26
5.2.2. Elternabend zum Thema freie Bewegungserziehung 26
Nachwort 27
Anhang 28
Literaturverzeichnis 27
Vorwort
Im Laufe meiner Praxis im Kindergarten fielen mir immer wieder Folgen von Bewegungsarmut, wie Reaktonsschwierigkeiten, mangelnde Konzentration Koordinationsstörungen und Aggressionen auf. Im Gespräch mit meiner betreuenden Kindergartenpädagogin erfuhr ich, dass bereits bei einem Drittel aller Schulanfänger Haltungsschwächen festzustellen sind. Ich begann mich für die Vorbeugung dieser Schäden und die Möglichkeiten der Förderung zu interessieren. Besonders die freie Bewegungserziehung stand im Mittelpunkt meines Interesses, da die Förderung der Selbstständigkeit und der partnerschaftliche Umgang mit den Kindern sehr meinem Erziehungsstil entspricht. Meine Kindergartenpädagoginnen, die mich in der 4. Und 5. Klasse betreuten unterstützten mich sehr mein Fachwissen zu erweitern und meine Ideen verwirklichen zu können. Ich möchte mich dafür also bei Frau Rita Haslehner und Frau Daniela Gruber recht herzlich bedanken. Weiters möchte ich in diesem Zusammenhang meine betreuende Fachlehrerin Frau El-Abiad erwähnen. Ich möchte mit dieser Arbeit zeigen, wie wichtig es ist, neben geführten Bewegungsangeboten, den Kindern viel Freiraum zu geben, damit sie ihren Körper und ihre Möglichkeiten selbst erforschen können. Ich hoffe dass ich, auch Außenstehenden, einen Einblick geben kann, was Kinder durch offene Bewegungsangebote erlernen können.
Einleitung
„Die keimhaft im Kinde liegenden Anlagen, der Tätigkeits- und Bewegungstrieb, sollen sich unter der Obhut des Erziehers entfalten, wie die Pflanzen unter der Pflege des Gärtners.“ ( Friedrich Fröbel) Bewegung und Bewegungserziehung nehmen einen immer wichtigeren Platz im pädagogischen Konzept von Kindertagseinrichtungen ein. Zunehmend setzt sich die Einsicht durch, dass in einer Welt ständig wachsender Bewegungseinschränkungen, Möglichkeiten geschaffen werden müssen, um Kindern Raum und Gelegenheit für eine ganzheitliche Entwicklung, die auch Erfahrungen mit dem Körper und allen Sinnen miteinbezieht. Bewegungsmöglichkeiten sollen so gestaltet werden, dass sie zu einem Bestandteil des Tagesablaufes im Kindertagseinrichtung werden. Dies kann schon im Kindergarten beginnen. Kinder sollten jederzeit ihrem Bedürfnis nach Bewegung nachkommen können, der Bewegungsraum sollte immer offenstehen. Schließlich können Kinder auch jederzeit ihrem Verlangen nach Spiel nachgehen, warum nicht auch nach Bewegung? Es gibt jedoch Möglichkeiten Kindern die Chance zu geben, selbständig ihre Bewegungsumwelt zu gestalten- die Bewegungsbaustelle. Dieser Grundidee von Klaus Miedzinski könnte man mit Fröbels Baukastenidee zur Förderung der Feinmotorik vergleichen. Die Bewegungsbaustelle stellt den Gegensatz dar und fördert eher die grobmotorische Entwicklung. Sie stellt jedoch eine Herausforderung für den Erzieher dar, für den sich neue Perspektiven der Bewegungserziehung eröffnen.
Offene Bewegungsangebote berücksichtigen den immer vorhandenen und nicht einschränkbaren Bewegungsdrang der Kinder. Es ist wichtig den Kindern freie Bewegungsgelegenheiten zur Verfügung zu stellen. Ein wichtiger Begriff der mit offenen Bewegungsangeboten in Verbindung steht ist die Psychomotorik. Sie meint die enge Verbindung von körperlich-motorischem mit geistig seelischem und ist auf ganzheitliche Förderung des Kindes ausgerichtet. In der Psychomotorik werden psychische und motorische Vorgänge als funktionelle Einheit gesehen. Diese wissenschaftlich belegte Grundannahme führt zu einer speziellen Sicht von menschlicher Entwicklung, die von der Annahme ausgeht, dass Entwicklungsförderung durch Pädagogen möglich ist. So wird beispielsweise Bewegung als elementares Medium natürlicher bzw. geförderter Entwicklungsprozesse angesehen. Das Kind soll zum Selbständigem Handeln angeregt werden, womit natürlich auch die Persönlichkeit gefördert wird. Eigenständige Erfahrungen werden gemacht, die natürlich zu einem positiven Zutrauen zu sich selbst beitragen. Der Name Psychomotorik steht auch für Betonung des spielerischen Elements innerhalb der Bewegungsförderung. Psychomotorische Angebote haben ein selbstständiges Auseinandersetzen zum Ziel, was für den Erzieher heißt sich so wenig wie möglich einzumischen. Ideen der Kinder sind wichtiger als die des Erziehers. Und mit zunehmender Bewegungssicherheit werden die Kinder auch unabhängiger vom Erwachsenen. Methoden des Anregens und Betreuens sollten also wichtiger sein als Lenken, Belehren und Nachahmen. Ganz im Sinne der Bewegungsbaustelle würde ich sagen.
1. Was ist eigentlich eine Bewegungsbaustelle?
Die Bewegungsbaustelle will Anregungen aus der Umwelt und der Natur aufgreifen und Kindern die Möglichkeit geben, sich mit diesen ursprünglichen Materialien eine Erlebniswelt zu schaffen, in der sie sich nach eigenem Rhythmus und eigenen Ideen bewegen und entwickeln können.
1.1. Entwicklung und Unterscheidung
Die Grundidee der Bewegungsbaustelle stammt von dem Sportpädagogen Klaus Miedzinski. Vor mehr als 15 Jahren brachte er seine Idee an Schulen, Kindergärten, Vereine heran. Im Rahmen eines Projektes zur „Förderung von Spiel und Bewegung“ entstand die Bewegungsbaustelle . Die Ursprünge der Bewegungsbaustelle findet man in Braunschweig. Dort entwickelte er in einer Kindertagesstätte gemeinsam mit der Leiterin die Bewegungsbaustelle. Für Kinder zwischen 2 und 3 Jahren wurden passende Bewegungsbereiche gestaltet. Den älteren Kindern stand eine gemeinsame Bewegungsbaustelle zur Verfügung. Nicht schwer zu erraten ist, dass die „Aktion“ bei den Kindern unheimlich gut ankam. Denn nicht umsonst hat sich die Bewegungsbaustelle in vielen Kinderbetreuungsstätten durchgesetzt und auch weiterentwickelt. Denn es haben sich auch andere Arten aus der Bewegungsbaustelle herausgebildet. Die Bewegungsbaustelle wird eher mit ursprünglichen Materialien, das heißt mit Naturmaterialien aufgebaut. Sie ist ein Versuch Anregungen aus der Natur in die Bewegungserziehung einfließen zu lassen. Die Kinder schaffen sich ihre Bewegungsanlässe selbst.
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