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Scholary Paper (Seminar), 2001, 11 Pages
Author: Kim Brandt
Subject: Theology - Miscellaneous
Details
Institution/College: Free University of Berlin (Insitut für Religionswissenschaft)
Tags: Albrecht, Ritschl, Bürger, Jahrhunderts, Protestantismus, Kultur
Year: 2001
Pages: 11
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 3 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-47860-1
File size: 187 KB
Kurze Einführung in die Theorien Albrecht Ritschls, in seine Theorien un die Frage, ob seine Werk eine entscheidende Richtung für den Protestantismus des 19. Jahrhunderts vorgab.
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Excerpt (computer-generated)
Albrecht Ritschl:
Ein typisch liberaler Bürger des 19. Jahrhunderts?
von: Kim Brandt
Inhaltsverzeichnis
I Einleitung
1. Lebensdaten zu Albrecht Ritschl S. 2
2. Orientierung zu Beginn des Studiums S. 2
II Hauptteil
(Ideen, Lehren, Theorien)
3. Begriffsklärungen S. 2
3.1 Das Leitprinzip Gemeinde S. 2
3.2 Der Begriff Liebe S. 3
3.3 Der Begriff Berufstreue S. 4
4. Unterscheidungen S. 4
4.1 Die Unterscheidung von Religion und Politik S. 4
4.2 Die Unterscheidung von Religion und Wissenschaft S. 5
III Schluss
5. Diskurs: „Ist Albrecht Ritschl als typisch liberaler Bürger zu betrachten?“ S. 6
I Einleitung
1. Lebensdaten zu Albrecht Ritschl
Albrecht Benjamin Ritschl wurde am 25. März 1822 als Sohn des Superintendenten Karl R. Ritschl geboren. Mit 17 Jahren nahm er sein Theologie-Studium in Bonn auf, wechselte zwei Jahre später nach Halle, wo er in Philosophie promovierte. Es folgten Studienaufenthalte in Stettin (1844), in Heidelberg (1845) und Tübingen (1846). In Stettin legte Ritschl seine erste theologische Prüfung ab, in Tübingen reichte er seine Dissertation ein und bestand die Lizentiatenprüfung. Daraufhin wurde er Dozent für Neues Testament in Bonn und 1848 auch für Kirchen- und Dogmengeschichte. Nachdem Albrecht Ritschl 1852 erst zum außerordentlichen und sieben Jahre danach zum ordentlichen Professor ernannt wurde, heiratete er die aus Frankfurt am Main stammende Pfarrerstochter Ida Rehbock. Im Jahr 1864 folgte der Theologe dem Ruf nach Göttingen und starb dort, trotz mehrfachem Bestreben ihn nach Berlin zu holen, am 20. März 1889 kurz vor seinem 69. Geburtstag.
2. Orientierung zu Beginn des Studiums
Zu Beginn seines Studiums stand Albrecht Ritschl zwischen der Vermittlungstheologie seines akademischen Lehrers Immanuel Nitzsch und der Lutherisch-konfessionellen Neuorthodoxie seiner Studienfreunde. Schließlich wand Ritschl sich der spekulativen Geschichtstheologie von Ferdinand Christian Baur und seiner Tübinger Schule zu. Daraus resultierte auch der Wechsel nach Tübingen 1846. Die Tübinger Schule unter Baur widmete sich der historisch-kritischen Erforschung des Neuen Testaments. Als typisches Produkt diese Schule wird Ritschls erste große Veröffentlichung „Die Entstehung der altkatholischen Kirche. Eine kirchen- und dogmengeschichtliche Monographie“ von 1850 gesehen.
II Hauptteil
3. Begriffserklärungen
3.1 Das Leitprinzip Gemeinde
Bei Albrecht Ritschl steht die Gemeinde im Mittelpunkt der religiösen Anschauung. „Ich habe jetzt eine große Sicherheit in meinem theologischen Bewußtsein ..., seitdem mir klar geworden ist, dass die Idee von der Versöhnung durch Christus und die Idee von der erwählten Gemeinde in direktester Wechselwirkung stehen...“1 „Alle Religionen sind gemeinschaftlich“2 Die Ordnungsrelation Geist/Natur dient Ritschl zur Bestimmung des Spezifischen bei der christlichen Religion. Der Mensch wird als Teil der Natur und als geistige Persönlichkeit gesehen. Diesen Widerspruch kann nur die christliche Religion lösen, denn nur sie erfüllt die angestrebte Unabhängigkeit von der Natur durch ihren rein geistigen Anspruch. Nach Ritschl fungiert die Gemeinde in zweifacher Weise (zirkuläre Argumentation):
1. Sie hängt von der Wirkung der Offenbarung ab.
2. Die Existenz des Offenbarers hängt von der Gemeinde ab
3.2 Der Begriff Liebe
[...]
1 Otto Ritschl, Gesammelte Aufsätze. Neue Folge, in: Otto Ritschl (Hg.), Albrecht Ritschl, Tübingen 1896, S. 48f
2 Albrecht Ritschl, Die christliche Lehre von der Rechtfertigung und Versöhnung, Bd. 3: Die positive Entwicklung der Lehre, Bonn 1874, S. 26
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