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Der Realismus (Hans J. Morgenthau) und der Neo-Realismus (Kenneth N. Waltz)

Termpaper, 2002, 17 Pages
Author: Aleksandra Grzenda
Subject: Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Details

Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 17
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 2  Entries
Language: German
Archive No.: V5182
ISBN (E-book): 978-3-638-13158-2

File size: 126 KB


Excerpt (computer-generated)

Der Realismus (Hans J. Morgenthau) und der Neo-Realismus (Kenneth N. Waltz)

von Aleksandra Grzenda

Inhalt

Literaturverzeichnis

Einleitung

1. Der Realismus ( Hans J. Morgenthau)

1.1 Der historische Hintergrund
1.2 Realistische Positionen: Anthropologie, Erkenntnis, Ziele, Mittel
1.3 Grundsätze des Realismus
1.4 Machtverständnis
1.5 Das Mächtegleichgewichtskonzept

2. Der Neo-Realismus (Waltz, Kenneth N.)

2.1 Der historische Hintergrund

2.2 Die Grundannahmen des Neo-Realismus
2.2.1 Die Weiterentwicklung des Realismus zum Neo-Realismus
2.2.2 Die strukturelle Sichtweise der Internationalen Politik

2.3.1 Der strukturelle Dreisatz
2.3.1.1 Erklärung der Komponenten

2.4 Der Machtbegriff
2.5 Das Mächtegleichgewichtskonzept
2.5.1 Stabilität

3. Zusammenfassende Betrachtung


E I N L E I T U N G

Diese Hausarbeit befasst sich mit den zentralen Elementen des Realismus nach dem amerikanischen Politikwissenschaftler Hans Joachim Morgenthau und des Neo-
Realismus nach Kenneth N. Waltz.
Beide gehören zu den zentralen Theorien der Internationalen Politik, wobei der Waltzsche Ansatz aus der kritischen Auseinandersetzung mit der klassischen Realismuslehre Morgenthaus hervorgegangen ist.

Im ersten Teil der Arbeit werde ich mich mit Morgenthau beschäftigen, ich werde die Grundzüge, historische Hintergründe und Grundpositionen darstellen und mich hierbei insbesondere auf seine Anthropologie, auf welcher seine Grundannahme basiert, und den Machtbegriff konzentrieren.

Im zweiten Teil werde ich dann die Entwicklung des Morgenthauschen Ansatzes hin zum Neorealismus aufzeigen. Dabei werde ich auf die Gemeinsamkeiten der Theorien eingehen und schliesslich die Unterschiede zwischen dem klassischen Realismus und der Waltzschen Weiterentwicklung, welche sich in ihren Grundannahmen in den wesentlichen Komponenten vom klassischen Realismus Morgenthaus abgrenzt, erläutern. Hierbei werde ich auch kurz auf die Kritik am Realismus einerseits und auf die Veränderung der weltpolitischen Umstände anderseits eingehen.

Die Arbeit wird sich auch mit der Frage auseinandersetzen, warum das Internationale System trotz seiner " Anarchischen Struktur" , auf der die Grundannahmen der beiden Theorien beruhen, stabil bleibt.


1. Der Realismus ( Hans J. Morgenthau)

1.1 Der historische Hintergrund

Hans J. Morgenthau, geboren im Jahre 1903, wurde während seines Lebens nicht nur durch die beiden Weltkriege, sondern auch durch das Scheitern des Völkerbundes und durch den Ost -West -Konflikt wesentlich geprägt. Durch den zweiten Weltkrieg gelangte er zu einer realistischen Sichtweise der Poltik, die verstärkt den Begriff der Macht hervorhob.
Aufgrund der Misserfolge der Idealisten entwickelte er eine Theorie, mit der er diese Misserfolge erklären wollte und unter den geänderten Bedingungen einer " geteilten Welt" einen Beitrag zur Friedenserhaltung leisten wollte.

1.2 Realistische Positionen: Anthropologie, Erkenntnis, Ziele, Mittel

Der Ausgangspunkt seiner Theorie war das Menschenbild. Morgenthau berief sich dabei teils auf das negative (pessimistische) Menschenbild Hobbes′, teils auf die Anthropologie des Theologen Reinhold Niebuhr. Nach ihm ist der Mensch durch einen Dualismus geprägt; sein Wesen ist widersprüchlich. Das bedeutet, dass der Mensch, obwohl er das Verständnis von Moral, von " gut" und " böse" besitzt, sich dennoch oft für das " Unmoralische" entscheidet: " Da diese Welt ihrem Wesen nach von entgegengesetzten Interessen und von Konflikten zwischen ihnen beherrscht wird, können moralische Grundsätze niemals vollkommen verwirklicht werden…"
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei dem Verständnis des Menschen sind seine drei grundlegenden Triebe, nämlich Selbsterhaltung (" Kampf ums Überleben" ), Fortpflanzung und Machtstreben: " Der Trieb zu leben, sich fortzupflanzen und zu herrschen, ist allen Menschen gemeinsam."
Im hobbschen Naturzustand ist Macht die wichtigste Komponente im Überlebenskampf Mensch gegen Mensch.

[...]


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