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Autor: Marc-André Kaufhold
Fach: Geschichte - Deutsches Kaiserreich, Imperialismus
Details
Institution/Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut f. Neuere Geschichte)
Tags: Bismarck, Reichsgründung, Frankreichpolitik
Jahr: 1999
Seiten: 23
Note: 2
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 104 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12986-2
Als Protagonisten im Hinblick auf die deutsche Stellung in Mitteleuropa wurden Frankreich und Preußen angesehen. Preußens außenpolitische Ziele waren langfristig-dynamisch ausgelegt und zielten auf eine Veränderung des status quo in Deutschland ab. Frankreich befand sich in einer halbhegemonialen Stellung im nicht-russischen- Kontinentaleuropa und galt als Protektor eines nationalstaatlichen Europas. Durch den Hegemonieanspruch Frankreichs und dem Hegemoniestreben Preußens wurde das politische Verhältnis der beiden Staaten stark belastet. Seit dem Bruderkrieg 1866 gab es immer wieder Konflikte, die verdeutlichten, dass eine militärische Auseinandersetzung unausweichlich wurde. Bismarcks Frankreichpolitik in den Jahren 1866 bis 1871 unter besonderer Berücksichtigung des Immediatberichtes vom 28.11.1870: Entscheidung durch Beschießung von Paris politisch nötig (Konzept Abeken). Referats-Übersicht ist inklusive! 223 KB
Textauszug (computergeneriert)
Westfälische-Wilhelms-Universität Münster
Institut für Neuere Geschichte
Wintersemester 1997/ 98
„Die Reichsgründung 1871“
Bismarcks Frankreichpolitik in den Jahren 1866 bis 1871
unter besonderer Berücksichtigung des Immediatberichtes
vom 28.11.1870: Entscheidung durch Beschießung von
Paris politisch nötig (Konzept Abeken).
Marc - André Kaufhold
Abgabetermin 11.02.19
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 1
2. Zusammenfassung des Immediatberichtes ... 2
3. Die Vorgeschichte. ... 3
3.1 Der Deutsch-Österreichische Bruderkrieg und die Haltung Frankreichs ... 4
3.2 Der Weg in den Deutsch-Französischen Krieg. ... 6
3.3 Der Deutsch-Französische Krieg ... 8
4. Die Notwendigkeit der Beschießung der Pariser Forts. ... 9
4.1 Die Haltung Englands und Russlands ... 9
4.2 Die Auswirkungen auf Frankreich. ... 11
4.3 Der Konflikt mit dem preußischen Generalstab und die öffentliche
Meinung in Deutschland. ... 12
5. Schlussteil: Leitete der Reichsgründer mit der Annexion
Elsass- Lothringens gleichzeitig den Untergang des Kaiserreiches ein? ... 14
6. Quellen- und Literaturverzeichnis ... 17
7. Anhang: Referatsthesenpaper zu Bismarcks Frankreichpolitik in
den Jahren 1866-1971 ... 19
1. Einleitung
Als Protagonisten im Hinblick auf die deutsche Stellung in Mitteleuropa wurden Frankreich und Preußen angesehen. Preußens außenpolitische Ziele waren langfristig- dynamisch ausgelegt und zielten auf eine Veränderung des „status quo“ in Deutschland ab. Frankreich befand sich in einer halbhegemonialen Stellung im nicht-russischen- Kontinentaleuropa und galt als Protektor eines nationalstaatlichen Europas. Durch den Hegemonieanspruch Frankreichs und dem Hegemoniestreben Preußens wurde das politische Verhältnis der beiden Staaten stark belastet. Seit dem Bruderkrieg 1866 gab es immer wieder Konflikte, die verdeutlichten, dass eine militärische Auseinandersetzung unausweichlich wurde. Bei dieser Untersuchung steht der Immediatbericht „Entscheidung durch Beschießung von Paris politisch nötig (Konzept Abeken)“ vom 28.11.1870 im Vordergrund. Anhand dieser Quelle soll geklärt werden, welche lang-, mittel- und kurzfristigen Ziele Bismarcks Außenpolitik, im Hinblick auf die Haltung der anderen Großmächte während des deutsch- französischen Krieges verfolgte und welche innenpolitischen Konflikte dabei auftraten. Diesbezüglich soll zunächst auf die politische Situation vor dem 28. November 1870 eingegangen werden, um zu verdeutlichen, in welcher Position sich Preußen befand und wie das Verhältnis gegenüber Frankreich seit dem Bruderkrieg 1866 war. Anschließend wird auf die Quelle Bezug genommen, die Bismarcks Haltung gegenüber der Beschießung Paris und der Gefahr der Intervention anderer Großmächte darstellt. Auf den innenpolitischen Konflikt Bismarcks mit dem Generalstab und auf die öffentliche Meinung in Preußen- Deutschland werde ich kurz in den letzten Ausführungen des Hauptteils eingehen. Im Schlussteil werde ich das Problem der Friedensfrage, die daraus resultierenden Folgen und einen kurzen Ausblick auf das weitere Verhältnis Frankreichs zum Deutschen Kaiserreich kritisch darstellen. Dabei stellt sich die Frage, ob eine langfristige Feindschaft zu Frankreich unumgänglich war, oder ob durch einen milden Frieden das Verhältnis hätte geschont werden können. Waren die Annexionen so wichtig, dass man eine Erbfeindschaft zu Frankreich riskieren musste und leitete der Reichsgründer damit schon den Zerfall des Deutschen Kaiserreiches ein?
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