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Scholary Paper (Seminar), 2005, 20 Pages
Author: Diplom-Journalist Robin Avram
Subject: Communications: Journalism, Journalism Professions
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Bremen
Tags: Emissionshandel, Hintergründe, Funktionsweise, Umsetzung
Year: 2005
Pages: 20
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 33 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-48093-2
File size: 246 KB
Der Studiengang nennt sich: Internationaler Studiengang Fachjournalistik. Mein Fachschwerpunkt ist Wirtschaft.
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Excerpt (computer-generated)
Der Emissionshandel - Hintergründe,
Funktionsweise und praktische Umsetzung
von: Robin Avram
4. Semester
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1 Der Treibhauseffekt: 4
Ausgangspunkt der Überlegungen:
1.1. Bedeutung des CO2 für den Treibhauseffekt 5
1.2 Klimaschutz in der UN 6
1.3 Das Kyoto-Protokoll 6
1.3.1 Ziele des Kyoto-Protokolls 6
1.3.1.1 Deutschland als Vorreiter 7
1.3.2 Ausarbeitung des Kyoto-Protokolls 7
2. Der Emissionshandel: 9
Grundlagen
2.1 Prinzip des Emissionshandels 9
2.1.1 Funktionsweise des Emissionshandels 9
2.1.2 Rahmenbedingungen 11
2.2 Handelsabwicklung 11
2.3 flexible Maßnahmen 12
2.3.1 Clean Development Mechanism (CDM) 12
2.3.2 Joint Implementation (JI) 13
3. Der Emissionshandel in Deutschland:
von der Lobby zerpflückt 13
3.1 Umweltpolitik contra wirtschaftliche Interessen 13
3.2 Selbstverpflichtung und Wirklichkeit 14
3.3. Der Nationale Allokationsplan 16
3.4 Der Emissionshandel in der Praxis 18
4. Fazit 19
Quellen 20
Einleitung
Die EU-weite Einführung des Emissionshandels zum 1.Januar 2005 stellt einen Meilenstein in der Geschichte des wirtschaftlichen Handelns dar. Erstmals wird die Belastung der Umwelt zu einem wirtschaftlichen Faktor, den die beteiligten Unternehmen in ihren Geschäftsentscheidungungen berücksichtigen müssen. Mit dem Emissionshandel wird die Reduzierung des Treibhausgases CO2 für Unternehmen aus Industrie und Energieerzeugung zur bindenden Pflicht. Diese Pflicht wurde an ein Handelsprinzip gekoppelt, dass die finanziellen Belastungen für die Unternehmen gering halten soll. CO2-Einsparungen sollen dadurch dort vorgenommen werden, wo sie am wenigsten kosten. Zusätzlich soll der Emissionshandel die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien vorantreiben. Was in der Theorie gut klingt, wurde in Deutschland leider mehr schlecht als recht umgesetzt. Obwohl die Wirtschaft selbst schon entsprechende Zusagen gemacht hatte, setzte sie sich in den Verhandlungen über die Ausgestaltung des Emissionshandels massiv gegen die vereinbarten Emissionsminderungen zur Wehr. Es kam zu einem Streit zwischen Wirtschafts- und Umweltressort, zwischen ökologischer Vernunft und wirtschaftlichem Expansionsdrang. Der Kanzler sprach schließlich ein Machtwort und räumte der Wirtschaft weitreichende Zugeständnisse ein, die nicht nur die ökologischen Ziele, sondern auch die Wirksamkeit des Emissionshandels insgesamt in Frage stellen. Wieder einmal zeigte sich: Öko-Politik ist Schönwetter-Politik, die trotz ihrer vorrangigen Bedeutung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kein Gehör findet.
In dieser Hausarbeit soll aufgezeigt werden, warum es so wichtig ist, weltweit die CO2-Emissionen zu reduzieren und welch ein langer Weg es war, dieses Thema auf die politische Agende zu setzen. Das Kyoto-Protokoll spielt dabei eine zentrale Rolle und wird umfassend thematisert. Anschließend wird die Funktionsweise des Emissionshandels erklärt, bevor es im dritten Teil darum geht, wie das System in Deutschland in die Praxis umgesetzt wurde.
Der Ausgangspunkt der Überlegungen:
1. Der Treibhauseffekt
„One of the greatest environmental and development challenges in the twentyfirst century will be that of controlling and coping with climate change.” Kofi Annan, UN-Generalsekretär In den letzten 100 Jahren ist die Durchschnittstemperatur auf der Erde um 0,5 Grad Celsius gestiegen. Schon heute hat diese vergleichsweise geringe Erwärmung schwerwiegende Folgen: Sturm- und Flutkatastrophen haben zugenommen, weite Landstriche leiden durch ausbleibende Regenfälle unter zunehmender Versteppung. Das ist allerdings nur der Anfang: Das von der UN eingesetzte Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), in dem die weltweit führenden Klimawissenschaftler zusammen arbeiten, errechnete im Jahr 2001, dass die Durchschnittstemperatur auf der Erde in den nächsten 100 Jahren um weitere 5,8 Grad Celsius steigen wird, wenn der Energieverbrauch unvermindert zunimmt. Die Folgen wären katastrophal: Trinkwasser und Nahrungsmittel würden in vielen Regionen knapp werden, das Artensterben rapide zunehmen. Schließlich würden Teile der Erde unbewohnbar, was zu einer riesige Völkerwanderung und damit einhergehend Kriegen um die knappen Ressourcen führen würde. Es ist jedoch noch nicht zu spät: Durch Klimaschutzmaßnahmen kann die Erwärmung in den nächsten 100 Jahren mutmaßlich auf 2 Grad Celsius limitiert werden.
Die wissenschaftlich wahrscheinlichste Erklärung für den Temperaturanstieg ist der sogenannte künstliche Treibhauseffekt. Der Treibhauseffekt wird durch die Gase Kohlenstoffdioxyd (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O), Distickstoffoxyd (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW) und Schwefelhexafluorid (SF6) verursacht. Diese Klimagase wirken in der Atmosphäre ähnlich den Scheiben eines Treibhauses. Sie lassen die Sonnenstrahlen passieren, absorbieren aber einen Teil der von der Erde ausgestrahlten Wärme und strahlen sie wieder auf die Erdoberfläche zurück. Je höher die Konzentration der Treibhausgase, desto stärker der Treibhauseffekt.
1.1 Bedeutung des CO2 für den Treibhauseffekt
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