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Autor: Christoph Kohlhöfer
Fach: Amerikanistik - Anderes
Details
Tags: Star, Wars, Zwei, Gesellschaftsformen, Ende, Thematisierung, Komplexe
Jahr: 2000
Seiten: 15
Note: 1,8
Literaturverzeichnis: ~ 17 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 229 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-45405-6
ISBN (Buch): 978-3-638-76433-9
Zusammenfassung / Abstract
Als George Lucas` Film Star Wars 1977 in den USA in die Kinos kam, lief er nur in gerade mal 32 Kinos an, da man nicht mit einem großen Erfolg gerechnet hatte. Innerhalb einer Woche belief sich das Einspielergebnis von Star Wars auf 3 Millionen Dollar, und das trotz dieser geringen Anzahl der Kinos. Die Verleihfirma 20th Century Fox ließ daraufhin weitere Kopien anfertigen und belieferte damit so viele Kinos wie nur möglich war. Die Popularität des ersten Films ist auch 30 Jahre nach Erscheinen ungebrochen. Dabei ist sie kein ausschließliches Produkt einer bis dato unvergleichbaren Merchandising–Kampagne, sondern ist bereits in der Struktur des Films angelegt. Die vorliegende Arbeit beschränkt sich auf einen einzigen Aspekt der Narrationsform, nämlich der Darstellung der beiden Gesellschaften, die in Star Wars aufeinandertreffen. Die Darstellungsart dieser beiden Gruppen ist zum einen eine Folge der Übernahme der mythologischen Narration, beinhaltet jedoch auch eine Reihe anderer Querverweise. Die Arbeit macht deutlich inwiefern Star Wars, besonders durch die Form des Dargestellten, eine Veränderung in dem Science Fiction-Film der siebziger Jahre darstellte.
Textauszug (computergeneriert)
Star Wars - Zwei Gesellschaftsformen und das Ende der
Thematisierung gesellschaftlicher Komplexe
von: Christoph Kohlhöfer
Wintersemester 1999 / 2000
Inhaltsverzeichnis
eins. Einleitung Seite 1
zwei. Der Science Fiction – Film der siebziger Jahre Seite 3
drei. Der Kampf zweier Gesellschaften Seite 6
a) Die Darstellungen der Gesellschaftsformen Seite 6
b) Die Musik Seite 9
vier. Fazit Seite 11
fünf. Literaturverzeichnis Seite 12
eins. EINLEITUNG
Als George Lucas` Film Star Wars 1977 in den USA in die Kinos kam, lief er nur in gerade mal 32 Kinos an, da man nicht mit einem großen Erfolg gerechnet hatte. Innerhalb einer Woche belief sich das Einspielergebnis von Star Wars auf 3 Millionen Dollar, und das trotz dieser geringen Anzahl der Kinos. Daraufhin ließ die Verleihfirma 20th Century Fox weitere Kopien anfertigen und belieferte damit so viele Kinos wie nur möglich war. Die Folge war, daß Star Wars so schnell wie kein anderer Film zuvor die 100-Millionen-Dollar-Grenze erreichte und letztlich der erfolgreichste Film aller Zeiten wurde. (vgl. Adams 1997: 48) /1/ Schließlich folgten die beiden Teile The Empire Strikes Back (1980) und Return of the Jedi (1983). Zusammen bilden diese drei Teile eine in sich abgeschlossene Trilogie. Berücksichtigt man die Einspielergebnisse der Special Edition von 1997, in welcher einige überarbeitete Sequenzen präsentiert werden, und die gesamten Einnahmen durch Merchandising-Produkte, so dürfte Star Wars die Position des erfolgreichsten Films aller Zeiten auch heute noch inne haben. 1999 kam ein neuer Teil der Star Wars – Saga in die Kinos. Episode 1: The Phantom Menace soll der erste Teil einer weiteren Trilogie sein, die noch vor der Handlung der älteren Trilogie spielen soll.
Der immense Erfolg des ersten Films von 1977 führte letztlich dazu, daß Star Wars mehr ein soziales Phänomen wurde als ein bloßer Film. (vgl. Video: Making of Star Wars 1977) /14/ Ende November 1999 initiierte die englische BBC eine Umfrage zur Ermittlung des in der Zuschauergunst „besten Films aller Zeiten“ (Wahrscheinlich aus Gründen des auslaufenden Jahrhunderts oder Jahrtausends, um dieser Umfrage einen besonderen geschichtlichen Wert zu verleihen). 25 000 Personen wurden per E-Mail oder per Telefon nach ihrem Lieblingsfilm interviewt. Das Resultat dieser Umfrage war, daß Star Wars zum „besten Film aller Zeiten“ gewählt wurde. Platz zwei erreichte Ridley Scotts Blade Runner, Platz drei ging an Casablanca. Alien schaffte es auf den vierten Platz. Die Top Five schloß dann mit Star Wars – Episode 1: The Phantom Menace. (vgl. 15 Uhr aktuell 1999: 14) /13/ Wie man auch immer diese Umfrage bewerten möchte, zweifelsohne zeigt sie, daß der Film Star Wars auch 22 Jahre nach seiner Entstehung nichts von seiner Popularität eingebüßt hat. Diese Popularität stellt kein ausschließliches Produkt einer extremen Merchandising – Kampagne dar, sondern sie ist bereits in der Struktur des Films angelegt. Die narrative Struktur von Star Wars beruht auf der althergebrachten mythologischen Erzählstruktur. Mythenforscher Joseph Campbell definierte diese Struktur 1949 folgendermaßen: „Der Heros verläßt die Welt des gemeinen Tages und sucht einen Bereich übernatürlicher Wunder auf, besteht dort fabelartige Mächte und erringt einen entscheidenden Sieg, dann kehrt er mit der Kraft, seine Mitmenschen mit Segnungen zu versehen, von seiner geheimniserfüllten Fahrt zurück.“ (vgl. Wessely 1997: 53) /12/ (Eine genaue Analyse der Mythologie erfolgt in Campbells Veröffentlichung von 1949 Der Heros in tausend Gestalten)
Die Verwendung der Mythologie und deren Erscheinungsformen in Star Wars soll allerdings nicht Gegenstand dieser schriftlichen Arbeit sein. Vielmehr beschränke ich mich auf einen einzigen Aspekt der Narrationsform, nämlich der Darstellung der beiden Gesellschaften, die in Star Wars aufeinandertreffen. Die Darstellungsart dieser beiden Gruppen ist zwar sicherlich eine Folge der Übernahme der mythologischen Narration, beinhaltet jedoch auch eine Reihe anderer Querverweise. Inwiefern Star Wars, besonders durch die Form des Dargestellten, eine Veränderung in dem Science Fiction-Film der siebziger Jahre darstellte, soll hier deutlich gemacht werden. Dazu folgendes Zitat von George Lucas aus dem Jahre 1977: „Science-Fiction ist in Ordnung, aber sie hat sich so intensiv mit der Wissenschaft befaßt, daß sie das Gefühl für Abenteuer verloren hat.“ (vgl. Adams 1997: 51) /1/ Notwendig ist daher zunächst eine kurze Beschreibung des Science Fiction-Films der siebziger Jahre.
zwei. DER SCIENCE FICTION-FILM DER SIEBZIGER JAHRE
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