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Autor: Julian Borghardt
Fach: Sport - Medien und Kommunikation
Details
Institution/Hochschule: Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
Tags: Boulevardisierung, Journalismus, Sportjournalismus, Beispiel, Bildzeitung, Journalismus, Sport
Jahr: 2005
Seiten: 51
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 4 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 793 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-46597-7
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Boulevardisierung im Journalismus, insbesondere im Sportjournalismus. Wir beschreiben die Merkmale dieses Phänomens in unserer Arbeit. Nennen di Gründe für den Erfolg des Konzepts der Boulevardisierung beim Konsumenten. Die von uns angeführten Beispiele stammen mehrheitlich aus dem Bereich der Sportberichterstattung. Der Bildzeitung werden viele Seiten gewidmet. (Geschichte,Methoden, Merkmale des Boulevard und der Bild)
Textauszug (computergeneriert)
Boulevardisierung im Journalismus und
Sportjournalismus am Beispiel der Bildzeitung
von: Julian Borghardt
Wintersemester 2004/2005
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theorie und Praxis
2.1. Regeln für einen fairen Journalismus
3. Boulevard/Boulevardpresse/Boulevardisierung
3.1. Definition: Boulevard
3.2. Definition: Boulevardpresse
3.3. Was ist Boulevardisierung?
4. Merkmale der Boulevardisierung
4.1. Sprachlich/stilistische Merkmale
4.2. Optische Merkmale
4.3. Inhaltliche Merkmale
4.4. Merkmale der Titelseite und Schlagzeile
5. Die Geschichte der Bild-Zeitung
6. Wie viele Leser hat die Bild?
7. Gründe für den Kauf einer Bild-Zeitung
7.1. Der psychologische Wirkungsgrund von Boulevard
8. Gefahr und Macht der Bild-Zeitung und des Boulevardjournalismus
9. Beispiele falscher Berichterstattung
9.1. Der Fall Maik Hauke
9.2. Der Fall Gudrun Staeb
9.3. Der Fall Ulla Jelpke
9.4. Der Fall Jürgen Trittin
9.4.1. Panne oder Manipulation? Was Bild zum Vorfall meinte
10. Skandalöse Enthüllungen durch Günther Wallraff
11. Die große Bild-Familie
12. Sind wir für Wahrheiten der Bild empfänglich?
12.1. Polarisierung
12.2. „Bild dir deine Meinung!“
12.3. Agenda Setting
13. Positiv bemerkt
14. Zitate zu Bild
15. Zusammenspiel zwischen Prominenten und Boulevardberichterstattung insbesondere in der Bild
15.1. Symbiose und deren Gefahren, der Star im Boulevard
15.2. Fazit
16. Was tun Sportler für Publicity?
16.1. Beispiel Oliver Kahn
17. Geltungsbedürfnis und Inszenierungszwang?
17.1. Beispiel Francesco Totti
17.2. Aufmerksamkeit um jeden Preis
18. Zunehmende Boulevardisierung Fernsehsportberichterstattung, insbesondere im Profifussball
18.1. Kostenexplosion der TV-Rechte im internationalen Vergleich
19. Boulevardberichterstattung durch die Bild-Zeitung am Beispiel Torwartduells Kahn/Lehmann
20. Persönliche Bemerkungen und Kritik
21. Weblinks
1. Einleitung:
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Boulevardisierung im Journalismus, insbesondere im Sportjournalismus. Den Begriff der Boulevardisierung gibt es noch nicht so lange, er wurde erst in den 80er Jahren als Beschreibung eines Phänomens in der medialen Berichterstattung geprägt. Wir werden die Merkmale dieses Phänomens in unserer Arbeit beschreiben und versuchen, die Gründe für den Erfolg des Konzepts der Boulevardisierung beim Konsumenten zu finden. Außerdem soll diese Arbeit dazu dienen, dem Medienkonsumenten, dem die Merkmale des populären Journalismus durch Gewöhnung selbstverständlich geworden sind, Mechanismen der populären Medien bewusst zu machen. Dies soll auch zu einer Sensibilisierung für die eventuell bestehenden Gefahren der „Boulevardisierungswelle“ in Presse und Fernsehen führen. Um dem Phänomen der Boulevardisierung im Sport auf den Grund zu gehen, bedarf es zuerst einer ausführlichen Definition des Begriffs Boulevard.
Die stete Veränderung der Erscheinungsform des Phänomens erschwert allerdings eine eindeutige Definition des Begriffs. Deshalb werden wir versuchen durch das Beschreiben von Merkmalen, wenigstens zu einer Annäherung zu gelangen. Dabei werden wir auch auf die Begriffe Hard News (Politik, Wirtschaft) und Soft News (Sport, Sex, Crime, Horoskop, Lebenshilfe, Unterhaltung) eingehen, die elementare Begrifflichkeiten der Boulevardpresse sind. Es ist eine hinreichend bekannte Tatsache, dass die Realität der Berichterstattung in der Boulevardpresse oftmals nicht den Anforderungen des deutschen Pressekodex entspricht. Die von uns angeführten Beispiele stammen mehrheitlich aus dem Bereich der Sportberichterstattung, weil hier geradezu idealtypisch die Phänome der Boulevardisierung erkennbar sind. Seit der Gründung der Bild-Zeitung ist der Begriff des Boulevardpresse untrennbar mit Axel Springer und seinem Presseimperium verbunden. Viele Merkmale der Boulevardisierung werden deshalb zwangsläufig anhand von Beispielen, die aus der Bild-Zeitung stammen, beschrieben.
2. Theorie und Praxis
Die Realität des Journalismus ist, dass immer mehr Bestandteile des Boulevards unbemerkt in die Berichterstattung des Fernsehens und der Printmedien Einzug halten. Der Rezipient hat sich schon sehr daran gewöhnt, so dass seriöser nur noch schwierig von unseriösem Journalismus unterschieden werden kann. Der Boulevardjournalismus bedient sich teilweise gefährlicher und unlauterer Praktiken. Aus diesem Grund befasst sich der deutsche Presserat mit der Arbeitsweise und den Veröffentlichungen der Medien. Im sogenannten Pressekodex sind die publizistischen Grundsätze des deutschen Presserats aufgelistet. Darin finden sich Regeln für die tägliche Arbeit der Journalisten, die die Wahrung der journalistischen Berufsethik sicherstellen. Betrachtet man die Wirklichkeit des Journalismus vor dem Hintergrund des Pressekodex, so lässt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen journalistischer Ethik und journalistischer Realität feststellen.
2.1 Regeln für einen fairen Journalismus
aus dem Pressekodex des deutschen Presserats:
• Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.
• Zur Veröffentlichung bestimmte Nachrichten und Informationen in Wort und Bild sind, mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt, auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Dokumente müssen sinngetreu wiedergegeben werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen. Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden.
• Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, insbesondere personenbezogener Art, die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie gebracht hat, unverzüglich von sich aus in angemessener Weise richtig zu stellen.
• Bei der Beschaffung von personenbezogenen Daten, Nachrichten, Informationen und Bildern dürfen keine unlauteren Methoden angewandt werden. Die vereinbarte Vertraulichkeit ist grundsätzlich zu wahren.
• Jede in der Presse tätige Person wahrt das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien, sowie das Berufsgeheimnis, macht vom Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und gibt Informanten, ohne deren ausdrückliche Zustimmung, nicht preis.
• Die Presse achtet das Privatleben und die Intimsphäre des Menschen. Berührt jedoch das private Verhalten öffentliche Interessen, so kann es im Einzelfall in der Presse erörtert werden. Dabei ist zu prüfen, ob durch eine Veröffentlichung Persönlichkeitsrechte Unbeteiligter verletzt werden.
• Es widerspricht journalistischem Anstand, unbegründete Behauptungen und Beschuldigungen, insbesondere ehrverletzender Natur, zu veröffentlichen.
• Die Presse verzichtet auf eine unangemessen sensationelle Darstellung von Gewalt und Brutalität. Der Schutz der Jugend ist in der Berichterstattung zu berücksichtigen.
• Die Berichterstattung über Ermittlungsverfahren, Strafverfahren und sonstige förmliche Verfahren muss frei von Vorurteilen erfolgen. Die Presse vermeidet deshalb vor Beginn und während der Dauer eines solchen Verfahrens in Darstellung und Überschrift jede präjudizierende Stellungnahme. Ein Verdächtiger darf vor einem gerichtlichen Urteil nicht als Schuldiger hingestellt werden.
• Es entspricht fairer Berichterstattung, vom Deutschen Presserat öffentlich ausgesprochene Rügen abzudrucken, insbesondere in den betroffenen Publikationsorganen.1
Diese vorschnelle Verurteilung von Verdächtigen und die Ausrichtung auf Skandaljournalismus mögen Gründe dafür sein, dass jede vierte Rüge des Deutschen Presserats an die Bild-Zeitung geht. Moniert werden vor allem mangelnde Beachtung der Sorgfaltspflicht und Missachtung von Persönlichkeitsrechten.
3. Boulevard/Boulevardpresse/Boulevardisierung
3.1 Definition Boulevard:
[...]
1 http://www.presserat.de/pressekodex.html
Kommentare
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15.08.2008 16:59:22
Text ist ganz nett, mehr nicht. Die Arbeit ist nur unzureichend wissenschaftlich geschrieben, es gibt fast keine Fußnoten. Eine Literaturliste ist gar nicht vorhanden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Arbeit mit 1,0 bewertet wurde. Der Preis von 14,95 Euro ist eine Frechheit!