Bei GRIN registrieren oder einloggen

Your e-mail-address or password is wrong
Jetzt registrieren
Für neue Autoren: kostenlos, einfach und schnell
Dies wird Ihr Benutzername, bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an

Passwort vergessen

Your e-mail-address or password is wrong

Neues Passwort anfordern
Beschreibung und Analyse von Garantiefonds close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Beschreibung und Analyse von Garantiefonds

Bachelorarbeit, 2006, 50 Seiten
Autor: Michael Sandro Bauch
Fach: Mathematik - Angewandte Mathematik

Details

Kategorie: Bachelorarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 50
Note: 2,1
Literaturverzeichnis: ~ 22  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V54562
ISBN (E-Book): 978-3-638-49735-0

Dateigröße: 441 KB


Textauszug (computergeneriert)

Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Mathematik
Finanzmathematik

Beschreibung und Analyse von Garantiefonds

Bakkalaureusarbeit

vorgelegt von: Michael Sandro Bauch
vorgelegt am: 01.03.2006

 

Aufgabenstellung der Bakkalaureusarbeit

zum Thema

Beschreibung und Analyse von Garantiefonds

Ausgewählte Typen von Garantiefonds sollen in ihrer Struktur und Wirkungsweise beschrieben werden. Dabei geht es um den Aufbau, die Funktionsweise und Vorteilhaftigkeit, sowohl aus der Sicht des Investors als auch der Bank. Die Untersuchungen sollen anhand zweier am Markt existierender realer Produkte vorgenommen werden.

Mit Hilfe von Simulation verschiedener Szenarien zu unterschiedlichen Marktentwicklungen soll geprüft werden, welche Rendite mit Garantiefonds (im Vergleich zu anderen Anlageprodukten) erwirtschaftet werden kann.

 

Inhaltsverzeichnis

Aufgabenstellung der Bakkalaureusarbeit ... 1

Einleitung ... 5

1 Theoretische Grundlagen von Garantiefonds ... 6
1.1 Allgemeines ... 6
1.1.1 Charakteristik ... 6
1.1.2 Phasen des Fondsstarts ... 7
1.1.3 Zielkunden ... 8
1.2 Arten von Garantiefonds ... 8
1.2.1 Statische Garantiefonds ... 9
1.2.1.1 Aufbau ... 9
1.2.1.2 Funktionsweise ... 9
1.2.1.3 Anteil der Nullkuponanleihe ... 10
1.2.2 Dynamische Garantiefonds ... 11
1.2.2.1 Aufbau ... 11
1.2.2.2 Funktionsweise ... 11
1.3 Rendite des Garantiefonds und Auswahl der Optionen ... 12
1.3.1 Berechnung der Rendite ... 13
1.3.2 Wahl der Optionen ... 14
1.4 Vor- und Nachteile für den Investor ... 14
1.5 Gewinn des Fondsmanagers ... 15

2 Praktische Beispiele für Garantiefonds ... 18
2.1 SEB Invest Garant GlobalPlus 2010 ... 18
2.1.1 Allgemeines ... 18
2.1.2 Garantie und Rücknahme ... 18
2.1.3 Anlagepolitik und Fondsaufbau ... 18
2.1.4 Wertentwicklung ... 19
2.1.5 Modellrechnung zur Rendite ... 20
2.1.5.1 Fallende Kurse ... 20
2.1.5.2 Steigende Kurse ... 21
2.1.6 Aktuelle Entwicklung ... 23
2.2 DIT-Euro Protekt Dynamik ... 23
2.2.1 Allgemeines ... 23
2.2.2 Ausgabe und Rücknahme von Anteilen ... 24
2.2.3 Garantie ... 24
2.2.4 Anlagepolitik und Fondsaufbau ... 26
2.2.5 Aktuelle Entwicklung ... 27

3 Szenarien von Investitionen 28
3.1 Investitionsmöglichkeiten ... 28
3.1.1 Nullkuponanleihe ... 28
3.1.2 Statischer Garantiefonds ... 29
3.1.3 Indexzertifikat ... 30
3.2 Simulation eines Index ... 30
3.2.1 Stochastische Grundlagen ... 31
3.2.2 Geometrische Brownsche Bewegung ... 32
3.2.3 Eigenschaften des Index ... 35
3.3 Umsetzung der Szenarien als Programm ... 36
3.3.1 Programmierung ... 36
3.3.1.1 Index ... 36
3.3.1.2 Rendite des Garantiefonds ... 37
3.3.1.3 Rendite des Indexzertifikats ... 38
3.3.2 Das entstandene Programm ... 38
3.3.3 Beispieldurchlauf und Renditevergleich ... 39
3.4 Simulation und deren Beurteilung ... 41
3.4.1 Simulation der Durchläufe ... 42
3.4.2 Beurteilung der Investitionsprodukte ... 45

Fazit ... 47

Literaturverzeichnis ... 48

 

Einleitung

Das Ziel eines jeden Anlegers ist es sicherlich sein Kapital zu vermehren. Aber fraglich ist, wie realisiert man dieses Vorhaben am Besten. Am Finanzmarkt existieren eine Vielzahl von verschiedenen Produkten in die investiert werden kann. Für welches dieser Finanzprodukte soll man sich entscheiden. Die Produktpalette reicht von A wie Aktien bis Z wie Zertifikate. Mit einer Investition in Aktien kann man hohe Gewinne, aber – wie jedem klar ist – auch ebenso hohe Verluste realisieren. Andere Produkte wie Anleihen versprechen einem eine sichere Rendite, diese liegt aber weit unter einer möglichen Rendite am Aktienmarkt. Ein Anleger erwartet demnach eine gewisse Rendite, aber je höher die mögliche Rendite eines Finanzproduktes ausfallen könnte, desto höher ist auch das Risiko Verluste zu erwirtschaften. Die Auswahl der Produkte hängt also mit von der Risikoneigung des Investors ab. Da niemand weiß, wie sich die Finanzmärkte in Zukunft entwickeln werden, ist es schwierig zu sagen welches Produkt das Beste für einen Anleger ist. Die Produktart der Fonds bietet dem Investor, durch Mischung aus verschieden Finanzprodukten in die er mit dem Kauf von Fondsanteilen sein Kapital investieren kann, das Risiko der erwarteten Rendite zu minimieren. Es gibt Fonds die nur aus verschiedenen Aktien bestehen, sogenannte Aktienfonds, aber auch Fonds die aus anderen Finanzprodukten bestehen. Man spricht von Rentenfonds, Mischfonds, Indexfonds und vielen anderen noch. Eines dieser Produkte, den Garantiefonds, gilt es in dieser Arbeit zu untersuchen. Dabei sollen unter anderem folgende Fragen geklärt werden: Was ist die Garantie und wie funktioniert diese, wie hoch kann die Rendite werden und wie wird diese berechnet, welchen Vorteil zieht die Bank als Anbieter des Fonds aus dem Geschäft. Da sehr viele Garantiefonds am Markt existieren, und diese sich je nach Anbieter in ihren Charakteristiken unterscheiden, wird im ersten Kapitel eine allgemeine Betrachtung der Garantiefonds aus der Sicht der Anleger und der Bank erläutert. Im zweiten Kapitel werden zwei am Markt existierende Garantiefonds vorgestellt. Das dritte Kapitel wird mittels Simulation den Garantiefonds auf seine Vorteilhaftigkeit aus Sicht des Investors prüfen und mit anderen am Markt erhältlichen Finanzprodukten vergleichen. Der Vergleich beruht auf der Rendite der einzelnen Vergleichsprodukte, die man erreichen kann und wie sicher diese Rendite dem Anleger ist.
 

1 Theoretische Grundlagen von Garantiefonds

1.1 Allgemeines

Es ist bekannt, dass man mit Börsengeschäften nicht nur Gewinne erwirtschaften kann, sondern ebenso Verluste hinnehmen muss. Einen Ausschluss von Verlusten und die Chance auf einen Gewinn garantieren im Rahmen von Investmentfonds die so genannten Garantiefonds. Dieses Finanzprodukt, auch unter anderen Namen wie Wertsicherungsfonds und Kapitalschutzfonds bekannt, ist eine spezielle Form von einem Aktienfonds. Diese Fonds geben dem Investor eine gewisse Geld-zurück-Garantie zum Ende der Laufzeit, des Weiteren wird dem Fondsinvestor eine Beteiligung an einer Rendite bei steigenden Aktienmärkten in Aussicht gestellt.1

Seit vielen Jahren gehören die Garantiefonds schon zum Standardrepertoire der führenden deutschen Fondsgesellschaften. Neben den großen Organisationen, wie DWS, Deka, Union, DIT, Cominvest und Activest, gehören auch Postbank, SEB Invest und aus der Schweiz UBS zu den bedeutendsten Anbietern von Wertsicherungsfonds. Mehr als sieben Milliarden Euro sind mittlerweile in diesem Sektor angelegt, ein Großteil davon in Fonds mit fester Laufzeit.2
 

1.1.1 Charakteristik3

Am Markt gibt es unzählige Variationen von Garantiefonds. Die Produkte unterscheiden sich jeweils von Gesellschaft zu Gesellschaft in Aufbau und gewissen Bedingungen, oft gibt es sogar in einem Haus mehrere voneinander abweichende Strategien. Die Bestandteile der Fonds sind verschiedene Finanzprodukte wie Anleihen, Aktien, Optionen oder Renten. Darauf wird später genauer eingegangen.

Die meisten Fonds haben eine feste Laufzeit, die in der Regel auf drei bis zehn Jahre festgelegt ist, und ein festes Fondsvolumen von mehreren Millionen Euro. Es gibt aber auch einige wenige Garantiefonds mit einer unbegrenzten Laufzeit und variierendem Volumen. Eines haben diese Fonds aber alle gemeinsam: sie versprechen dem Investor, dass er sein eingesetztes Kapital am Ende der Laufzeit zurückerhält. Bei Fonds mit einer offenen Laufzeit bekommt der Kunde sein Geld in gewissen Abständen, beispielsweise nach fünf Jahren, drei Jahren oder einem Jahr, zurück. Ebenso gibt es Fonds, die dem Kunden nur einen Kapitalschutz von 90 oder 95 Prozent zum Laufzeitende garantieren. Bei diesen unterschiedlichen Garantien ist der am Anfang zu zahlende Ausgabeaufschlag von drei bis fünf Prozent nicht mit inbegriffen.

Des Weiteren fallen bei den Fonds jährliche Gebühren von etwa einem Prozent an, die Verwaltungsvergütung, Managementgebühren oder Gebühren der Depotbank beinhalten. Wie eben beschrieben greift der Kapitalschutz nur zum Ende der Fondslaufzeit oder im Jahres-Rhythmus. Der vorzeitige Ausstieg ist in den meisten Fällen zum aktuellen Kurs des Fonds zwar möglich, aber nicht ratsam, da die Garantie vorher nicht greift. Es wird meistens noch eine Rücknahmegebühr von ca. zwei Prozent von den Fondsgesellschaften erhoben. Somit kann es bei einem Fondskurs unter dem Ausgabekurs zu Verlusten für den Investor kommen.

Die Chance auf eine positive Rendite des Garantiefonds wird mit einer Beteiligung an der Wertentwicklung von Aktien- oder Indexkörben erreicht, hierbei wird der Investor meist zu einem gewissen Prozentsatz, von 70 bis 100 Prozent, an der Rendite beteiligt. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass der Investor nur bis zu einer bestimmten Renditehöhe am Erfolg des Marktes beteiligt wird, man spricht hier von einer Gewinnbegrenzung oder Cap. Andere Fondsgesellschaften versprechen dem Kunden sogar eine gewisse Mindestrendite. Die Beteiligung des Investors an Kursentwicklungen von Aktien oder Indizes wird auch Partizipation genannt.
 

1.1.2 Phasen des Fondsstarts4

Die Struktur und die Kapitalabsicherung zum Ende der Fondsdauer erfordert eine spezielle Vorgehensweise der Fondsgesellschaft, die aus drei Phasen besteht.

In der ersten Phase wirbt die Gesellschaft um das Kapital für das Fondsvolumen bei den Investoren. Diese Phase wird auch Zeichnungsfrist genannt und beträgt bei Fonds mit fester Laufzeit vier Wochen bis zwei Monate. Da diese Laufzeitfonds nur ein festgesetztes Kapitalvolumen aufweisen, können sie deshalb am Anfang der Zeichnungsfrist sehr schnell vergriffen sein.

Die zweite Phase beginnt am Ende der Zeichnungsfrist. Der Fondsmanager erwirbt nun vom eingezahlten Fondskapital die aus seiner Sicht erforderlichen Finanzprodukte für die Absicherung und die Kurssteigerung des Garantiefonds.

In der dritten Phase werden lediglich noch der Anfangskurs mit dem Tag der Auflegung und die Anzahl der Anteile des Fonds in mindestens einem Pflichtblatt veröffentlicht. Diese drei Phasen sind der Beginn jedes Fonds mit fester Laufzeit. Bei Fonds mit offener Laufzeit verläuft der Start recht ähnlich. Da aber der Fonds in Laufzeit und im Fondsvolumen unbegrenzt ist, sind die ersten beiden Phasen auch nach dem Auflegungsdatum noch aktiv.

[...]


1 Vgl. [8].

2 Vgl. [12; S. 18].

3 Vgl. [9], [11], [12; S. 18-22].

4 Vgl. [13].


Kommentare

Bisher keine Kommentare

Kommentar hinzufügen
Ihr Kommentar wird redaktionell geprüft und dann freigeschaltet

Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:


Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/54562/beschreibung-und-analyse-von-garantiefonds
please wait Bitte warten