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Autor: Simone Kotarra
Fach: Dolmetschen / Übersetzen
Details
Institution/Hochschule: Universität Hildesheim (Stiftung)
Tags: Transkriptionsmethoden, Gesprächsdolmetschen, Rede
Jahr: 2004
Seiten: 42
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 5 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 254 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-46885-5
ISBN (Buch): 978-3-638-73492-9
Zusammenfassung / Abstract
Die vorliegende Arbeit wendet sich primär an deutschsprachige Studenten, die sich für Gesprächsanalysen und Transkriptionssysteme interessieren. Das angewandte Transkriptionssystem stellt das wichtigste Werkzeug für die Analyse eines Gesprächs dar. Diesem Werkzeug widmet sich die vorliegende Arbeit und geht dabei insbesondere folgenden Fragen nach: • Welches Transkriptionssystem sollte wann gewählt werden? • Existiert ein einheitliches Transkriptionssystem, das sowohl einer Mehrheit der Gesprächsanalysen gerecht wird als auch praktikabel ist? • Ist ein Transkript überhaupt ein hinreichendes Analysewerkzeug? Denn die Beobachtungen des Transkribenten sind stets subjektiv. Vor dem Hintergrund dieser Fragen werden verschiedene Transkriptionssysteme vorgestellt. Nach der Vorstellung der Vor- und Nachteile der Text- und der Partiturnotation sowie des Zeilenblockverfahrens werden zwei Transkriptionsmethoden besonders ausführlich behandelt: das Gesprächsanalytische Transkriptionssystem (GAT) sowie das Transkriptionssystem HIAT (HalbInterpretative ArbeitsTranskription). Dabei wird derselbe Gesprächsauschnitt anhand beider Transkriptionssysteme wiedergegeben, um eine unmittelbare Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile zu illustrieren. Abschließend wird ein Fazit gezogen, welches Transkriptionssystem für den dargestellten Gesprächsauschnitt das geeignetere ist.
Textauszug (computergeneriert)
Transkriptionsmethoden
von: Simone Kotarra
WS 03/04
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG 3
1. TRANSKRIPTIONSSYSTEME UND ANALYSEZIELE 4
2. TEXT- VS. PARTITURNOTATION 5
2.1 TEXTNOTATION 5
2.1.1 Nutzen der Textnotation für die eingangs gestellten Analyseziele 6
2.2 PARTITURVERFAHREN 8
2.2.1 Nutzen der Partiturnotation für die eingangs gestellten Analyseziele 9
3. ZEILENBLOCKVERFAHREN 10
3.1. ZEILENBLOCKVERFAHREN IN EINFACHER NOTATION 10
3.1.1 Nutzen des Zeilenblockverfahren als einfache Notation für die eingangs gestellten Analyse 12
3.2 ZEILENBLOCKVERFAHREN ALS PARTITURNOTATION 14
3.2.1 Nutzen des Zeilenblockverfahrens in Partiturnotation für die eingangs gestellten Analyseziele 17
4. WELCHER FEINHEITSGRAD IST NOTWENDIG? 17
4.1 DIE VIELZAHL VON VERSCHIEDENEN SYSTEMEN UND VARIANTEN 19
5. DER VERSUCH EINER VEREINHEITLICHUNG NACH GAT 20
5.1. NUTZEN VON GAT FÜR DIE EINGANGS ERWÄHNTEN ANALYSEZIELE 23
6. DER PHONETISCH/PHONOLOGISCHE ANALYSEASPEKT 24
6.1. NUTZEN EINER PHONETISCH/PHONOLOGISCHEN ANALYSE 24
7. DER TRANSKRIPTIONSKOPF 25
FAZIT 25
FEINTRANSKRIPT NACH GAT 31
DAS GESPRÄCH NACH HIAT 1 38
Einleitung
Für die Gesprächsanalyse ist das Transkript ein wichtiges Werkzeug. Diesem Werkzeug widmet sich die vorliegende Arbeit und geht dabei insbesondere folgenden Fragen nach:
• Welches Transkriptionssystem sollte wann gewählt werden?
• Existiert ein einheitliches Transkriptionssystem, das sowohl einer Mehrheit der Gesprächsanalysen gerecht wird als auch praktikabel ist?
• Ist ein Transkript überhaupt ein hinreichendes Analysewerkzeug? Denn die Beobachtungen des Transkribenten sind stets subjektiv.
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf Transkriptionssystemen, die den diskursanalytischen Aspekt von Rede zum Schwerpunkt haben1. Sie wendet sich vor allem an deutschsprachige Studenten, dies ich für Dolmetschtechniken und deren Auswirkungen interessieren. Als Grundlage dient ein spontan gedolmetschtes Gespräch zwischen einem englisch- und einem deutschsprachigen Studenten. Die Situation war eine gestellte zwischen drei deutschen Muttersprachlern in einem Dolmetschseminar. Das gesamte Gespräch befindet sich vollständig transkribiert am Ende dieser Arbeit.
1. Transkriptionssysteme und Analyseziele
Durch die Verschriftlichung eines Gesprächs werden Informationen sowohl reduziert als auch modifiziert. Da das Transkript später als Analysewerkzeug des Gesprächs dient, ist es sehr wichtig in welcher Form diese Informationen reduziert und modifiziert werden – d.h. welches Transkriptionssystem ausgewählt wird.
Die Wahl des Transkriptionssystems richtet sich nach Zweck und Ziel der Analyse. Sind die phonetischen und phonologischen Aspekte des Gesprächs interessant oder ist der Diskursverlauf an sich entscheidender? Sollen nur verbale oder auch paraverbale und nonverbale Kommunikationsbeiträge festgehalten werden? Wie genau soll die Wiedergabe erfolgen? Inwieweit wird Subjektivität des Transkribenten hingenommen, um zu vereinfachen und zu verkürzen?
Ein mögliches Analyseziel für die nachfolgenden Transkripte könnte beispielsweise sein, die eingesetzten Dolmetschtechniken von Sprecherin S2 zu untersuchen und zu analysieren, welche Auswirkungen die von ihr angewandten Techniken auf den Gesprächsverlauf haben. Da die Ausarbeitung für ein Seminar zu Dolmetschtechniken erstellt wurde, ist in diesem Zusammenhang die phonetisch/phonologisch orientierte Transkription zweitrangig und wird nur kurz angerissen.
Im Folgenden werden einzelne Transkriptionssysteme kurz erläutert. Weiterhin werden ihre Vor- sowie Nachteile dargestellt. Abschließend wird diskutiert, ob sie dem oben gestellten Analyseziel dienlich wären. Bei allen Transkripten ist die Sprecherverteilung wie folgt:
• S1: Englisch sprechender Student (deutscher Muttersprachler)
• S2: dolmetschender Student (deutscher Muttersprachler)
• S3: Deutsch sprechender Student (deutscher Muttersprachler)
2. Text- vs. Partiturnotation
Hinsichtlich des Layouts unterscheiden Brinker und Sager2 generell zwei unterschiedliche Verfahren der Transkription – die Text- und die Partiturnotation. Diese beiden Verfahren können als einfaches oder Zeilenblocksystem ausgeführt werden. Das einfache System beinhaltet pro Sprecher eine Zeile und jegliche Anmerkungen müssen in der Zeile für verbale Äußerungen mitnotiert werden.
2.1 Textnotation
[...]
1 Im Gegensatz zum phonetisch/phonologischem Aspekt. In Kapitel ? werde ich darauf näher eingehen.
2 vgl. Klaus Brinker/Sven F. Sager 1996, S.39ff
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