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Hausarbeit, 2004, 16 Seiten
Autor: Kathrin Müller-Beck
Fach: Theaterwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Universität Leipzig (Institut für Theaterwissenschaft)
Tags: Darstellungsbezogene, Standpunkte, Traktaten, Einsamkeit, Meister, Eckhart, Petrarca, Montaigne, Italienisches, Renaissancetheater
Jahr: 2004
Seiten: 16
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 12 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-49944-6
Dateigröße: 92 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Universität Leipzig
Institut für Theaterwissenschaft
Seminar Italienisches Reniassancetheater
Sommersemester 2004
Hausarbeit zum Thema: Darstellungsbezogene Standpunkte
in den Traktaten zur Einsamkeit von Meister Eckhart, Petrarca und Montaigne
eingereicht von:
Kathrin Müller-Beck
2004
Gliederung:
1. Renaissance und Humanismus ... 3
2. Drei europäische Philosophen und ihre Standpunkte ... 4
2.1. Meister Eckhart
2.1.1.Lebensumriss ... 4
2.1.2. Von der Abgeschiedenheit ... 5
2.2. Francesco Petrarca
2.2.1. Lebensumriss ... 7
2.2.2. De vita solitaria ... 8
2.3. Michel de Montaigne
2.3.1. Lebensumriss ... 10
2.3.2. Von der Einsamkeit ... 11
3. Resümee ... 13
Anhang:
Literaturverzeichnis
1. Renaissance und Humanismus
Das französische Wort Renaissance als Epochenbezeichnung bedeutet Wiedergeburt. In dieser Zeit leben die Studien, Künste und Wissenschaften der Antike wieder auf. Durch diese Rückbesinnung grenzt man sich gleichzeitig vom Mittelalter und dessen Werten ab, „in dessen verneinender Ablösung, verbunden mit einer Neufassung von Denken und Methode, die erste Phase der Neuzeit sich“1 aufbaut. So spielen für die Untersuchung der Renaissance sowohl Antike, Mittelalter als auch die Neuzeit eine Rolle. Prägnant für die Renaissance ist auch die Hinwendung zur Logik, den Naturgesetzen und die Bewusstwerdung der menschlichen Persönlichkeit. Dies alles betraf nicht mehr nur den Klerus und den Adel, sondern auch die allgemeine bürgerliche Lebensgestaltung wurde nicht mehr strikt von Kirchendoktrinen dominiert und wandte sich den Gesetzen der Naturwissenschaften zu.
Ihr Zentrum hatte die Renaissance in Italien. Sie setzte dort im 14. Jahrhundert ein und griff dann im Laufe des 15. Jahrhunderts auf weite Teile Europas über: Einher mit ihr geht eine Geistesströmung, die das Mittelalter ablöst: der Humanismus. Zunächst war er auf literarische Wiederbelebungs- und Nachahmungsversuche der antiken Schriftsteller beschränkt. Dann entwickelte sich daraus auch eine freiere Religionssicht (Erasmus), die die Gedanken der Evangelien mit denen der Stoa in Einklang bringen sollte.
2. Drei europäische Philosophen und ihre Standpunkte
Anhand der drei Philosophen Meister Eckhart, Francesco Petrarca und Michel de Montaigne, die in ihrem zeitlichen Aufeinanderfolgen eine Entwicklung zeigen – steht doch der erste noch fast in der geistlich-religiösen Tradition des Mittelalters und der letzte schon fast wieder in der Neuzeit – sollen drei Blickwinkel auf die Bedeutung des sozialen Rollenspiels der Renaissancegesellschaft Europas aufgezeigt werden. Im Folgenden wird jeweils ein Text von oben genannten Autoren zum Thema Einsamkeit im Hinblick auf das Verhalten der einzelnen Persönlichkeit in (Re-) Aktion auf seine Umwelt und die theoretische sowie manchmal auch praktische Auswirkung dieses Verhaltens gezeigt. Erwähnt sei an dieser Stelle noch, dass Meister Eckhart Theater als Kunst oder Institution noch nicht kannte. Er kannte wohl nur Eklogen, heidnisch beeinflusste Festspiele und geistliche Spiele. Im Laufe der Renaissancezeit transformierte sich die Festkultur sowie die Verbreitung und Differenzierung von Schauspielen jedoch schnell2 und so kann man davon ausgehen, dass bereits Petrarca, auf jeden Fall aber Montaigne mit verschiedenen Schauspielmodellen konfrontiert waren.
[...]
1 Gerl, Hanna- Barbara: Einführung in die Philosophie der Renaissance. 2. Auflage, Darmstadt 1995, S. 1.
2 Vgl. Lexikon Theater International. Hg. v. Jochanan Ch. Trilse- Finkelstein und Klaus Hammer. Berlin 1995, S. 277.
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