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Die deutsche Presse unter der Pressepolitik Napoleons

Scholary Paper (Seminar), 2005, 18 Pages
Author: Christian Ritter
Subject: Communications - Media History

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2005
Pages: 18
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V52579
ISBN (E-book): 978-3-638-48253-0

File size: 252 KB


Excerpt (computer-generated)

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft
Wintersemester 04/05
Proseminar: Geschichte der deutschen Presse

Hausarbeit

Die deutsche Presse unter der Pressepolitik Napoleons

Referent: Christian Ritter

M.A.
Anglistik Literaturwissenschaft (HF)
Kommunikationswissenschaft (NF)
Anglistik Sprachwissenschaft/Mediävistik (NF)
3. Semester
Referat:
„Die deutsche Presse unter der Pressepolitik Napoleons“,
gehalten am 09.12.2004

 

Gliederung

1. Einleitung 3

2. Die Machtübernahme Napoleons 4

3. Die Instrumentalisierung der Presse durch Napoleon 5

4. Pressepolitik Napoleons auf deutschem Territorium 7
4.1 Österreich und Preußen 8
4.2 Das linke Rheinufer und Norddeutschland 9
4.3 Der Rheinbund 9

5. Printmedien 10
5.1 Zeitungen 10
5.2 Zeitschriften 12
5.3 Intelligenzblätter 14

6. Folgen der Auflehnung gegen die Zensur 15

7. Der Sturz Napoleons durch die Presse 16

8. Schluss 17

Bibliographie 18

 

 


"Vier feindliche Zeitungen richten mehr Unheil an als 10.000 Männer auf dem Felde."

Napoléon Bonaparte

 

 

1. Einleitung

Napoléon Bonaparte wird noch heute als "größter Feldherr aller Zeiten" gehandelt, ebenso als Visionär in Bezug auf ein geeintes Europa. Nach seinem Aufstieg zum Kaiser über Frankreich setzte er sich das Ziel, sich auch Resteuropa in Eroberungskriegen zu unterwerfen, mit geradezu durchschlagendem Erfolg.

Zu Anfang des 19. Jahrhunderts befand sich ein Großteil Europas unter französischer, sprich napoleonischer Herrschaft. Wie es zur Übernahme vor allem des heutigen Gebiets der Bundesrepublik Deutschland kam, soll in der Folge unter Punkt 2 kurz erläutert werden. Doch es waren nicht nur schlicht Territorien, die in Napoleons Hand fielen, es waren politische und wirtschaftliche Systeme unterschiedlichster Couleur - Königreiche, Herzogtümer, et cetera - die auch, und darum soll es im weiteren Verlauf dieser Arbeit hauptsächlich gehen, Pressewesen besaßen, die ebenso unter das französische Regime fielen. Napoleon machte sich die ausländische Presse unterwürfig und setzte sie für seine Zwecke ein. Wie er dies im Einzelnen vollbrachte, soll im Punkt 3 erörtert werden, die uneinheitlichen Voraussetzungen in den deutschen Territorien sind Thema im 4. Punkt.

Welche Art von Printmedien damals, zur Jahrhundertwende zum 19. Jahrhundert und zu dessen Anfängen, hauptsächlich auftraten, ist Sujet im Punkt 5.

Anschließend wird der Aspekt der Zensur mit besonderem Fokus auf dessen negative Auswirkungen für Widerständler beleuchtet und abschließend der Sturz Napoleons - eingeleitet durch die Presse - erläutert werden.

In ihrer Gesamtheit soll diese Arbeit einen umfassenden Blick auf Deutschland und dessen Pressewesen unter der Herrschaft Napoleons werfen.

2. Die Machtübernahme Napoleons

Um zu verstehen, wie Napoleon seine Macht über Frankreich hinaus auch über Europa und im Speziellen über die Territorien der heutigen Bundesrepublik Deutschland erstrecken konnte, muss man den Blick noch einige Jahre weiter zurück werfen, in die Zeit, als die Französische Revolution, die sich über 10 Jahre bis 1799 hinzog, ereignete.

Schon 1792, als König Ludwig XVI inhaftiert und der erste Nationalkonvent gewählt wurde, konnte Frankreich Teile des linken Rheinufers für sich erobern. 1795 trat Napoleon erstmals nennenswert in Erscheinung, als er den Oberbefehl über die französische Armee erhielt.

Am 9. November 1799 setzte er in einem Staatsstreich das Direktorium ab, erließ am 24. Dezember 1799 die Konsulatsverfassung und wurde selbst Erster Konsul. Damit war die Revolution innenpolitisch am Ende, wurde jedoch durch die Koalitionskriege und die napoleonischen Kriege in weite Teile Europas getragen, auch nach Deutschland.
1802 festigte Napoleon seine Macht, indem er sich durch einen Plebiszit zum Konsul auf Lebenszeit ernennen ließ.

Die absolute Alleinherrschaft sicherte er sich am 2. Dezember 1804, als er sich selbst zum Kaiser krönte, dabei bewusst auf kirchlichen Beistand in Form des zwar anwesenden, aber nicht an der Krönungszeremonie beteiligten Papstes verzichtete, um seinen alleinigen Universalanspruch auf Macht deutliche zu machen.

Im 4. Koalitionskrieg 1806 zerfiel das Heilige Römische Reich Deutscher Nationen nach fast über tausendjährigem Bestehen unter der Übermacht der französischen Armee.

Im selben Jahr wurde der Rheinbund gegründet, in dem sich 16 süddeutsche Staaten unter das Protektorat Napoleons begaben.

Bis 1811 schlossen sich die meisten anderen deutschen Territorien bis auf Österreich und Preußen dem Rheinbund an.
1813 wurden die Franzosen bei der Völkerschlacht in Leipzig geschlagen, wodurch sie sich sukzessive vom deutschen Territorium zurückziehen mussten.
1815 beendete die vernichtende Niederlage gegen die Briten in Waterloo endgültig Napoleons Herrschaft über Europa. (vgl. Leick 2004: 138ff)

[....]


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