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Termpaper, 2005, 24 Pages
Author: Julian Hamann
Subject: Sociology - Culture, Technology, Peoples / Nations
Details
Institution/College: University of Bamberg (Lehrstuhl für Soziologie)
Tags: Rolle, Fremden, Werk, Zygmund, Bauman, Allgemeine, Probleme, Soziologische, Gegenwartsdiagnosen
Year: 2005
Pages: 24
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-49773-2
File size: 114 KB
In der Arbeit wird Zygmunt Baumans Konzeption des Fremden untersucht. In dem Zusammenhang wird behandelt, warum der Fremde in der Moderne eine Gefahr darstellt und wie die moderne Gesellschaft dieser Gefahr begegnet. Außerdem wird auf die europäischen Juden als "Fremde par excellence" und auf die Figur des Fremden in der Postmoderne eingegangen. Den Schluß bildet ein kritisches Fazit.
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Excerpt (computer-generated)
Otto-Friedrich Universität Bamberg
Fachgruppe für Soziologie
Lehrstuhl für Soziologie II, SS 05
HS Allgemeine Probleme - Soziologische Gegenwartsdiagnosen
Die Rolle des Fremden
im Werk von Zygmunt Bauman
eingereicht von:
Julian Hamann
Gliederung
Einleitung ... 1
1. Elemente des Projekts der Moderne ... 2
2. Der Fremde als Gefahr für die Moderne ... .4
3. Der Umgang der modernen Gesellschaft mit dem Fremden ... 7
4. Aspekte des Fremden ... 11
4.1 Der Fall der europäischen Juden ... 12
4.2 Die Postmoderne und der Fremde ... 14
4.3 Der Fremde in anderen Theorien ... 18
5. Fazit ... 20
6. Quellenangaben ... 24
Einleitung
In der vorliegenden Arbeit soll Zygmunt Baumans Konzeption des Fremden untersucht werden. Da die Moderne und der Übergang zur Postmoderne wie in vielen soziologischen Überlegungen auch bei Bauman Schlüsselkategorien darstellen, wird unter Punkt eins zunächst eine kurze Charakterisierung der Moderne im Sinne Baumans vorgenommen werden. Das Ziel dieser Erläuterung ist zum einen, den Hintergrund, vor dem Bauman den Fremden agieren lässt, bekannt zu machen. Zum zweiten kann auf diese Weise die Logik, die dem Umgang der Moderne mit dem Fremden inne wohnt, verständlicher werden. Die Beleuchtung des theoretischen und empirischen Umfelds des Fremden wird aus diesem Grund der gründlichen Untersuchung des Fremden vorangestellt.
Unter Punkt zwei richtet sich der Blick auf den Einfluss des Fremden auf die Moderne, hier soll beleuchtet werden, warum er eine Gefahr für die zuvor beschriebene Gesellschaftsform darstellt. Der Fremde wird also in den bereits dargestellten Hintergrund eingefügt, dabei werden die entstehenden Gefahren genannt. Wenn beschrieben ist, warum der Fremde die personalisierte Demontage der modernen Ordnung (also der modernen Existenz) darstellt, wird verständlich, welche existentielle und unumgängliche Bedeutung der Fremde in Baumans Denken einnimmt.
Nachdem unter Punkt eins und zwei gezeigt wurde, worin der Fremde nach Bauman mit seinem Handeln eingebettet ist, in welche Lebenswelt er eindringt und was er auf welche Weise gefährdet, wird unter Punkt drei beschrieben, wie die moderne Gesellschaft dem Fremden begegnet. Die Form dieser Begegnung beinhaltet mehr oder weniger subtile Mechanismen der Macht und stellt, denkt man erneut an die existentielle Gefahr, die der Fremde verkörpert, den Kampf der Moderne um ihr Überleben dar. Dieser Gliederungspunkt wird recht ausführlich behandelt, da der Umgang der Moderne mit den Fremden einen entscheidenden Aspekt bei einer Arbeit über den Fremden ausmachen sollte: Hier wird der Fremde definiert, konstruiert und bekämpft.
Durch die ersten drei Punkte ist ein grobes, allgemeines Bild gezeichnet worden. Der Fokus der Betrachtung ist dabei unter Punkt zwei und drei enger geworden, weil hier der Untersuchungsgegenstand selbst in den zuvor dargestellten Hintergrund einbezogen worden ist. Unter Punkt vier wird die Darstellung erneut detaillierter - die genauere Betrachtung bestimmter Aspekte des Fremden soll mögliche Veränderungen und Konstanten aufzeigen, die Behandlung anderer Konzepte des Fremden soll Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu Baumans Entwurf aufzeigen. Dadurch erfahren die zuvor gemachten Ausführungen konkrete Praxisbezüge.
Insgesamt ist das Ziel, ein umfassendes Bild von Baumans Entwurf des Fremden zu erstellen. Dafür werden verschiedene Perspektiven und Blickrichtungen eingenommen und Beispiele in der Praxis gesucht. Das Ende dieser Arbeit wird eine subjektive Bewertung der Ausführungen Baumans unter Punkt 5 bilden.
1. Elemente des Projekts der Moderne
Es herrscht wenig Einigkeit darüber, wann der Beginn der Moderne datiert werden soll. Noch weniger Konsens besteht über den Übergang der Moderne in die Postmoderne (oder die zweite, reflexive Moderne), für manche ist die Moderne sogar überhaupt nicht zu vollenden. Selbst die Frage, was datiert werden soll, was man also unter dem Begriff der Moderne zu verstehen hat, ist nicht klar beantwortet. Um für den Verlauf dieser Arbeit etwas Klarheit zu schaffen, soll hier Zygmunt Baumans Näherung an diesen Begriff dargestellt werden. Er spricht von der Moderne als von einer historischen Periode, die im 17. Jahrhundert in Westeuropa mit sozio-kulturellen und intellektuellen Veränderungen begann und ihre kulturelle Reife mit der Entstehung der Aufklärung, ihre Reife als soziale Lebensform mit der Entstehung der industriellen Gesellschaft erreichte (vgl. Bauman 1995a: 348). Durch diese, vermutlich nicht sehr strittigen, Feststellungen wird ein wichtiger Gegenstand dieser Arbeit greifbarer. Die gleiche Funktion erfüllen die Folgenden Ausführungen, in denen die Elemente behandelt werden, die Bauman zufolge die Moderne konstituieren.
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