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Vergleich von Privatsendern in Deutschland und Österreich

Forschungsarbeit, 2004, 65 Seiten
Autor: Magistra Mirjam Bromundt
Fach: Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Details

Kategorie: Forschungsarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 65
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 16  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V54813
ISBN (E-Book): 978-3-638-49926-2

Dateigröße: 497 KB
Anmerkungen :
Ein Vergleich von Privatsendern in Deutschland und Österreich. Die Studie wurde anhand der Nachrichtensendungen von RTL und dem damals neuen Privatfernsehsender ATV+ in Österreich durchgeführt.



Textauszug (computergeneriert)

Universität Wien, WiSe 2003/04
UE: Kommunikationswissenschaftliche Methodenlehre
IPKW – Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft
Wien, 29. Jänner 2004

Vergleich von Privatsendern in Deutschland und Österreich

von: Mirjam Bromundt

 


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Theorie

1. Problemaufriss
2. Forschungsinteresse/-gegenstand
3. Begriffsdefinitionen

3.1 Infotainment
3.2 Nachrichtenwerttheorie

3.2.1 Personalisierung
3.2.2 Ethnozentrismus

II. Praktischer Teil

1. Methode

1.1 Untersuchungsmaterial
1.2 Untersuchungszeitraum

2. Forschungsfragen
3. Hypothesen
4. Codebogen
5. Codebuch

III. Analyse

1. Allgemeine Ausarbeitung des Codebogens
2. Prüfung der Hypothesen
3. Resümee

Schlusswort

Literaturverzeichnis/Quellen

Anhang

Codebogen von ATV+ aktuell
Codebogen von RTL aktuell
Auswertungstabelle des Codebogens


 

 

Einleitung

Ich habe mich für dieses Thema entschieden, da ich, wie wahrscheinlich viele andere Publizistikstudenten und -studentinnen, den (Neu)Start von ATV+ aktuell mit Interesse verfolgt habe. Schon in der kurzen Zeit des Bestehens konnten verschiedenste Änderungen im Programm, in der Gestaltung und in der Qualität verschiedenster Sendungen bemerkt werden. Deshalb fand ich es interessant, dieses Thema weiter zu untersuchen und einmal nachzuprüfen, welche Unterschiede sich denn zu schon etablierten Privatsendern feststellen lassen.

I. Theorie

1. Problemaufriss

Seit 1. Juni 2003 ist es auch in Österreich möglich, eine private Fernsehlizenz zu erwerben und somit gibt es auch erstmals ein duales Fernsehsystem österreichweit. Vergeben wurde diese Lizenz an den Sender ATV+, welcher jetzt von jedem Haushalt empfangen werden kann. „Mit innovativen und provokanten neuen Sendeformaten und Eigenproduktionen wird ATV+ ab Sonntag, dem 1. Juni ein junges, trendiges Publikum ansprechen und mit komplett neuen Konzepten zeigen, wie unterhaltend, spannend und spontan österreichisches Fernsehen sein kann. ATV+ wird als echte österreichische Alternative den 3. Programmplatz an den heimischen Fernsehern erobern.“1 Diese Neu- bzw. Umgestaltung, aber auch Liberarlisierung auf dem österreichischen Fernsehmarkt nehme ich zum Anlass, ATV+ genauer unter die Lupe zu nehmen. Dies möchte ich gerne mittels einem Vergleich mit einem schon länger bestehenden deutschen Privatsender tun – und zwar mit RTL. Ich habe mir deswegen diesen Sender ausgewählt, da er in Deutschlands Privatfernsehlandschaft schon länger ganz vorne liegt und sich daher als Privatsender neben anderen auch etablieren konnte.

Abbildung 12  [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Ich möchte eventuelle Parallelen bzw. Unterschiede herausfiltern und so herausfinden, in welchem Zusammenhang ATV+ mit anderen Privatsendern zu positionieren ist. Diese Analyse finde ich deswegen interessant, da dies eben das erste österreichische private Fernsehen ist und man in Österreich noch keinen Vergleich zu bereits bestehenden Sendern ziehen kann. Solange ein Programm das einzige seiner „Klasse“ ist, kann man auch nichts über seine Gürte aussagen. Wir haben lediglich die Möglichkeit, ATV+ mit den öffentlichrechtlichen Programmen des ORF zu vergleichen. Doch diese haben schon ganz eine andere Ausgangsposition – zum Beispiel der Bildungsauftrag. Obwohl ATV+ erst seit so kurzer Zeit existiert und der ORF bis jetzt und auch weiter eine Monopolstellung in Österreich darstellt, hatten 55% der Haushalte ATV+ im November 2003 schon eingestellt. Im Dezember waren es dann schon 60%. Im November betrug der durchschnittliche Marktanteil 2,9% bei den 12- 29jährigen und kam im Hauptabendprogramm in dieser Gruppe sogar schon auf 4,5%. Im Dezember konnte ATV+ diesen durchschnittlichen Marktanteil auf 3,8% steigern.

2. Forschungsinteresse/-gegenstand

Die Unterschiede oder Parallelen des deutschen und österreichischen Privatfernsehens möchte ich ganz speziell an den Nachrichtensendungen ATV+ aktuell und RTL aktuell untersuchen. An Nachrichtensendungen werden im allgemeinen Programm eines Senders die höchsten Ansprüche gestellt. Nicht von ungefähr kommen daher auch die verschiedensten Definitionen, die die Publizistik- und Kommunikationswissenschaften den Nachrichtensendungen zuschreiben. Eine davon:

„...die Allgemeinheit über das aktuelle Tagesgeschehen aus aller Welt unter Berücksichtigung der Meinungsvielfalt objektiv und umfassend zu informieren.“3 Die Leitsätze von RTL gehen dabei aber in eine ganz andere Richtung: „News to use“, „Knapp, konkret und verständlich“ und „Nachrichten müssen einen Nutzwert haben. Eine Nachrichtensendung kann heute nur dann erfolgreich sein, wenn es neben den ‚Hard News’ auch ‚Soft News’ gibt.“4 Und auch die Selbstdefinition von ATV:

„ATV+ Nachrichtenzusammenfassung des Tages und Sportnachrichten. Jung und Österreichisch: kompakte Information über die wichtigsten Themen des Tages. Menschen und Emotionen stehen im Mittelpunkt der Berichterstattung. Neben den traditionellen Nachrichtenthemen berichten wir über Skandale aus der Welt der Promis, Sensationen aus dem täglichen Leben und haben die letzten Infos aus der Internet-Computer-Welt. ... Die Sportredaktion berichtet von hochklassigen Events im In- und Ausland, sowie von jugendlichen Trend- und Extremsportarten.“5

Was auf eine andere Auffassung von Nachrichtensendungen in öffentlich-rechtlichen und privaten Programmen schließen lässt, wobei die Unterscheidung privat – öffentlich-rechtlich in dieser Arbeit aber nicht das Thema sein sollte. Da ATV+ und auch RTL über mehrere Nachrichtensendungen über den Tag verteilt ausstrahlen, habe ich mich für die Untersuchung der Hauptabendnachrichten entschieden. Die ORF-Nutzung im Tagesverlauf erreicht nämlich um die Ausstrahlungszeit um 19.30 ihren Höhepunkt, und ich denke, dass dies auch auf den deutschen Markt bzw. auf ATV+ aktuell umlegbar ist.

Abbildung 26 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Weiters liegen die Hauptabendnachrichten des ORF in jeder Monatshitliste an der Spitze. Ich werde mich bei meiner Untersuchung sowohl mit den Mediatisierungsprozess (sprachliche, optische, akustische, technische und organisatorische Mittel) als auch mit dem Thematisierungsprozess (journalistische Selektionskriterien) der beiden Nachrichtensendungen beschäftigen.

3. Begriffsdefinitionen

3.1 Infotainment

[...]


1 www.austria-tv.at

2 http://www.rtl-television.de/html/frameset_zmarkt.html

3 Kleedorfer, 1998, S. 51.

4 vgl.: Mahr, Hans, in: Kleedorfer, 1998, S. 53.

5 www.austria-tv.at

6 http://mediaresearch.orf.at


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