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Das Lernspiel - Vom Spiel als Lernhilfe

Seminararbeit, 2005, 10 Seiten
Autor: Steffen Weber
Fach: Pädagogik - Schulpädagogik

Details

Institution/Hochschule: Philipps-Universität Marburg
Tags: Lernspiel, Spiel, Lernhilfe
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 10
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 9  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V52218
ISBN (E-Book): 978-3-638-47990-5
ISBN (Buch): 978-3-638-90262-5
Dateigröße: 157 KB

Zusammenfassung / Abstract

Spielen ist etwas Allgegenwärtiges. Jeder Mensch spielt, jeden Tag. Trotzdem wird Spielen in der Schule in weiten Teilen noch immer sehr kritisch betrachtet. Gespielt werden darf in der Freizeit, im Kindergarten und vielleicht sogar auch noch in der Primärstufe. In der Sekundarstufe hingegen soll gearbeitet und nicht gespielt werden. Übersehen wird hierbei, dass gerade Spiele den Unterricht bereichern und abwechslungsreicher gestallten können. Moderne Bildung zielt nicht mehr nur auf reine Stoffvermittlung und rezeptiven Wissenserwerb, sondern zunehmend auf Selbstständigkeit, Selbstverantwortung, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenzen. Eben aus diesem Verständnis heraus bieten Spiele die Möglichkeit das veränderte Bildungs- und Qualifikationsverständnis in den Unterricht hineinzuführen. Es ermöglicht die Schaffung von Räumen für eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen in Einzel-, Partner-, und Gruppenarbeit.


Textauszug (computergeneriert)

Philipps-Universität Marburg
Fachbereich 21 Erziehungswissenschaften
SE: Spielen im Unterricht
WS 05/06

Das Lernspiel

von: Steffen Weber

 


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG  3

2 WAS IST SPIELEN?  3

3 WARUM SPIELT DER MENSCH?  4

4 KANN MAN DURCH SPIELE LERNEN?  5

4.1 Wie erfolgt das Lernen im Spiel?  5

5 LERNSPIEL, WAS IST DAS?  6

5.1 Gruppierungen von Lernspielen  7
5.2 Didaktische Struktur des Lernspiels  7

6 WARUM SOLLTE MAN IN DER SCHULE SPIELEN?  8

7 ZUSAMMENFASSUNG  9

LITERATURVERZEICHNIS  10



 

 

1 Einleitung

Spielen ist etwas Allgegenwärtiges. Jeder Mensch spielt, jeden Tag. Trotzdem wird Spielen in der Schule in weiten Teilen noch immer sehr kritisch betrachtet. Gespielt werden darf in der Freizeit, im Kindergarten und vielleicht sogar auch noch in der Primärstufe. In der Sekundarstufe hingegen soll gearbeitet und nicht gespielt werden. Übersehen wird hierbei, dass gerade Spiele den Unterricht bereichern und abwechslungsreicher gestallten können. Moderne Bildung zielt nicht mehr nur auf reine Stoffvermittlung und rezeptiven Wissenserwerb, sondern zunehmend auf Selbstständigkeit, Selbstverantwortung, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenzen. Eben aus diesem Verständnis heraus bieten Spiele die Möglichkeit das veränderte Bildungs- und Qualifikationsverständnis in den Unterricht hineinzuführen. Es ermöglicht die Schaffung von Räumen für eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen in Einzel-, Partner-, und Gruppenarbeit (Klippert 1996, S. 9).

Mit dieser Ausarbeitung soll auf die Bedeutung des Spiels für die Schule und das Lernen eingegangen werden. Um dies allerdings im Weiteren klären zu können werde ich zunächst einmal erläutern, was Spielen ist und warum der Mensch eigentlich spielt. Anschließen werde ich mich genauer mit dem Thema Lernspiel beschäftigen und auf Struktur und Eigenschaft, sowie auf Verwendungszweck des Lernspiels für den Unterricht näher eingehen.

2 Was ist Spielen?

Spielerische Handlungen sind im Alltag oft nicht schwer zu erkennen. So versteht man unter dem Begriff Spielen einerseits eine nutzlose bzw. sinnlose Tätigkeit, andererseits eine Möglichkeit zur „Entspannung“ sowie „Ablenkung vom Ernst des Lebens“( Baer 1995, S.15).

Spielen unterscheidet Lebewesen von mechanischen Wesen, denn Spielen wird als sinnlos angesehen und steht in der Gesellschaft häufig dem Ernst gegenüber. Das Ergebnis eines Spiels hat keine Lebenswichtigen Konsequenzen für das Dasein. Objektiv betrachtet ist das Spielergebnis unwesentlich und gleichgültig. Nur für Beteiligte des Spiels, die das vorgegebene Regelwerk annehmen, sowie Zuschauern ist der Verlauf und der Ausgang des Spiels von Bedeutung. Laut Hilbert Meyer(1997) ist spielen ein Urphänomen, das durch einige zentrale Merkmale beschrieben werden kann. Steffen Weber: Das Lernspiel

Demnach erfordert das Spielen einen freien Raum, da es frei von fremden Zwecken ist. „Wir spielen um zu spielen, nicht um zu überleben“ (Scheuerl, 1994, S.67). Ebenso findet das Spiel nach Scheuerls Worten in einer Scheinwelt statt, welche durch die Phantasie jedes Einzelnen und durch die bereitstehenden Spielmaterialien hergestellt wird. Jede Art von Rückkehr in die Realität würde somit das freie Spiel gefährden. Spiele entwickeln in ihrem Verlauf eine eigene Dynamik und sind in sich zielgerichtet. Sie können immer wieder von vorne begonnen werden, oder beliebig lange fortgesetzt werden, was zur Folge hat, dass Spielabläufe oft mehrdeutig und offen sind. Verlauf und Ergebnis sind nicht vorhersehbar, was zum Erhalt der Spannung beiträgt. Spielen beinhaltet eine ständige Interaktion zwischen den einzelnen Mitspielern oder mit dem Spielobjekt und setzt somit eine aktive Beteiligung der Spieler voraus. Im Spiel müssen gleiche Rechte und Gewinnchancen für alle Mitspieler gelten, was nur durch Anerkennung von Spielregeln aller Beteiligten gewährleistet werden kann. Wenn nun alle Mitspieler sich aktiv am Spiel beteiligen und Spielregeln anerkennen, erreicht das Spiel seinen gewünschten Effekt, Spaß.

3 Warum spielt der Mensch?

Warum der Mensch spielt lässt sich nicht eindeutig beantworten. Es gibt viele verschiedene Sichtweisen und Ansätze um dieses Phänomen zu erklären. Im folgendem wird deshalb nur eine sehr bekannte Sichtweise näher betrachtet, die von Herbert Spencer. Diese Sichtweise wurde von ihm im Jahre 1855 in seinem Buch „Principles of Psychologie“ veröffentlicht. Er geht davon aus, dass alle Aktivitäten und Energien eines Lebewesens zweckgebunden sind und somit der Arterhaltung dienen. Höhere Lebewesen, wie der Mensch, benötigen ihre Kraft allerdings nicht mehr ausschließlich dafür, was zur Folge hat, dass er seine überschüssige Energie anderweitig abbauen muss, nämlich im Spiel.

[...]


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