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Unterrichtsstunde: Adjektive und ihre Funktionen (2. Klasse)

Unterrichtsentwurf, 2005, 19 Seiten
Autor: Tanja Vorderstemann
Fach: Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik

Details

Veranstaltung: Unterrichtsbesuch
Institution/Hochschule: AFL GHRF
Tags: Unterrichtsstunde, Adjektive, Funktionen, Klasse), Unterrichtsbesuch
Kategorie: Unterrichtsentwurf
Jahr: 2005
Seiten: 19
Note: sehr gut
Literaturverzeichnis: ~ 17  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V52569
ISBN (E-Book): 978-3-638-48246-2

Dateigröße: 348 KB
Anmerkungen :
Problemorientierter Einstieg zu der neuen Wortart "Adjektive".



Textauszug (computergeneriert)

Adjektive und ihre Funktionen

von

Tanja Vorderstemann

2005

 

 

Unterrichtsvorbereitung im Fach Deutsch

Datum:

Uhrzeit:

Klasse: 2

Mentorinnen:

Ausbilderin:

 

Thema der Einheit: Adjektive

Thema der Stunde:
Die beschreibende Funktion von Adjektiven - Personenbeschreibung

Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit:
1. Die beschreibende Funktion von Adjektiven - Personenbeschreibung
2. Die beschreibende Funktion von Adjektiven - Fühlen, Schmecken
3. Die vergleichende Funktion von Adjektiven - Antonyme
4. Adjektive bilden - Wortschatzerweiterung
5. Adjektive im Satz
6. Vertiefende Arbeit in der Adjektiv-Werkstatt

Lernziel der Einheit:
Die Kinder sollen Adjektive identifizieren, bewusst verwenden und bilden können.

Lernziel der Stunde:
Die Kinder sollen sich der beschreibenden Funktion von Adjektiven bewusst werden, indem sie Kinder aus der Klasse mit Hilfe von Adjektiven näher beschreiben.

 

0. Inhaltsverzeichnis

0. INHALTSVERZEICHNIS 1

1. LERNGRUPPENBESCHREIBUNG 2
1.1 LERNVORAUSSETZUNGEN 2

2. SACHANALYSE 3
2.1 DAS ADJEKTIV 3
2.2 DIE PERSONENBESCHREIBUNG 6

3. DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN 7

4. VERLAUFSSKIZZE 10

5. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN 11

6. LITERATURVERZEICHNIS 14

ANHANG

 

 

1. Lerngruppenbeschreibung

In der Klasse sind Kinder aus acht verschiedenen Ländern, wovon 10 Mädchen und 13 Jungen sind. Die meisten Kinder wachsen zweisprachig auf, was sich in einigen Fällen in den deutsch-sprachigen Fähigkeiten widerspiegelt. Die Kinder können meine Arbeitsanweisungen verstehen. Es zeigt sich jedoch, dass einige Kinder der Klasse visuelle Unterstützungen benötigen, um die Anweisungen zu verstehen und sich häufig an anderen Kindern orientieren. So weit es mir möglich ist, kümmere ich mich um Kay und Silsila besonders und biete ihnen häufiger meine Unterstützung an. Das Sozialverhalten der Kinder untereinander hat sich sehr verbessert. Die Kinder nehmen zunehmend Rücksicht aufeinander und halten sich größtenteils an die vereinbarten Regeln. Die Kinder arbeiten gern in Gruppen zusammen und helfen schwächeren Kindern. Dennoch kommt es häufig zu Konflikten im Unterricht und auch in den Pausen. Daher nehme ich mir auch während des Unterrichts Zeit, diese Konflikte gemeinsam mit den betroffenen Kindern zu klären, und verweise immer wieder auf unsere gemeinsam vereinbarten Klassenregeln: langsam, leise, friedlich, freundlich.

Jasmin ist erst vor einigen Wochen zu uns in die Klasse gekommen. Die Kinder haben sie herzlich aufgenommen und erklären ihr gerne, die Materialien für den Wochenplan und für die Freie Arbeitszeit. Jasmin hat sich Jasmins besonders angenommen und erklärt ihr Aufgabenstellungen, die ihr unklar sind. Jasmin spricht aus Unsicherheit noch überwiegend English. Um ihr den Einstieg in die neue Lernumgebung angenehm zu gestalten und ihr die Umstellung zu erleichtern, übersetze ich ihr noch viele Arbeitsanweisungen ins Englische. Sie sollte jedoch möglichst viel mit der neuen Sprache konfrontiert werden und daher erhält sie alle Erklärungen zunächst auf Deutsch. Jasmin weiß, dass die Kinder nur deutsch mit ihr sprechen können und versucht daher immer mehr, sich mit Hilfe der deutschen Sprache auszudrücken. Jasmin kann Texte laut vorlesen, jedoch liest sie die Texte nicht Sinn entnehmend, da ihr viele Wörter unbekannt sind. Ebenso schreibt sie als Einzige noch Druckschrift. Sie kann Wörter, die man ihr vorspricht oder die sie kennt, lautgetreu aufschreiben, jedoch hat sie noch keinen großen, aktiven deutschen Wortschatz, sodass sie sich im selbstständigen Verfassen von Sätzen sehr schwer tut. Jasmin besucht daher parallel zum Deutschunterricht einen Förderkurs und erhält in dieser Stunde ggf. ein differenziertes Arbeitsblatt. Sollte sie dennoch Schwierigkeiten mit der Aufgabenstellung haben, wird Jasmin mit ihr zusammenarbeiten.

1.1 Lernvoraussetzungen

Die Kinder haben bereits die Wortarten Nomen und Verben kennen gelernt.
Adjektive sind besonders hilfreich, um Gefühle, Erlebnisse und Gedanken treffend zu formulieren und helfen den Kindern beim kreativen Sprachgebrauch. Die Kinder nutzen einige wenige Adjektive bereits unbewusst (toll, super, doof, blöd, gerne) im mündlichen, wie auch im schriftlichen Sprachgebrauch. Um unter anderem den Gebrauch der Adjektive zu erhöhen und den Wortschatz der Kinder zu erweitern, wird nun die Wortart der Adjektive eingeführt. Einigen Kindern ist der Begriff Wiewort bereits bekannt, ohne dass sie sich darunter etwas Konkretes vorstellen können.

Die Kinder haben in gewissen Lernspielen geübt, ihre Mitschüler genau zu betrachten und veränderte Details wahrzunehmen. Im Kunstunterricht haben die Kinder bereits Selbstportraits, aber auch diverse Gegenstände abgezeichnet und somit geübt, das Äußere bewusst wahrzunehmen, sodass das Verfassen einer Beschreibung eines anderen Kindes keine große Hürde im Bereich der Objektbezogenheit darstellen sollte.

2. Sachanalyse

2.1 Das Adjektiv

Das Adjektiv hat einen hohen Stellenwert unter den übrigen Wortarten.
Es ist die drittgrößte Wortart und umfasst ungefähr ein "sechstel des gesamten deutschen Wortschatzes"1, wobei sich die Zahl durch neue Wortbildungen stetig erhöht. Das Wort Adjektiv kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie das Beigefügte. "Adjektive bezeichnen Eigenschaften von Lebewesen (der bissige Hund), Dingen (das große Haus), Sachverhalten (ein herrlicher Sommer), Vorgängen (es donnert laut) und Eigenschaften von Eigenschaften (das rot geblümte Kleid) 2."

[....]


1 Mustun, M (2004), S. 30

2 Menzel, W. (2000), S. 56


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