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Unterrichtseinheit: Spiel und Spaß mit Alltagsmaterialien - Wir erfinden selber Spiele - Prüfungslehrprobe im Sportunterricht einer 4. Klasse

Lesson Plan, 2006, 20 Pages
Author: Ina Schröder
Subject: Sport - Sport Pedagogy, Didactics

Details

Category: Lesson Plan
Year: 2006
Pages: 20
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V52827
ISBN (E-book): 978-3-638-48434-3

File size: 182 KB
Notes :
Es handelt sich hierbei um einen ausführlichen Unterrichtsentwurf, der im Rahmen der 2. Dienstprüfung für das 2. Staatsexamen (Lehramt an Grund- und Hauptschule) entstanden ist.



Excerpt (computer-generated)

Staatliches Seminar für schulpraktische Ausbildung 

Unterrichtsentwurf

zur zweiten Dienstprüfung für das Lehramt an
Grund- und Hauptschulen
im Fach Sport

Thema: 

„Spiel und Spaß mit Alltagsmaterialien“

08:35 – 09:20

Ina Schröder

 

 

Inhalt

1. REFLEXIONEN ZUR LERNGRUPPE 1

2. ÜBERLEGUNGEN ZUM INHALT UND ZUR SACHE 2
2.1 DEFINITION „ALLGEMEINE SPIELFÄHIGKEIT“ 2
2.2 DEFINITION „SOZIALKOMPETENZ“: 2
2.3 DEFINITION „KREATIVITÄT“: 2

3. ZIELE 3

4. DIDAKTISCH-METHODISCHE REFLEXION 3
4.1 DIDAKTISCHE BEGRÜNDUNG DER THEMENAUSWAHL 3
4.2 BEZÜGE ZU DEN LEITGEDANKEN DES BILDUNGSPLANS 4
4.3 EINBETTUNG DES STUNDENTHEMAS IN DEN UNTERRICHTLICHEN KONTEXT 5
4.4 DIDAKTISCH – METHODISCHE UMSETZUNG 6

5. LITERATUR 10

6. UNTERRICHTSSKIZZE 12

7. VERSICHERUNG 15

8. ANLAGEN 16

 

 

1. Reflexionen zur Lerngruppe

Die Klasse XXX setzt sich aus 21 Schülern, 9 Mädchen und 12 Jungen zusammen. Ich unterrichte mit großer Freude seit Beginn dieses Schuljahres in der Klasse und habe bis jetzt ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Die Schüler sind sportlich ausgesprochen motiviert und engagiert und nehmen jedes von mir gemachte Bewegungsangebot mit freudiger Erwartung an. Das Sozialverhalten der Klasse hat sich seit einer hier durchgeführten Akrobatik-Einheit deutlich verbessert, es gibt aber dennoch einige sozial etwas auffälligere Schüler, die ich an dieser Stelle nennen möchte: XXX ist erst seit diesem Schuljahr in der Klasse und aufgrund von mehrmaliger Nichtversetzung stark überaltert. Seine Eltern lehnen den Rat, ihn auf eine Förderschule zu überweisen, ab. XXX folgt Anweisungen oft nur nach mehrmaligem Ermahnen und handelt manchmal sehr unvorsichtig und wenig umsichtig.

Auch XXX benimmt sich häufig sehr übermütig und ebenfalls wenig umsichtig. Er nimmt in der Klasse eher eine Außenseiterrolle ein, da die anderen Kinder aufgrund seiner Überschwänglichkeit und geringen Verlässlichkeit nicht so gerne mit ihm Sport treiben.

XXX und XXX muss ich ebenfalls öfters ermahnen und um Aufmerksamkeit und Vorsicht bitten. Ganz besonders XXX ist sehr oft unkonzentriert und macht nicht selten zwecks mangelndem Zuhören genau das Gegenteil von dem, was man zuvor gesagt hat.

XXX ist ein sehr guter Sportler, jedoch bei Konflikten äußerst empfindlich. Er verweigert nicht selten das weitere Sporttreiben nach einem Streit ganz, setzt sich dann auf die Bank und weint. Ich habe herausgefunden, dass er in solchen Momenten kurz seine Ruhe braucht und dann von alleine wieder zu uns kommt, daher lasse ich ihm in solchen Situationen die Zeit, die er braucht. Für den Umgang mit Störungen haben wir in der Klasse folgende Regelung getroffen: In der ersten Unterrichtsstunde in dieser Klasse erhielt alle Schüler zwei Zettel, auf die sie jeweils eine Maßnahme schreiben sollen, die getroffen wird, wenn ein Schüler den Unterricht erheblich stört oder hinaus gesetzt wird (Bsp.: 10 Runden in der Halle laufen, alle Turnbeutel ins Klassenzimmer tragen usw.). All diese Zettel wurden gefaltet und in die berühmt-berüchtigte „Black-Box“ geworfen. Hat ein Schüler den Unterricht in hohem Maße gestört, sich unfair verhalten oder wird er hinaus gesetzt, muss er einen Zettel aus der Box ziehen und die jeweilige Maßnahme ausführen. Was den Leistungsstand der Klasse im Hinblick auf den Inhalt angeht, so ist den Schülern die Arbeit in Kleingruppen vertraut. Bereits im letzten Schuljahr erhielten die Kinder hin und wieder den Auftrag, Gerätestationen zu erfinden und zu variieren. Das Erfinden von Spielen stellt jedoch eine neue Herausforderung für sie dar.

2. Überlegungen zum Inhalt und zur Sache

2.1 Definition „allgemeine Spielfähigkeit“

Nach DIETRICH beinhaltet die allgemeine Spielfähigkeit sich auf Spiele zu einigen, die Spielbedingungen zu organisieren, ein Spiel in Gang zu setzen, ein Spiel aufrecht zu erhalten, bzw. bei Störungen wieder herzustellen (vgl. DIETRICH 1984, 19).

„Die allgemeine Spielfähigkeit verlangt […] ein genetisches Spielkonzept, das die Spielenden befähigt, ein Spiel selber zu initiieren und den Spielprozess aufrecht zu erhalten bzw. zu verändern […]“ (RÖTHIG 1992, 415).

2.2 Definition „Sozialkompetenz“:

„Die „soziale Kompetenz“ gehört theoretisch wie empirisch zu den eher wenig fundierten, vor allem aber nur unscharf definierten psychologischen Konstrukten“ (LANGMAACK 2004, 21). LANGMAACK führt folgende Definition von sozialer Kompetenz an: „Soziale Kompetenz ist ein Bündel von Fähigkeiten, um in sozialen Situationen auf der zwischenmenschlichen Ebene zu kommunizieren und zu kooperieren[…]“ (LANGMAACK 2004, 23). Unter anderem sind folgende Kenntnisse und Fähigkeiten für eine erfolgreiche soziale Interaktion erforderlich: Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein, Empathie, Konfliktfähigkeit und Integrationsfähigkeit (vgl. KELLER / HAFNER 1999, 10). In besonderem Maße eignet sich die Gruppenarbeit zur Schulung von Sozialkompetenz: „Die Kleingruppenarbeit ermöglicht […] ein Einüben in entdeckendes und problemlösendes Lernen, sie ermöglicht Selbsttätigkeit, Arbeitsteilung, Kooperation und fördert die Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit, sowie die soziale Handlungskompetenz […]“ (GÜNZEL 2001, 44).

2.3 Definition „Kreativität“:

„Allgemein dient Kreativität oft als Bezeichnung für ein außerhalb der gewöhnlichen Bahnen liegendes Erkennen von Problemen und das Auffinden neuer und origineller Lösungen. Als besonders geeignet zur Förderung von Kreativität durch sportliches Handeln werden Formen des Spiels, des Tanzes sowie der (Ausdrucks-) Gymnastik angesehen. Wie in diesen sportlichen Aktivitäten gilt Kreativität immer dann als Voraussetzung für optimales Handeln, wenn offene Fertigkeiten realisiert werden sollen. In der Folge werden Umlernen, Flexibilität und Vielseitigkeit, eine Orientierung an Bewegungsaufgaben, problemorientierter Unterricht oder auch Unterrichtsinszenierungen zur Förderung einer allgemeinen sowie sportspezifischen Kreativität vorgeschlagen“ (RÖTHIG 1992, 264).

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