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Die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie von C. R. Rogers

Autor: Ariane Struck
Fach: Psychologie - Beratung, Therapie

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Details

Veranstaltung: Gesprächstherapie
Institution/Hochschule: Universität Duisburg-Essen (Psychologisches Institut)
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2000
Seiten: 47
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 134 KB
Archivnummer: V5099
ISBN (E-Book): 978-3-638-13096-7

Textauszug (computergeneriert)

Universität Duisburg
Psychologisches Institut

Die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie von C. R. Rogers

Hauptseminararbeit

von

Ariane Struck

2000

Inhaltverzeichnis

1. Einleitung ... 2

2. Biographischer und historischer Hintergrund ... 3

3. Entwicklung der Gesprächspsychotherapie ... 4

4. Persönlichkeitstheorie ... 5
   
4.1 Persönlichkeitspsychologische Begriffe ... 7
    4.2 Entwicklung des Selbstkonzepts ... 13

5. Fehlerentwicklung ... 18

6. Förderliches Therapeutenverhalten und seine Auswirkungen
auf den Klienten ... 25
   
6.1. Echtheit (Kongruenz) ... 26
    6.2. Wertschätzung ... 27
    6.3. Empathie ... 29
    6.4. Zusammenfassung der Therapeutenmerkmale ... 32
    6.5. Selbstexploration des Klienten ... 32
    6.6. Die Prozeß-Skala von Rogers ... 33
    6.7. Die "fully functioning person" ... 35

7. Konsequenzen für Pädagogen ... 37
   
7.1. Klientenzentrierte Beratung ... 37
    7.2. Schülerzentrierter Unterricht ... 40

8. Evaluation ... 43

9. Literatur: ... 47


1. Einleitung

"Die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie ist eine soziale Interaktion zwischen meist zwei Personen: einem Therapeuten/Berater und dem Klienten, wobei der Schwerpunkt auf sprachlicher Kommunikation liegt. Als hilfreich wird sie dann verstanden, wenn es dem Klienten allmählich gelingt, seine Probleme selbständig zu lösen und somit seine Beeinträchtigung im Erleben und Verhalten zu vermindern. Der Therapeut unterstützt und fördert diese Entwicklung durch bestimmte Verhaltensweisen, die die Selbstheilungskräfte im Klienten aktivieren sollen" (Sieland 1979).

Die Gesprächstherapie ist eine klientenzentrierte Behandlungsmethode der humanistischen Psychologie. Die nichtdirektive Gesprächstherapie geht auf Carl Rogers (1902-1987) zurück.

Rogers setzt eine angeborene Tendenz des Menschen zur Selbstverwirklichung voraus. Dabei umfaßt die Selbstverwirklichung die Erfüllung aller Bedürfnisse, die auf die Erhaltung oder Förderung des Einzelnen gerichtet sind. Jeder Mensch verfügt über einen angeborenen Bewertungsmaßstab, anhand dessen er einschätzen kann, was gut oder schlecht für ihn ist.

Nach Rogers entstehen psychische Probleme, wenn die natürliche Tendenz zur Selbstverwirklichung und das durch Erfahrung und Bewertung ausgebildete Selbstkonzept nicht übereinstimmen.

In der klientenzentrierten Gesprächstherapie, die von Echtheit, Wärme und Empathie auf Seiten des Therapeuten gekennzeichnet sein soll, spricht der Klient über die emotionalen Konflikte, die seine Selbstverwirklichung blockieren.

Nach Rogers wird mit Hilfe bestimmter therapeutischer Techniken, wie z. B. Widerspiegeln der Emotionen durch den Therapeuten oder vorsichtiges Interpretieren von Klientenäußerungen ein Prozeß in Gang gebracht, in dem sich die Klienten über bestimmte Gefühle und Gedanken Klarheit verschaffen, sie akzeptieren und in ihr Selbstkonzept integrieren können.

Mit diesem neuen, erweiterten Selbstkonzept ist es ihnen nun möglich, Verhaltensänderungen durchzuführen, die ihrerseits aber nicht Gegenstand der klientenzentrierten Gesprächstherapie sind (Microsoft Encarta 2000).

2. Biographischer und historischer Hintergrund

Carl R. Rogers ist der Begründer der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie. Die verschiedensten wissenschaftlichen und philosophischen Einflüsse kann man in seiner Theorie erkennen.

1. Anfang der vierziger Jahre beschäftigte sich die Sozialpsychologie in den USA mit den Auswirkungen autoritärer Strukturen. Kurt Lewin zeigte, daß ein demokratischer Stil im Vergleich zu autoritären Interaktionsformen Angstgefühle vermindert. Auch fördert dieser die Zufriedenheit und Sicherheit. Verbessert wird Insgesamt die Kommunikation der Beteiligten. In der Gesprächspsychotherapie ist das eine wichtige Grundlage in der Beziehung zwischen dem Therapeut und dem Klient. Hier übernimmt der Therapeut nicht mehr die Expertenrolle, sondern unterstützt die Problemlösungsversuche, Aktivitäten und Initiativen des Klienten. Zusätzlich versucht der Therapeut den Klienten auf seine aktuelle Situation zu konzentrieren.

2. Rogers arbeitete an einem Institut für Erziehungsberatung und wurde dort mit der Psychoanalyse vertraut. In seiner Tätigkeit als Psychologe in einer Beratungsstelle beschäftigte er sich mit straffälligen und unterprivilegierten Jugendlichen. Auch hier war die Psychoanalyse für ihn bestimmend. Von der Psychoanalyse Abstand nehmend, machte er sich mit dem Freud-Schüler Rank und dessen Beziehungs-Therapie bekannt. Bei der Psychoanalytischen Behandlung geht es um eine schrittweise Aufarbeitung früherer affektiver Beziehungen. Aber Rank faßt eine bestimmte Beziehung zwischen Therapeut und Klient schon als heilend auf: das Hier und Jetzt, die aktuellen Gefühle sind wichtig. Dem Klienten sollen angemessene Problemlösungen ermöglicht werden durch die Freisetzung seiner "Willenskräfte". Das Konzept zielt auf Unabhängigkeit und Selbständigkeit des Klienten ab. Zusätzlich wird die Therapeutenautorität vermindert.

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