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Körpersprache bei Joschka Fischer

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 32 Pages
Author: Kristin Heurlés
Subject: Politics - Miscellaneous

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 32
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 22  Entries
Language: German
Archive No.: V54069
ISBN (E-book): 978-3-638-49348-2

File size: 115 KB
Notes :
Bildmaterial entfernt (keine Quellenangaben)



Excerpt (computer-generated)

Westfälische Wilhelms- Universität Münster, Institut für Politikwissenschaft
Hauptseminar: Nonverbale Kommunikation im
Zeitalter der Massenmedien
SS 2003

Körpersprache bei Joschka Fischer

von: Kristin Heurlés

 


Inhalt

1 Einleitung

2 Körpersprache

2.1 Der Stellenwert von Körpersprache in der Kommunikation
2.2 Die Bestandteile der Körpersprache

2.2.1 Gesichtsausdrücke, Mimik und Stimme
2.2.2 Haltungen, Bewegungen und Gestik
2.2.3 Raum und Distanzzonen
2.2.4 Äußeres Erscheinungsbild

2.3 Gezielter Einsatz von Körpersprache

3 Körpersprache und Massenmedien

3.1 Der Einfluss der Medien auf die Körpersprache
3.2 Selbstdarstellung und Machtdemonstration mit Hilfe verschiedener Massenmedien

4 Körpersprache bei Joschka Fischer

4.1 Biographische Eckdaten
4.2 Äußerer Wandel, Körpersprache und Kommunikation

5 Fazit

Literatur

Anhang
 

 


 

1 Einleitung

Der Einfluss der Körpersprache ist im Hinblick auf die Kommunikation und somit auch im Hinblick auf menschliche Beziehungen, die sich aus jeglicher Art von Kommunikation manifestieren eine nicht unerhebliche Größe, wie sich im Verlauf dieser Arbeit herausstellen wird. Niemand kann sich der primären Sprache, wie Molcho die nonverbale Kommunikation betitelt, entziehen oder sie gar unterdrücken1. Ein alter Sinnspruch formuliert sehr treffend: „Jeder Körper ist wie ein Haus. Wer darin wohnt, das drückt sich durch den Körper aus.“ Kommt jemand schweren Schritts mit gesenktem Haupt und niedergeschlagenem Blick daher, wird niemand vermuten eine Person anzutreffen, die sich in einem fröhlichem Gemütszustand befindet2. Menschen haben auch gelernt sich manchmal zu verstellen, doch gelingt dieses bei der Körpersprache nur sehr schwer, weil es körperliche Signale gibt, die man nicht unterdrücken oder leugnen kann, da sie reflexartig geschehen. Die Körpersprache setzt bei der Kontaktaufnahme lange vor der verbalen Sprache ein. Durch Mimik, Gestik, Körperhaltung, Bewegungen und anderen nonverbalen Signalen, werden bereits Botschaften und Eindrücke, wie Angst, Überraschung, Zorn und viele weitere Gefühle vermittelt und ebenso ausgedrückt, die dem Wort vorausgehen. Nahezu alle Gemütsregungen offenbart der Körper durch nonverbale Kommunikation in den verschiedensten Alltagssituationen und bei den verschiedensten Menschen.

Die Körpersprache, die als eine visuelle zu verstehen ist, gewinnt durch die zunehmende Präsenz von Massenmedien immer mehr an Bedeutung. Durch das Fernsehen und durch bildhafte Darstellungen von Personen in Zeitungen und Magazinen, sowie auf Werbeplakaten wird der Betrachter sehr stark von körpersprachlichen Merkmalen angesprochen. Dem Wort gehen also die Zeichen der nonverbalen Äußerungen voraus und sie bleiben uns besser im Gedächtnis. Außerdem finden wir die nonverbalen Mitteilungen meist überzeugender, sodass die Aufmachung einer Nachricht oder einer Person zunehmend wichtiger wird als deren Inhalt.

Das gilt natürlich auch in der Politik. An einem exemplarischen Beispiel, dem von Joschka Fischer, soll in dieser Arbeit der Einfluss der nonverbalen Kommunikation auf die Wirkung einer Person beim Betrachter analysiert werden. Dazu eignet sich der derzeitige Vizekanzler ganz besonders, denn er gilt als der beliebteste Politiker in Deutschland. Außerdem hat sich sein Image beachtlich verändert, was er nicht zuletzt dem Wandel seiner Körpersprache zu verdanken hat.

Zunächst werden als Grundlage der Analyse die Bestandteile von Körpersprache und deren Vorkommen vorgestellt. Anschließend wird noch der Zusammenhang von Körpersprache und Medien zur Sprache gebracht, um dann die politische Laufbahn von Joschka Fischer im Hinblick auf seine Gestik, Mimik, Körperhaltung und Bewegungen zu verfolgen. Zum Schluss wird die Wirkung von Körpersprache noch einmal thematisiert. Dazu habe ich eine Umfrage anhand verschiedener Materialien durchgeführt; ein Standbild, sowie verschiedene Abbildungen von Joschka Fischer auf Wahlwerbeplakaten und in Zeitungen sollten sich die Befragten ansehen. Anschließend galt es zu beschreiben, wie der Dargestellte auf sie wirkt. Mit dieser Methode lässt sich zeigen, wie der Betrachter körpersprachliche Signale auf visueller, bildhafter Ebene wahrnimmt. Wie stark also körpersprachliche Elemente den Betrachter in seiner Wahrnehmung beeinflussen, und dass bestimmte nonverbale Zeichen bestimmte Eigenschaften beim Betrachter übermittelen.

2 Körpersprache

Körpersprache sei ein ausgeklügelter und heimlicher Komplex, der nirgendwo geschrieben stehe, den niemand kenne, den aber alle verstünden, schrieb der Anthropologe Edward Sapir über die Körpersprache, so Tramitz in ihrem Buch Irren ist männlich3. In diesem Abschnitt werden neben dem Stellenwert der nonverbalen Kommunikation, auch die verschiedenen Bestandteile von Körpersprache als auch deren Einsatzbereiche aufgezeigt.

2.1 Der Stellenwert von Körpersprache in der Kommunikation

[...]


1 Vgl. : Molcho, Samy: Körpersprache. Bielefeld: Bertelsmann 2000. S. 9. Künftig zitiert: Molcho: Körpersprache.

2 Vgl. : Conen, Horst: Die Kunst mit Menschen umzugehen. Ein Ratgeber mit Übungen für erfolgreiche Kommunikation und Körpersprache. Köln: DuMont 1991. S.30. Künftig zitiert: Conen: Umgang mit Menschen.

3 Vgl. Tramitz, Christiane: Irren ist männlich. Weibliche Körpersprache und ihre Wirkung auf Männer. 2. Auflage. München: Bertelsmann 1993. S.13. Künftig zitiert: Tramitz: Irren ist männlich.


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