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Autor: Andreas Bechtold
Fach: Wirtschaft - Beschaffung, Produktion, Logistik
Details
Institution/Hochschule: Berufsakademie Karlsruhe
Tags: Methoden, Lieferantenauswahl, Lieferantenbewertung, Optimierungsinstrumente, Zulieferungsstruktur, Materialwirtschaft, Vertiefung
Jahr: 2005
Seiten: 34
Note: 2,5
Literaturverzeichnis: ~ 22 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 256 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-46328-7
Stellungnahme des Dozenten: Eine Analyse eines mathematischen Verfahrens hätte zu einer höheren Kompetenz der Arbeit geführt. Kleiner Tipp: wenn es bei euch so etwas gibt, besorgt euch die Beurteilungsvorlage vom Dozenten.
Textauszug (computergeneriert)
Methoden der Lieferantenauswahl und
Lieferantenbewertung als Optimierungsinstrumente
der Zulieferungsstruktur
von: Andreas Bechtold
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Begriffsbestimmungen -abgrenzungen 2
2.1 Lieferantenauswahl 2
2.2 Lieferantenbewertung – Lieferantenbeurteilung 3
2.3 Portfolio 4
3 Einflussfaktoren 5
3.1 Anforderungskriterien 5
3.2 Nichtbeeinflussbare Faktoren 6
3.3 Zielsetzung der Unternehmung 6
3.4 Rolle des Lieferanten 7
3.5 Lieferantenwechselkosten 8
4 Methoden der Auswahl 9
4.1 Angebotsprüfung – Preisvergleich 9
4.2 Dreidimensionale Lieferantenanalyse 9
4.3 Portfolio Analyse 10
4.4 Auditierung 12
5 Methoden der Bewertung 14
5.1 Notensysteme 14
5.2 Punktbewertungsverfahren 14
5.3 Quotientenverfahren 16
5.4 Kennzahlenverfahren 16
6 Gestaltung der Lie ferantenstruktur 18
6.1 Lieferantenstrukturplanung 18
6.2 Optimierung der Lieferantenanzahl 18
6.3 Lieferantencontrolling 19
7 Schlussbetrachtung 21
Literaturverzeichnis
Anhangverzeichnis
Anhang
1 Einleitung
Durch den Trend zur Reduzierung der Fertigungstiefe müssen immer mehr Materialien fremd beschafft werden. Die logische Folge daraus ist, dass die Bedeutung des Lieferanten auf die eigene Wertschöpfungskette immer mehr zunimmt. In der heutigen Zeit kann es sich ein Unternehmen nicht mehr leisten nur aus Gewohnheit von seinem Stammlieferanten zu beziehen. Die permanente Überwachung, nicht nur des Preises, sondern auch von Qualität und Versorgungssicherheit ist unabdingbar geworden. Eine optimale Lieferantenstruktur kann die Leistung des Unternehmens erhöhen. Durch Lieferantenbewertung und -auswahl soll jedoch nicht nur auf ungeeignete Lieferanten verzicht werden, sondern auch wenn nötig alles getan werden um den Lieferanten zu helfen die vom eigenen Unternehmen geforderten Anforderungen zu erfüllen. Dies macht besonders dann Sinn, wenn kein anderer Lieferant zur Auswahl steht oder durch Aufbau eines zusätzlichen Lieferanten auf dem Markt der Wettbewerb gefördert werden soll. Eine Studie des Zentrums für Logistik und Unternehmensplanung GmbH hat ergeben, dass bei Unternehmen der Produktionsindustrie Lieferantenbewertungen nur in Einzelfällen durchgeführt werden. Der Anteil von strategischen Aufgaben wird nur vermeintlich wahrgenommen.1 Diese Studienarbeit soll einen Überblick über mögliche Verfahren der Lieferantenbewertung und -auswahl aufzeigen. Da die Kriterien von jedem Unternehmen spezifisch ausgewählt und gewichtet werden und je nach Unternehmenstyp ganz andere Anforderungen an die Verfahren gestellt werden, soll nur ein Überblick über die verschiedenen Einteilungen gegeben werden. Durch die allgemeine Darstellungsform soll ein Grundgerüst gegeben werden, welches es ermöglicht ein eigenes Bewertungsverfahren zu entwickeln. Auf die Beschreibung spezieller Methoden und deren Besonderheiten soll deshalb verzichtet werden. Neben den Verfahren soll auch auf die Lieferantenstruktur und deren strategische Bedeutung eingegangen werden.
2 Begriffsbestimmungen -abgrenzungen
2.1 Lieferantenauswahl
Ein Auswahlproblem kann nur dort entstehen, wo mehrere Alternativen zur Auswahl stehen2. Daraus folgt, dass bei monopolistischen Marktstrukturen, oder dort wo ein Abnahmezwang besteht keine Lieferantenauswahl stattfinden kann. Liegt ein Entscheidungsproblem bezüglich Lieferanten vor, kann dieses durch die folgenden drei Merkmale definiert werden:
· Differenzierung nach Güterart, z.B.: Material (klassische Lieferantenauswahl)
· Häufigkeit der Beschaffung und Informationsstandes, diese wird abgegrenzt in „new-task-situation“, wenn es sich um ein völlig neues Produkt/ Zulieferer handelt, es kann nicht auf vorhandene Erfahrungswerte zurückgegriffen werden; bei der „modified- rebuy-situation“ wird der Vorgang wiederholt und es kann dabei auf Erfahrungswerte vorangegangener Vorgänge zurückgegriffen werden; die „straight-rebuysituation“ ist eine Mischung aus den beiden Extremversionen, es können z.B. Informationen vorliegen, welche aber nicht mehr ausreichend für den aktuellen Stand sind.
· Unterscheidung der Lieferanten nach ihrem Unternehmenstyp, dies ist wichtig, da für die verschiedenen Unternehmenstypen (Dienstleistungs-, Industrieunternehmen, etc.) die Bedeutung des bezogenen Materials unterschiedlich ist.3 Dieses Merkmal tritt in der heutigen Zeit aber immer mehr in den Hintergrund, da die Zahl der Unternehmen, welche sich absolut einem Unternehmenstyp zuordnen lassen, immer mehr abnimmt.
Wird die Lieferantenauswahl zum Aufbau einer langfristigen Lieferantenbeziehung verwendet spricht man von einer strategischen Entscheidungshilfe oder dem Beschaffungsmarketing. Bei diesem wird zuerst auf dem Beschaffungsmarkt sondiert, d.h. eine Grobauswahl der vorhandenen Lieferanten vorgenommen, der Rest wird einer genauen Analyse mit Hilfe von Beurteilungen bzw. Bewertungen unterzogen.4 Das Hauptziel der Lieferantenauswahl ist es das Risiko, welches das bei der Auswahl eines zukünftigen Lieferanten besteht zu minimieren5. Hat das Unternehmen eine hohe Zukaufquote können die Folgen der Lieferantenauswahl einen großen Einfluss auf das Betriebsergebnis haben und somit zum Unternehmenserfolg bzw. Misserfolg beitragen.6
2.2 Lieferantenbewertung – Lieferantenbeurteilung
In der Literatur kann keine eindeutige Abgrenzung der beiden Begriffe Lieferantenbewertung -beurteilung gefunden werden. Es gibt kein allgemein gültiges System, da jedes Unternehmen eine andere Zielsetzung bezüglich seiner Anforderungen an den Lieferanten hat und diesen unterschiedliche Gewichtungen zuweist. Jedoch gibt es Anforderungen, die von jedem System erfüllt werden sollten.7 Dazu gehört die Festlegung von Kriterien, Gewichtungen, Bewertungsregeln, Verarbeitungsregeln und Klassifizierungen sowie die Auswahl eines geeigneten Verfahrens und wie die benötigten Informationen beschafft und bereitgestellt werden.8 „(…) hier soll nicht die Angebotsprüfung und die Preisbeurteilung, wie sie durch Preisstrukturanalysen, Preisbeobachtungen und Preisvergleich möglich sind Gegenstand der Ausführung sein, sondern die ganzheitliche Betrachtung des Lieferanten oder der erbrachten Lieferleistung.“9 In der Literatur ist nicht nur die Abgrenzung der beiden Begriffe, sonder auch ihre Einteilung nicht einheitlich: Hartmann teilt die Lieferantenbewertung in das Bewertungssystem zur Auswahl von Lieferanten und in das Lieferantencontrolling zur Überwachung der ausgewählten Lieferanten.10 Wagner unterscheidet nur ob eine Lieferantenbewertung vorgenommen wird oder nicht. Bei einfachen, standardisierten Gütern hält er einen Angebotsvergleich für ausreichend. Bei komplexen, strategischen und technologisch anspruchsvollen Gütern hält er eine ganzheitliche Beurteilung für unabdingbar, da diese Güter nach einer langfristig ausgerichteten Partnerschaft verlangen würden.11
[...]
1 vgl. Hanussek/ Lebelt 2004: S. 33
2 vgl. Mai 1982: S.5
3 vgl. Harting 1989: S.3
4 vgl. Wöhe 2002: S. 415 - 416
5 vgl. Harting 1989: S.4
6 vgl. Arnolds/ Heege/ Tussing 1998: S. 382-383
7 vgl. Hartmann 1991: S.15
8 vgl. Hartmann 1991: S.16
9 Kluck 1998: S.59
10 vgl. Hartmann 1991: S.17
11 vgl. Wagner 2002: S.74
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