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Autor: Stephanie Meyer
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre
Details
Tags: Ergebnisse, Weltklimakonferenzen, Janeiro
Jahr: 2005
Seiten: 21
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 16 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 226 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-45332-5
ISBN (Buch): 978-3-638-85504-4
Zusammenfassung / Abstract
Seit Beginn der Industrialisierung haben menschliche Aktivitäten die Umwelt stark verändert. Hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl, Kohle und Gas, bei der unvermeidbar Kohlendioxid freigesetzt wird, stieg die Treibhauskonzentration in der Atmosphäre an. Ein weiterer Grund für die hohe atmosphärische Kohlendioxidkonzentration ist die immer stärkere Entwaldung des Planeten, so dass die verbleibenden Pflanzen das Treibhausgas nur noch unzureichend absorbieren. Als Konsequenz ist die CO²-Konzentration seit 1750 bis heute um ca. 31 % gestiegen, so dass die globale Mitteltemperatur im vergangenen Jahrhundert um 0,6 Grad Celsius zugenommen hat. Diese Erwärmung begründet sich im Treibhauseffekt. Dieser Effekt bedeutet nach Utsch (1994, S. 6 f.), dass einige der Gase, die sich in der Atmosphäre befinden, einen Teil der Wärmeabstrahlung der Erde wieder reflektieren, also zur Erde zurücksenden und somit für eine Erwärmung der erdnahen Luftschicht sorgen. Nach Stand der Klimaforschung ist davon auszugehen, dass ohne Klimaschutzmaßnahmen die natürliche und menschliche Lebenswelt ganz erheblich beeinträchtigt wird. Anstieg des Meeresspiegels, Abschmelzen der Polarkappen, Änderungen der Standortbedingungen für Pflanzen, Störung der allgemeinen atmosphärischen Zirkulation und Desertifikation sind einige mögliche Szenarien des Klimawandels. In der vorliegenden Arbeit werde ich zum Verständnis der Entwicklung auch kurz auf die Geschehnisse vor der Weltklimakonferenz in Rio de Janeiro eingehen. Im Anschluss stelle ich dann die einzelnen Vertragsstaatenkonferenzen mit ihren jeweiligen Ergebnissen vor und bewerte die Resultate der wichtigsten Beschlüsse kritisch. Verdeutlichen möchte ich weiterhin die verschiedenen Akteure und Interessen in der internationalen Klimapolitik und auch die ökonomische Betrachtungsweise nicht außer Acht lassen.
Textauszug (computergeneriert)
Universität Hamburg
Seminar zur Volkswirtschaftslehre:
„Energieerzeugung und internationale Klimaschutzpolitik”
Semester: 6
Die Ergebnisse der Weltklimakonferenzen seit Rio de Janeiro
von: Stephanie Meyer
Gliederung
1. Einleitung 1
2. Konferenzen und Beschlüsse vor Rio de Janeiro 1992 2
3. Die Weltklimakonferenz in Rio de Janeiro 1992 3
3.1. Die Rio-Deklaration 3
3.2. Die Agenda 21 3
3.3. Die Klimarahmenkonventionen 4
4. Die Vertragsstaatenkonferenzen als Weiterentwicklung der Klimarahmenkonvention 6
4.1. Berlin und Genf 6
4.2. Kyoto 6
4.2.1. Zentrale Elemente des Kyoto-Protokolls 7
4.2.2. Die verschiedenen Interessengruppen bei der Entwicklung des Kyoto-Protokolls 9
4.3. Die Konferenzen seit Kyoto bis heute 9
4.4. Die Schwächen des Kyoto-Protokolls 15
5. Kosten des Klimaschutzes und Kosten des Nichthandelns 16
6. Schlussbetrachtung und Ausblick 16
Literaturverzeichnis
„Klimaschutz gehört zu den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Wir
stehen vor der Aufgabe, kommenden Generationen eine intakte Umwelt, nutzbare
Ressourcen und ein stabiles Klima zu hinterlassen. Mit Kreativität, technologischen
Innovationen und dem Mut, unsere bestehenden Wirtschafts - und Lebensweisen
grundlegend zu verändern, ist die Herausforderung zu meistern.“1
1. Einleitung
Seit Beginn der Industrialisierung haben menschliche Aktivitäten die Umwelt stark verändert. Hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl, Kohle und Gas, bei der unvermeidbar Kohlendioxid freigesetzt wird, stieg die Treibhauskonzentration in der Atmosphäre an. Ein weiterer Grund für die hohe atmosphärische Kohlendioxidkonzentration ist die immer stärkere Entwaldung des Planeten, so dass die verbleibenden Pflanzen das Treibhausgas nur noch unzureichend absorbieren. Als Konsequenz ist die CO²-Konzentration seit 1750 bis heute um ca. 31 % gestiegen, so dass die globale Mitteltemperatur im vergangenen Jahrhundert um 0,6 Grad Celsius zugenommen hat. Diese Erwärmung begründet sich im Treibhauseffekt. Dieser Effekt bedeutet nach Utsch (1994, S. 6 f.), dass einige der Gase, die sich in der Atmosphäre befinden, einen Teil der Wärmeabstrahlung der Erde wieder reflektieren, also zur Erde zurücksenden und somit für eine Erwärmung der erdnahen Luftschicht sorgen. Nach Stand der Klimaforschung ist davon auszugehen, dass ohne Klimaschutzmaßnahmen die natürliche und menschliche Lebenswelt ganz erheblich beeinträchtigt wird. Anstieg des Meeresspiegels, Abschmelzen der Polarkappen, Änderungen der Standortbedingungen für Pflanzen, Störung der allgemeinen atmosphärischen Zirkulation und Desertifikation2 sind einige mögliche Szenarien des Klimawandels.
Gemäß Mathwig-Sauer (2003, S. 4) ist die Gewissheit der Endlichkeitsfalle3, d.h. die Unmöglichkeit eines ständigen Wachstums aller ökonomischen Parameter in dem endlichen System „Erde“ unstrittig, wenngleich die verschiedenen Akteure unserer Gesellschaft je nach Interessenlage sehr unterschiedliche Argumente bezüglich der Zukunft unseres Planeten vorbringen. All diese Darlegungen machen den globalen Handlungsbedarf hinsichtlich des internationalen Klimaschutzes mehr als deutlich. Maßnahmen, die den dargestellten Entwicklungen entgegensteuern, werden allgemein unter dem Begriff „Klimaschutz“ zusammengefasst. In der vorliegenden Arbeit werde ich zum Verständnis der Entwicklung auch kurz auf die Geschehnisse vor der Weltklimakonferenz in Rio de Janeiro eingehen. Im Anschluss stelle ich dann die einzelnen Vertragsstaatenkonferenzen mit ihren jeweiligen Ergebnissen vor und bewerte die Resultate der wichtigsten Beschlüsse kritisch. Verdeutlichen möchte ich weiterhin die verschiedenen Akteure und Interessen in der internationalen Klimapolitik und auch die ökonomische Betrachtungsweise nicht außer Acht lassen.
2. Konferenzen und Beschlüsse vor Rio de Janeiro 1992
Die erste UN-Weltklimakonferenz „Mensch und Umwelt“ fand bereits 1972 in Stockholm statt. Die etwa 110 partizipierenden Staaten befassten sich jedoch nicht nur mit dem Thema Klima, sondern vielmehr mit generellen Themen bezüglich Boden-, Wasser- und Luftverschmutzung. Zwar wurden auf dieser Zusammenkunft keine konkreten Maßnahmen zum Umweltschutz beschlossen, doch sie bewirkte nach Kopfmüller (1993, S.1), dass in vielen Ländern eigenständige Umweltministerien und der bewusstere Blick in bezug auf unsere Umwelt ins Leben gerufen wurde. Auf internationaler Ebene wurde das United Nations Environmental Programme (UNEP) gegründet, welches globale, regionale und nationale Umweltdaten sammeln und bewerten soll.
Eine Weltklimakonferenz fand 1979 in Genf statt. Wissenschaftler machten dort bereits auf die Veränderung des Klimas aufgrund von menschlichen Aktivitäten aufmerksam und forderten konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz (Krause, 1992). Im Jahr 1983 wurde dann von den Vereinten Nationen die World Commission on Environment and Development gegründet, die 1987 den Bericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ vorlegte. In diesem Report wurden erstmals nachhaltige Entwicklung und globale Strategien zur Bekämpfung des Treibhauseffektes gefordert. 1988 wurde dann das Intergovernmental Penal on Climate Change (IPCC) von den Vereinten Nationen mit dem Auftrag gegründet, einen Bericht über Wissensstand zu Ursachen und möglichen Auswirkungen einer globalen Klimaveränderung und geeigneten Gegenmaßnahmen zu erstellen. Das IPCC hat seit seiner Gründung umfassende Berichte, sogenannte „Assessment Reports“, sowie zahlreiche Berichte zu Spezialthemen wie Abschätzung von Treibhausgasemissionen oder Studien über Klimaauswirkungen veröffentlicht. Der erste Bericht wurde im September 1990 publiziert. Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen lautete bereits damals: „Wir sind sicher, dass Emissionen von menschlichen Aktivitäten die Treibhausgaskonzentrationen wesentlich erhöhen und dass dies zu einer Verstärkung des Treibhauseffektes und zu globaler Erwärmung führen wird“.
3. Die Weltklimakonferenz in Rio de Janeiro 1992
[...]
1 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.) (2005): Das Kioto-Protokoll. Ein Meilenstein für den Schutz des Weltklimas. Berlin, S.15.
2 Bildung und Ausweitung von Wüsten
3 “Endlichkeitsfalle” ist ein inzwischen tradierter Begriff in der Literatur der Umweltforschung.
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