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Swap-Arten und der Einsatz von Swaps zur Risikosteuerung im Kreditgeschäft

Scholary Paper (Seminar), 2005, 20 Pages
Author: Johannes Jansen
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 20
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V48980
ISBN (E-book): 978-3-638-45539-8
ISBN (Book): 978-3-638-76437-7
File size: 325 KB

Abstract

Die Veränderung der ökonomischen Rahmenbedingungen, die Schwankungen der Zinssätze und Wechselkurse auf den Kapitalmärkten, die durch die Inflation zu Beginn der 70er und 80er Jahre ausgelöst worden sind, waren Auslöser für die Entwicklung neuer Finanzinstrumente. Die Finanzbranche kreierte immer wieder neue Finanzprodukte, die es möglich machen sollten, die durch die Volatilität der Zinsen und Währungen und die damit verbundenen möglichen Währungs- und Zinsänderungsrisiken zu minimieren. Diese Entwicklung setzt sich bis heute fort, wobei zu beobachten ist, dass gerade in der heutigen wirtschaftlichen Situation eine effektive Risikovorsorge zu den primären Unternehmenszielen gehören muss.


Excerpt (computer-generated)

BERUFSAKADEMIE STUTTGART
- STAATLICHE STUDIENAKADEMIE -
UNIVERSITY OF COOPERATIVE EDUCATION
Studienrichtung: Immobilienwirtschaft
Studienhalbjahr: 3. Studienhalbjahr

Swaparten und der Einsatz von Swaps
zur Risikosteuerung im Kreditgeschäft

von: Johannes Jansen

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

1.1 Entstehung der Swaps 1
1.2 Einordnung der außerbörslich gehandelten Swaps 2

2. Zinsänderungsrisiken im Kreditgeschäft 3

3. Grundlagen des Zinsswaps 4

3.1 Strukturen eines Kuponswaps 5
3.2 Grundstruktur des Basisswap 8

4. Funktionsweise der Währungsswaps 9

5. Sonderformen und Variationen von Swaps 11

6. Entwicklung der Swapinstrumente 12

7. Fazit 13

Literaturverzeichnis 15

Anhang 16

 


 

1. Einleitung

Die Veränderung der ökonomischen Rahmenbedingungen, die Schwankungen der Zinssätze und Wechselkurse auf den Kapitalmärkten, die durch die Inflation zu Beginn der 70er und 80er Jahre ausgelöst worden sind (siehe Anhang, Abb. 1 und Abb. 2), waren Auslöser für die Entwicklung neuer Finanzinstrumente. Die Finanzbranche kreierte immer wieder neue Finanzprodukte, die es möglich machen sollten, die durch die Volatilität1 der Zinsen und Währungen und die damit verbundenen möglichen Währungs- und Zinsänderungsrisiken zu minimieren. Diese Entwicklung setzt sich bis heute fort, wobei zu beobachten ist, dass gerade in der heutigen wirtschaftlichen Situation eine effektive Risikovorsorge zu den primären Unternehmenszielen gehören muss. Grundsätzlich gibt es eine Vielzahl an Instrumentarien, denen sich besonders Banken bedienen um aktives Risikomanagement zu betreiben. Diese Arbeit erarbeitet die wesentlichen Merkmale von Zins- und Währungsswaps und deren wichtigsten Variationen und Bedeutung für eine Bank; respektive eine Pfandbriefbank. Durch Szenarien und Grafiken soll die Einsatzmöglichkeit von Swaps, vor allem im Kreditgeschäft, verdeutlicht und erklärt werden. Kapitel 2 behandelt das Thema „Zinsänderungsrisiken im Kreditgeschäft“, in Kapitel 3 und 4 werden die Grundstrukturen von Zins- und Währungsswaps erläutert. Im weiteren geht diese Arbeit auf einige Sonderformen und die Entwicklung der Swapinstrumente ein.

1.1 Entstehung der Swaps

Im Jahre 1980 wurden die ersten Swaps als Sicherungsinstrument gehandelt. Seit dem wächst deren Bedeutung in der Finanzwelt nicht nur für Banken. Der Begriff „Swap“ kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „Tauschgeschäft“.2 Die Grundidee des Swaps ist die Anwendung der Theorie der komparativen Kostenvorteile von David Ricardo (1772- 1823)3. Die Theorie, die sich ursprünglich auf den Güteraustausch im internationalen Warenverkehr bezieht, lässt sich problemlos auf die internationale Finanzwelt übertragen. Die komparativen Kostenvorteile sind größtenteils auf die unterschiedlichen Bonitätseinschätzungen bzw. Marktzugangsmöglichkeiten der einzelnen Kontraktpartner zurückzuführen.1 Auch das entsprechende Rating spielt eine wichtige Rolle. Aus diesen Unterschieden lassen sich leicht Gewinne arbitrieren. Diese Ausarbeitung beschränkt sich allerdings auf den Einsatz von Swaps als Instrument des Risikomanagements.

1.2 Einordnung der außerbörslich gehandelten Swaps

Zins- und Währungsswaps gehören zu der Gruppe der Derivate, genauer gesagt zu den Zinsderivaten. Derivate (lat. derivare = ableiten) sind Produkte, die von anderen Finanzinstrumenten (z.B. Aktien, Rentenpapiere, etc.) abgeleitet wurden und deren Preis, bzw. Kurs auch durch die Wertentwicklung der zu Grunde liegenden Basiswerte bestimmt wird. 2 Der Derivatemarkt lässt sich in börsengehandelte und nicht börsengehandelte Derivate, den sog. OTC- Geschäften, aufteilen, was die nachfolgende Grafik veranschaulicht.

Abbildung 1 - Struktur der Derivate3 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

OTC-Geschäfte sind finanzielle Transaktionen zwischen Finanzmarktteilnehmern die im außerbörslichen Handel abgeschlossen werden. OTC steht dabei für den englischen Begriff "Over The Counter“. Der OTC-Handel heißt auf Deutsch „Tafelgeschäft“. Fast alle gehandelten Swaps gehören zu den so genannten OTC-Geschäften. Die an der Börse gehandelten Swaps spielen heutzutage kaum noch eine Rolle. Ein großer Vorteil der OTCGeschäfte ergibt sich daraus, dass die Marktteilnehmer die Modalitäten selbstständig aushandeln, folglich können Verträge an die Bedürfnisse der Kontrahenten angepasst werden. Demzufolge sind OTC- Produkte flexibel und bieten dadurch ein breites Einsatzgebiet.4

2. Zinsänderungsrisiken im Kreditgeschäft

[...]


1 Volatilität = Die Volatilität ist das Maß für die relative Schwankungsbreite und damit für das Kursrisiko eines Wertpapiers innerhalb eines bestimmten Zeitraums

2 Vgl. Beike, R. / Schlütz, J., Finanznachrichten lesen, verstehen, nutzen: ein Wegweiser durch Kursnotierungen und Marktberichte, 2. Aufl., Stuttgart 1999, S. 261

3 Vgl. Thiel, T., Quantifizierung des Risikopotentials innovativer Swapinstrumente, Bergisch Gladbach 1993, S. 12f

1 Vgl. Wöhe, G., Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 21. neubearb. Aufl., München 2002, S. 723

2 Vgl. Gondring, H., (Hrsg.), Immobilienwirtschaft, München 2004, S. 888

3 Eigene Grafik in Anlehnung an: Eller, R., (Hrsg.), Modernes Risikomanagement, Wiesbaden 2002, S.120

4 Vgl. Bankakademie, Risikomanagement im Real Estate Banking Teil 2, S256


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