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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 1999, 20 Pages
Author: Dipl.-Theol. Christoph Körner
Subject: Philosophy - Early Modern Philosophy (approx. 1350 - 1600)
Details
Institution/College: Graduate School of Philosophy and Theology St. Georgen in Frankfurt am Main
Tags: Ursprung, Ewigkeit, Schrift, Nikolaus, Cusanus, Zeitphilosophien, Mittelalter, Gegenwart
Year: 1999
Pages: 20
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 17 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-48259-2
File size: 203 KB
Im Rahmen einer Textanalyse der Schrift "De principio" ("Vom Ursprung") des Nikolaus von Kues aus dem Jahr 1459 kommen Grundbegriffe der cusanischen Philosophie und Theologie zur Sprache. Wenn es dabei um den Aspekt der Zeit geht, ist die Frage nach der Ewigkeit sowie dem Verhältnis von Zeit und Ewigkeit nicht weit. Außerdem wird ein Teil seiner ideengeschichtlichen "Wurzeln" sichtbar.
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Excerpt (computer-generated)
Von Ursprung und Ewigkeit. Die Schrift
„De principio“ des Nikolaus Cusanus
von: Christoph Körner
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Zur Biographie des Nikolaus von Kues 2
2.1 Sein Leben 2
2.2 Seine Werke 3
3 Die Schrift "De principio" 4
3.1 Der Aufbau von "De principio" 5
3.2 Was meint "principium"/"Ursprung"? 12
4 Der Begriff der "Ewigkeit" in "De principio" 14
4.1 Vom Ursprung zur Ewigkeit 14
4.2 Was heißt Ewigkeit für Cusanus? 14
4.3 Ewigkeit und Zeit 15
5 Schluß 16
Literaturverzeichnis 17
1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit zum Seminar "Zeitphilosophien im Mittelalter und in der Gegenwart" beschäftigt sich mit der Schrift "De principio - Über den Ursprung" des Nikolaus von Kues. Am Anfang sollen kurz ein paar Worte zum Leben und zu den Werken des Cusanus gesagt werden. Dann wird in einem ersten Teil die Schrift "De principio" vorgestellt und ein Vorschlag für die Gliederung dieser Schrift gemacht. Außerdem wird der Begriff des "Ursprungs", des "principium" eingehender untersucht. Wie kommt Nikolaus Cusanus von seinem Verständnis des "Ursprungs" zum Begriff der "Ewigkeit", ist eine Frage, die sich beim Lesen von "De principio" stellt. In einem zweiten Teil soll auf diese Frage und auf den Ewigkeitsbegriff des Cusanus eingegangen und das Verhältnis von Zeit und Ewigkeit näher betrachtet werden.
2 Zur Biographie des Nikolaus von Kues
"Nur wenige wissen viel über ihn" titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung in der Überschrift für einen Artikel, der sich mit Leben und Wirken des Nikolaus von Kues beschäftigte.1 In dem Artikel ging es vor allem um die Frage, wie bekannt der Cusaner heute ist. Er, der im 15. Jahrhundert, am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, gelebt hat, war lange Jahre hindurch fast vergessen und wurde erst seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts wieder stärker rezipiert.2 Unser Jahrhundert hat sich schließlich noch intensiver und genauer mit Nikolaus von Kues befaßt, so daß die Menge an Literatur, die es über ihn gibt, nicht zu übersehen ist. Einige Bemerkungen zu seiner Biographie sollen aber dennoch gemacht werden.
2.1 Sein Leben
Im Jahr 1401 wurde er als Sohn eines Fischers in Kues an der Mosel geboren. Sein ursprünglicher Name lautete Nikolaus Krebs, später nannte er sich Nikolaus von Kues, in latinisierter Form Nikolaus Cusanus. Sein Studium, das er zwischen 1416 und 1430 absolvierte, umfaßte mehrere Richtungen. Anfangs studierte er als "clericus Treverensis diocesis" bis zum Abschluß des Bakkalaureats in Heidelberg, anschließend dann weltliches und kirchliches Recht in Padua, wo er sich zusätzlich mit der Mathematik und den Naturwissenschaften sowie der aristotelischen Philosophie beschäftigte, und schließlich auch Theologie und Philosophie in Köln. Dort machte er die Bekanntschaft mit den Schriften von Albertus Magnus, Raimundus Lullus und Pseudo-Dionysius Areopagita, durch den er mit dem Gedankengut des Neuplatonismus vertraut wurde.3
Ab 1432 vertritt Nikolaus von Kues den Trierer Erzbischof Ulrich von Manderscheid beim Baseler Konzil, anfänglich ist er Anhänger der konziliaren Partei, wechselt aber im Verlauf des mehrere Jahre dauernden Konzils auf die päpstliche Seite. Mit 35 Jahren empfängt er die Priesterweihe und wird bald darauf, nämlich 1437, von Papst Eugen IV. beauftragt, nach Konstantinopel zu reisen, von wo er den byzantinischen Kaiser und den Patriarchen zum Konzil von Ferrara-Florenz begleitet. Der Versuch, auf dem Konzil eine Union zwischen lateinischer und griechischer Kirche zu erreichen, schlägt aber letztlich fehl. In den darauffolgenden Jahren ist Nikolaus von Kues als päpstlicher Gesandter auf verschiedenen Reichstagen anwesend, so zum Beispiel in Mainz, Frankfurt und Aschaffenburg. 1448 erfolgt seine Ernennung zum Kardinal, bereits zwei Jahre später wird er zum Bischof von Brixen geweiht. Während seiner Tätigkeit als Bischof bemüht er sich um eine Reform der Klöster und des Klerus und beruft zu diesem Zweck unter anderem mehrere Diözesansynoden ein. Als es zum Konflikt mit dem Tiroler Herzog Sigismund kommt und in seinem Bistum vermehrt Widerstände auftreten, wird der Kardinal 1458 vom Papst an die Kurie nach Rom berufen. Dieser ernennt ihn nach kurzer Zeit zum Generalvikar von Rom. In dieser Funktion entwirft er die "Reformatio generalis" und führt Synoden zur allgemeinen Erneuerung der Kirche durch. 1460 wollte Nikolaus noch einmal nach Brixen, in sein Bistum, zurückkehren, wird aber von Herzog Sigismund überfallen, woraufhin er wieder nach Rom geht. Am 11. August 1464 stirbt Nikolaus von Kues im Alter von 63 Jahren bei einer Visitationsreise in der Stadt Todi in Umbrien.
2.2 Seine Werke
[...]
1 Vgl. Fischer, H.-J., Nur wenige wissen viel über ihn. Der große Nikolaus von Kues in Brixen, in Rom und an der Mosel, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 146, 28. Juni 1999, S. 14.
2 Vgl. Otto, S., Nikolaus von Kues, in: Höffe, O. (Hg.), Klassiker der Philosophie. Von den Vorsokratikern bis David Hume, Bd. 1, München 21985, S. 245 - 261, hier S. 259.
3 Bei den Angaben zur Biographie des Cusanus vgl. auch Schaber, J., Nikolaus von Kues, in: Bautz, T. (Hg.), Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. VI, Herzberg 1993, S. 889 - 909.
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