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Details

Institut: FASK Gemersheim
Tags: Filmsynchronisation
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 16
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 7  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 489 KB
Archivnummer: V48996
ISBN (E-Book): 978-3-638-45553-4

Textauszug (computergeneriert)

Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
im Rahmen des Übersetzerseminars
WS 2003/2004

Filmsynchronisation

von: Kim Bauler

 


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Synchronisation?  2

1.1. Definition 2
1.2. Unterschiedliche Arten der Synchronisation 2
1.3. Geschichtlicher Überblick  3

2. Ablauf der Synchronisation 5

3. Probleme der Synchronisation 7

3.1. Lippensynchronität  7
3.2. Paralinguistische Synchronität  8
3.3. Akzent und Dialekt  9

4. Praktischer Teil 10

4.1. Beispiel 1  10
4.2. Beispiel 2  12
4.3. Beispiel 3  14

Literaturverzeichnis  15

Filmverzeichnis  15




 

1. Was ist Synchronisation?

1.1. Definition

Der Begriff Synchronisation kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus „syn“ (gleich) und „chronos“ (Zeit) zusammen. Allgemein bedeutet Synchronisation die „Herstellung des Gleichlaufs zwischen zwei Vorgängen“1. Beim Film sind diese zwei Vorgänge Bild und Ton. Einen Film zu synchronisieren, heißt also Bild und Ton in zeitliche Übereinstimmung zu bringen. Synchronisation bezieht sich aber nicht nur auf fremdsprachige Filme, sondern kann auch bei Filmen in ihrer Ausgangssprache vorgenommen werden, um z.B. bessere Tonqualität bei Szenen zu erlangen, die unter freiem Himmel gedreht wurden. Diese Arbeit wird sich aber nur mit der Synchronisation fremdsprachiger Filme befassen, die neben der Untertitelung die am weitesten verbreitete Methode ist einen Film in einem anderssprachigen Land vorzuführen. Laut Hesse-Quack, ist „der Prozess der Synchronisation, als Prozess der interkulturellen Angleichung zu umschreiben“.2 Eine grundlegende Funktion der Synchronisation ist es die Fremdsprache verständlich zu machen, dies aber verbunden mit der Illusion, dass die Figuren im Film die Muttersprache des Zuschauers sprechen. Bei einer guten Synchronisation sollte diese Illusion aufrecht erhalten werden, obwohl der Zuschauer weiß, dass es sich um einen fremdsprachigen Film handelt.

1.2. Unterschiedliche Arten der Synchronisation

Es gibt drei verschiedene Arten von Synchronisation:3

1) Vorsynchronisation: Bei dieser Art wird der Ton einer Szene vor dem eigentlichen Dreh aufgenommen. Diese Form der Synchronisation wird z.B. bei Tanzszenen angewandt, bei denen sich die Schauspieler auf die Tanzschritte und nicht auf den Text konzentrieren müssen. Der bereits aufgenommene Ton wird also später mit der ohne Ton gedrehten Szene zusammengeschnitten. Man bezeichnet diese Art der Synchronisation in der Fachsprache als „Playback“.
2) Vollsynchronisation: Dieses Verfahren bezeichnet die gleichzeitige Aufnahme von Ton und Bild und wird meistens für die Aufzeichnung von Nachrichtensendungen oder Live-Interviews benutzt, eben bei Aufnahmen, bei denen weder eine Vor- noch eine Nachbearbeitung mehr möglich ist.
3) Nachsynchronisation: Diese ist die bekannteste und auch die in dieser Arbeit behandelte Art der Synchronisation. Bild und Ton werden separat aufgenommen und später synchron aufeinander abgestimmt. Sie wird vor allem für die Übertragung eines Films in eine Fremdsprache benutzt, aber auch, wie schon erwähnt, um Störgeräusche auszublenden.

Zu der Nachsynchronisation zählt auch das voice-over oder revoicing Verfahren, bei dem es darum geht den Inhalt des Originaltextes genau zu übertragen, ohne die Lippensynchronität zu berücksichtigen. Der Originalton ist einige Sekunden lang zu hören und wird dann in der Fremdsprache übersprochen. 4

1.3. Geschichtlicher Überblick

Mit den ersten Tonfilmen Ende der zwanziger Jahre, kamen die ersten Synchronisationen. Zuerst versuchte man das Fremdsprachenproblem durch „Double Shooting“ zu lösen. Das bedeutet, dass man mehrere Sprachversionen eines Films drehte, was sehr hohe Kosten mit sich brachte. Dann entschied man sich Anfang der dreißiger Jahre für die Synchronisation (neben der Untertitelung). Vor allem in Deutschland fanden die synchronisierten Fassungen große Zustimmung. Der Nationalsozialismus in Deutschland brachte leider eine sehr strenge Zensur mit sich. Die Filmproduktion und der Verleih wurden strengstens kontrolliert und es wurden, vor allem zu Propagandazwecken immer mehr deutsche und somit immer weniger ausländische Filme gezeigt. In der Nachkriegszeit wendete sich das Blatt, da die Filmkontrolle zumindest am Anfang in den Händen der Alliierten lag und diese natürlich ihre Filme vorführten, die vor dem Krieg noch verboten waren. Anfangs wurden sie in der Originalversion gezeigt, da dies aber beim Publikum nicht ankam, wurden nach und nach immer mehr Synchronfassungen produziert. Die großen Synchronisationszentren waren, und sind auch heute noch, Berlin, Hamburg und München. Ab den fünfziger Jahren herrschte ein regelrechter Synchronisationsboom. Viele Filme, die schon in der Nachkriegszeit gezeigt worden waren, wurden neu bearbeitet, herausgeschnittene Szenen wurden wieder eingefügt und einiges wurde neu übersetzt. Dies war wohl teilweise auf die Entstehung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zurückzuführen, wodurch der Bedarf an Synchronfassungen stieg.

[...]


1 Meyers großes Taschenlexikon, Mannheim: 1995. S. 261

2 Hesse-Quack. S.239

3 vgl. Whitman-Linsen. S. 56-57

4 Snell-Hornby, M. S. 265
 

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