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Details

Institution/Hochschule: Universität Paderborn
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 7
Literaturverzeichnis: ~ 5  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 125 KB
Archivnummer: V50959
ISBN (E-Book): 978-3-638-47051-3

Zusammenfassung / Abstract

In der heutigen Zeit ist das Lesen und Analysieren von Lyrik ein fester Bestandteil des Lehrplans. Besonders in der Oberstufe wird darauf geachtet, den Schülern ein breites Spektrum an literarischem Wissen zu vermitteln. Da Schüler bis zum 15. Lebensjahr den wahren Symbolcharakter eines lyrischen Textes meistens noch nicht verstehen, da sie diese Texte wörtlich nehmen ohne sie zu hinterfragen, möchte ich mich in dieser Ausarbeitung „Lyrik im Unterricht“ auf die Schüler der Sekundarstufe 2 beziehen. Ab dieser Altersstufe kann man von einem entwickelten Symbolverständnis ausgehen, welches für das Verstehen von Lyrik notwendig ist. Vielen älteren Schülern der Oberstufe fällt der Umgang mit Gedichten jedoch ebenso schwer, sei es die evokative Wortwahl, die Durchbrechung der Grammatikregeln oder die oft verschlüsselte Aussage in einem Gedicht. Diese Verständnisfragen können schließlich zu einer Abneigung gegenüber lyrischen Texten führen. Ein Grund mehr herauszufinden, warum das Verstehen von Lyrik auch in unserer heutigen Zeit noch wichtig ist. Ich möchte etwas über die Ziele, die in einem Lyrikunterricht verfolgt werden, herausfinden und darüber welche Bedeutung die Ziele für die Schüler in der heutigen Zeit haben.

Textauszug (computergeneriert)

Lyrik im Unterricht

von: Inga Alhorn

 


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung 2

II. Lyrik im Unterricht 2-4

III. Fazit 5

IV. Literaturverzeichnis 6


 

I. Einleitung

In der heutigen Zeit ist das Lesen und Analysieren von Lyrik1 ein fester Bestandteil des Lehrplans. Besonders in der Oberstufe wird darauf geachtet, den Schülern ein breites Spektrum an literarischem Wissen zu vermitteln. Da Schüler bis zum 15. Lebensjahr den wahren Symbolcharakter eines lyrischen Textes meistens noch nicht verstehen, da sie diese Texte wörtlich nehmen ohne sie zu hinterfragen, möchte ich mich in dieser Ausarbeitung „Lyrik im Unterricht“ auf die Schüler der Sekundarstufe 2 beziehen. Ab dieser Altersstufe kann man von einem entwickelten Symbolverständnis ausgehen, welches für das Verstehen von Lyrik notwendig ist.

Vielen älteren Schülern der Oberstufe fällt der Umgang mit Gedichten jedoch ebenso schwer, sei es die evokative Wortwahl, die Durchbrechung der Grammatikregeln oder die oft verschlüsselte Aussage in einem Gedicht. Diese Verständnisfragen können schließlich zu einer Abneigung gegenüber lyrischen Texten führen. Ein Grund mehr herauszufinden, warum das Verstehen von Lyrik auch in unserer heutigen Zeit noch wichtig ist. Ich möchte etwas über die Ziele, die in einem Lyrikunterricht verfolgt werden, herausfinden und darüber welche Bedeutung die Ziele für die Schüler in der heutigen Zeit haben.

II. Lyrik im Unterricht

Noch im 19.Jahrhundert nahm die Lyrik eine ganz zentrale Stellung in der Gesellschaft ein. Es gab Liederabende, Alltagsdiskurse über Poesie und sogar öffentliche Gedichtvorträge, die somit die Teilnahme am öffentlichen Leben sicherten. Gesellschaftliche Ereignisse, die in unserer heutigen Gesellschaft kaum noch auftreten. Unsere Beteiligung am sozialen und kulturellen Leben hängt nicht mehr von den Kenntnissen bestimmter Lieder oder Gedichte ab, dennoch kann das Lesen und Verstehen von Gedichten auch in unserer heutigen Zeit von Vorteil sein. So hatte Hase 1976 geschrieben: „Die Strukturen einer Dichtung, die Sprach-, Sprech- und Aufbauformen eines lyrischen Gedichts können dem jugendlichen wie dem erwachsenen Leser Distanz zum Realen gewähren, können ihn aber ebenso durch die Kraft der Rhythmen und Klänge überwältigen. Die Inhalte der Gedichte erfüllen die Fantasie des Schülers; sehr unterschiedliche Möglichkeiten des Menschseins werden ihm vorgestellt.“2

Um Haases Aussagen nachzukommen, müssten wir also davon ausgehen, dass man durch das Verstehen von Lyrik zu ganz neuen Sichtweisen gelangen kann. Der Schüler wird zu neuen Phantasien und Ideen angeregt, die ihn dazu bringen neue Fähigkeiten zu entwickeln oder alte, vergessene Fähigkeiten auszubauen. Andere Theoretiker sprechen sogar von einer Ich-Stärkung und Identitätsfindung. Somit wird deutlich, welche positiven Auswirkungen die Lyrik haben kann. Dennoch besteht das Problem, wie der Umgang mit Lyrik den Schülern näher gebracht werden kann.

Um diesem Problem entgegenzuwirken gibt es mittlerweile eine Methode, die zum einen aus dem produktiven und zum anderen aus dem rezeptionsorientierten Umgang mit Lyrik resultiert. In dem produktionsorientierten Verfahren wird viel Wert auf eine kreative Herangehensweise gelegt. Die Schüler gestalten zum Beispiel Gedichte neu oder schreiben sie selbst. Es ist im Allgemeinen ein imaginativer und emotionaler Umgang mit literarischen Texten, der allerdings die historischen Hinergründe völlig außer Acht lässt. Den Schülern erscheint der Unterricht zwar interessanter und aufregender, allerdings fügen die kreativen Interpretationen der wahren Intention des Autors zu wenig Bedeutung zu.

[...]


1 Lyrik ist neben Dramatik und Epik die dritte Hauptgattung. Ihre verbreiteten Formen sind Hymne, Elegie, Lied, Ode, Sonett und Ballade, welche von den Merkmalen Sprachrhythmus, Vers, Reim und Bildlichkeit geprägt werden.

2 Haase, Klaus C. 1976

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