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EU-Osterweiterung - Chancen für Direktinvestitionen?

Autor: Robert Millenet
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre

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Details

Veranstaltung: Unternehmensführung
Institution/Hochschule: OTA Hochschule Berlin
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 16
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 11  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 150 KB
Archivnummer: V54848
ISBN (E-Book): 978-3-638-49958-3

Textauszug (computergeneriert)

OTA-Hochschule
Fach: Unternehmensführung
Hausarbeit

EU - Osterweiterung - Chancen für Direktinvestitionen?

eingereicht von:
 Robert Christian Millenet

2005

 

EU – Osterweiterung - Chancen für Direktinvestitionen?

Fragestellung: Sind durch die EU - Osterweiterung neue Motive für Unternehmen entstanden, in Polen direkt zu investieren?

Inhaltsverzeichnis:

1. Aufgabenstellung ... 3

2. Direktinvestitionen von KMU ... 4

3. Motive für deutsche KMU, in den MOEL zu investieren
3.1. Kosten ... 6
3.2. Absatz ... 7
3.3. Unternehmenssicherung ... 8
3.4. Motivationshemmnis Korruption ... 9

4. Polen als Direktinvestitionsland für deutsche KMU
4.1. Relevante Wirtschaftsdaten ... 10
4.2. Jüngste wirtschaftliche Entwicklungen in Polen ... 11
4.3 Polen als Land für Investitionen für deutsche KMU? ... 13

5. Ergebnis ... 15

 

1. Aufgabenstellung

Die EU befindet sich derzeit in einem Erweiterungsprozess. Polen ist, wie neun andere Staaten,am 01. Mai 2004 der EU beigetreten. Insgesamt ist die EU um 10 MOEL (mittel- undosteuropäische Länder) erweitert worden.Nachstehend soll kurz aufgezeigt werden, welche Wirkungen durch diese Erweiterung aufdeutsche Klein- und Mittelbetriebe (KMU) ausgehen könnten. Außerdem wird versucht, Motivedafür zu finden, dass deutsche Klein- und Mittelbetriebe direkt in die EU-Ostländer investieren,um z.B. den durch die Öffnung nach Osten für sie möglicherweise entstehenden Wettbewerbsproblembegegnen zu können.

Motive könnten auch bei den deutschen KMU bestehen, die diesem Wettbewerb vielleicht nichtausgesetzt sind, die aber eine Möglichkeit suchen, eine ertragreiche Investition dortdurchzuführen.
Eine Beschränkung auf die deutschen KMU erfolgt in diesen Ausführungen, weil großeUnternehmungen schon häufig infolge globaler Strategien in den EU-Ostländern bereits vor derEU-Osterweiterung vertreten waren, z.B. VW in Tschechien.Durch die Öffnung der Grenzen nach Osten, gelten nun auch die vier Grundfreiheiten desBinnenmarktes für die 10 MOEL. Zu den Grundfreiheiten gehören:

- der freie Warenverkehr, der eine mengenmäßige Beschränkung im Handel verbietet,
- die Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit, die Arbeitskräften erlaubt, sich eineStelle innerhalb der Mitgliedsstaaten zu suchen und auch selbständig zu werden
- die Dienstleistungsfreiheit, die das Erbringen einer Dienstleistung fördern soll
- freier Kapital- und Zahlungsverkehr, d.h., dass Kapitalbewegungen, Investitionen undähnliches nicht limitiert werden darf1

Durch die Geltung dieser sog. Grundfreiheiten werden für Unternehmungen z.T. bisherbestehende Hemmnisse abgebaut und so neue Investitionsmöglichkeiten in den MOEL
geschaffen. Da die einzelnen Beitrittsländer unterschiedliche wirtschaftliche Ausgangssituationen haben, werden die naschstehenden Ausführungen primär auf ein Land, nämlich Polen, beschränkt.

Es soll nun die Frage behandelt werden, welche konkreten Anreize es für die deutschen KMU geben könnte, in Polen zu investieren. Dazu wird zunächst der Begriff KMU und der Begriff „Direktinvestition“ erläutert. Es folgt ein kurzer Überblick über die Motive von KMU zur Direktinvestition in den MOEL. Die Aufzählung möglicher Motive von KMU zur Direktinvestition wird ergänzt durch einen Hinweis auf das Motivationshemmnis Korruption. Die wirtschaftlichen Standortfaktoren Polens beschreiben das Umfeld für eine mögliche Investition der KMU.

2. Definitionen

2.1 Abgrenzung von KMU

Nach einem Amtsblatt der Kommission der Europäischen Gemeinschaft werden klein- undmittelständische Unternehmen (KMU) in drei Gruppen unterteilt und wie folgt definiert:

1. Kleinstunternehmen sind Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern und einemJahresumsatz und/oder Bilanzsumme von weniger als 2 Mio. Euro.

2. Kleinunternehmen sind Unternehmen, die zwischen zehn und 49 Mitarbeiterbeschäftigen und die einen Umsatz bzw. eine Bilanzsumme von 10 Mio. Euro nichtüberschreiten.

3. Ein mittleres Unternehmen hat eine Beschäftigungszahl von weniger als 250Personen, einen Jahresumsatz zwischen 10 und 50 Mio. Euro und eine Bilanzsummevon nicht größer als 43 Mio. Euro.

[...]


1 vgl. hierzu: Brasche, „Europäische Integration“, Seite 49, Tabelle 5 „Vier Grundfreiheiten des Binnenmarktes“

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