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Das Konfliktgespräch

Hausarbeit, 2005, 23 Seiten
Autor: Martine Schreiber-Bleurvacq
Fach: Französisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.

Details

Institution/Hochschule: Universität Trier
Tags: Konfliktgespräch
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 23
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 10  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V53804
ISBN (E-Book): 978-3-638-49149-5

Dateigröße: 272 KB


Textauszug (computergeneriert)

Universität Trier - Fachbereich II
WS 2004/ 2005 - Seminar der Fachdidaktik
Diskursanalyse und Fremdsprachenunterricht

Das Konfliktgespräch

von: Martine Schreiber-Bleurvacq

 


INHALTSVERZEICHNIS

I. GRUNDLAGEN DER FREMDSPRACHENDIDAKTIK  3-7

1. Allgemeine Einleitung 3-4
2. Gesprächskompetenz und das Thema „Konflikt“  4-7

2.1 Die kommunikative Kompetenz 4-6
2.2 Die Gesprächskompetenz  6-7

II. DAS KONFLIKTGESPRÄCH 7-11

1. Der Bedarf 7-8
2. Die Definition des Begriffs „Konflikt“  8-9
3. Die wissenschaftliche Arbeitsdefinition „Konfliktgespräch“  10-11

III. DISKURSANALYTISCHE ANSÄTZE FÜR DAS KONFLIKTGESPRÄCH 12-20

1. Allgemein 12-13
2. Analyse nach Handlungsmuster 13
3. Die Detailanalyse  13-14
4. Beispiel eines Ablaufs auf wissenschaftlichen Grundlagen  14-17

4.1 Die Phasen 14-15
4.2 Schwierigkeiten des Ablaufs  15-16
4.3 Aufgaben eines Vermittlers 16-17

5. Übung für einen diskursorientierten Unterricht 17-19

5.1 Die Simulation 17-18
5.2 Die Festigung  18-19

6. Tendenzen  19-20

IV. SCHLUSSWORT 20-22

LITERATURVERZEICHNIS  23



 

 

I. GRUNDLAGEN DER FREMDSPRACHENDIDAKTIK

Für ein didaktisches Handeln im Unterricht sind Bedingungen verknüpft. Es kommt u. a. auf die Kurskonzeption an, die wiederum ohne verschiedene Analysetätigkeiten nicht mehr auskommen kann. Neue Kompetenzfestschreibungen in der Bildung, neue Instrumente - auch im Rahmen des Fremdsprachenunterrichts1 - mit neuen Bewertungskriterien und deren ständigen Anpassungen für die Unterrichtsplanung erfordern von den Lehrenden eine ständige Analysetätigkeit, Fundament und Garantie einer „Bildungsqualität“ mit Harmonisierung zwischen den Akteuren (Institutionen, Lehrenden, Lernenden). Aufgrund der unterschiedlichen Kommunikationsstile, durch Fehleinschätzungen und Vorurteile kann es zu Missverständnissen, Spannungen und Konflikte kommen. Als Einleitung wird zunächst auf die Grundlagen der Fremdsprachendidaktik allgemein eingegangen und die Wichtigkeit der Gesprächskompetenz für eine erfolgreiche Kommunikation im Bezug auf stattfindende Konflikte betont.

Wegen der Komplexität des Themas werden in dem folgenden Kapitel zunächst einige Definitionen von Konflikt und Konfliktgespräch vorgestellt. Der größere Teil dieser Arbeit bezieht sich auf die Diskurs- bzw. Gesprächsanalyse, die sich für die Lehrenden als eine wichtige didaktische Methode anbietet. Dabei wird auf mögliche diskursanalytische Ansätze für den Gesprächstyp Konfliktgespräch detailliert eingegangen. Es existieren keine reinen Sachkonflikte. Konflikte sind immer auch Beziehungskonflikte.2 Das Konfliktgespräch bzw. dessen Analyse stellt sich für die Lehrenden als ein unabdingbares didaktisches Instrument insbesondere für den Fremdsprachenunterricht und in der Erwachsenenbildung dar. Dieser Kompetenzerwerb gehört zu den Garantiefaktoren einer erfolgreichen Kommunikation in allen Bereichen des Lebens und für den sozialen Frieden.

1. Allgemeine Einleitung

Jede Kurskonzeption ist das Ergebnis eines vernetzenden Entscheidungsprozesses (die "Didaktisierung"). Neben der Planung von Kursangeboten und bei der Kurskonzeption müssen neben der Bedarfsanalyse (zur Entscheidung über Lernziele, Materialien und Methoden) auch eine Fülle von weiteren Gesichtspunkten und Informationen berücksichtigt werden, auch solche, die im Laufen der Kontakte zum Lernenden stammen. In der fremdsprachlichen Erwachsenenbildung treten im Vergleich zu der Schulbildung ähnliche, zusätzliche und/oder andere und/oder weitere Kriterien auf. Die Ermittlung von Themen, Inhalten, Zielen auf der berufsspezifischen und zielgruppenspezifischen Ebene ist deshalb notwendig.3 Ressourcen finanzieller, zeitlicher und personeller Art sowie die Interessen der Adressaten, vorhandene Kompetenzen, wie sprachliche Vorkenntnisse, Lernpräferenzen und soziale Situation der Lernenden sollten analysiert werden. Um die Planung von Themen und Inhalten für die zu erreichenden Ziele zu erleichtern, müssen die verschiedenen Analysen miteinander verknüpft und in die Kurskonzeption eingebettet werden.

Es ergibt sich eine Vielfalt an Lehrorganisation und Kurskonzeptionen. Nach neuem Verständnis der Bildung wird die Unterrichtskonzeption als ein Kreislauf im Sinne eines Lern- und Lehrprozesses betrachtet, die sich in einer kontinuierlichen Entwicklung befindet, und nicht stehen bleibt. Man spricht von einer neuen Lern- und Lehrkultur, von einem erweiterten Lernbegriff. Im Rahmen dieser Tatsache können, nach Aneignung von Kenntnissen über das Verhältnis zu verschiedenen Disziplinen, verschiedene Ansätze der Kurskonzeption aufgestellt werden. Diese Ansätze zeigen deutlich wie die Bereiche von einander abhängen und unterschiedlich gewichtet werden können. Jeder einzelne Bereich kann als Anfang oder als Ende angesehen werden4. Es geht um ein Ganzheitsdenken. Im Sinne dieses erweiterten Lehr- und Lernbegriffs wird der allgemeine Schulunterricht heute vom Zusammenhang von vier Dimensionen schulischen Lernens bestimmt. Der Unterricht nutzt die Sach-, Sozial-, Methoden- und personale Kompetenzen seiner Akteure (die Schülerinnen und Schüler handeln in Selbststeuerung und Selbstverantwortung, die Lehrenden dokumentieren, kommentieren, schätzen ein, beobachten und motivieren als Wissensvermittler, Ausbilder und Erzieher) und trägt zu ihrer Weiterentwicklung bei.

2. Die Gesprächskompetenz und das Thema Konflikt

2.1 Die kommunikative Kompetenz

Auch für den englischen/französischen5 Fremdsprachenunterricht, wie aus den Rahmenlehrplänen zu entnehmen ist, gilt das Bildungsziel dieser Kompetenzentwicklung bzw. Weiterentwicklung. Es findet sich in den Bildungsstandards unter funktionalen kommunikativen Kompetenzen wieder. Die Lehrenden müssen vielfältige Fachkompetenzen erwerben, um- und/oder neu lernen. Standards sind fixierte und überprüfbare Erwartungen an die Lehrerausbildung mit Definition von Leitbild, Kompetenzen und Studienmodulen"6 Zu derer Umsetzung werden die Schulen und Lehrenden mit einem Fortbildungsplan unterstützt und ihre Einhaltung werden (...) in den Fachwissenschaften, in der Fachdidaktik und in der Schulpraxis (...) überprüft (...)7

[...]


1 Laut Rahmenplan für Französisch: „Sprachenpass“, „Sprachenbiographie“, „Dossier“, „Sprachenfolio“, ...

2 Vgl. www.wissen.de: "Konflikt"

3 Vgl. www.uni-trier.de/bofu/studium/baustein3/b3grundlage

4 Beispiel: Das Bedingungsfeld didaktischen Handels. Unter: http://www.uni-trier.de/~feb/Seminarunterlagen/Gespraechsanalyse/Bedingung.htm

5 Beschluss der Kulturministerkonferenz vom 04.12.2003: Bildungsstandards für die erste Fremdsprache (English/Französisch) für den Mittleren Schulabschluss

6 Duales Studien- und Ausbildungskonzept Rheinland-Pfalz, Stand 24.02.2005

7 Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend Rheinland-Pfalz (2003): Deutschlands Weg zu Bildungsstandards


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