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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 26 Pages
Author: Florian Erhorn
Subject: Economics / Business: Trade and Distribution
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Essen
Tags: Chancen, Risiken, E-Procurement, Handelsmanagement
Year: 2006
Pages: 26
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 25 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-50937-4
ISBN (Book): 978-3-638-66440-0
File size: 504 KB
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Abstract
Das E-Procurement (auch eProcurement oder electronic Procurement) umfasst „die Steuerung und Abwicklung des Beschaffungsprozesses in und zwischen Unternehmen über das Internet“ . Mit dieser Definition wird deutlich, dass E-Procurement nicht nur die Beziehungen mit den Lieferanten, sondern auch die internen Prozessabläufe umfasst. Durch die Nutzung von E-Procurement können die unternehmensinternen Beschaffungsprozesse also unterstützt und optimiert werden. Allgemein lassen sich vier Bereiche identifizieren, über die mit Hilfe von E-Procurement Verbesserungen in Effektivität und Effizienz erreicht werden können. Diese sind: • das Erschließen von Informationsquellen, • die Optimierung des (internen) Beschaffungsprozesses, • die Vernetzung mit externen Partnern und • die Nutzung elektronischer Marktplätze .
Excerpt (computer-generated)
FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management Essen
Berufsbegleitender Studiengang zum Diplom – Kaufmann
6. Semester
Chancen und Risiken von E-Procurement
von: Florian Erhorn
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
1.1 Grundzüge von E-Procurement 1
1.2 Einsatzmöglichkeiten von E-Procurement 2
2 Bestandteile elektronischer Beschaffung 4
2.1 Katalog- und Contentmanagement 4
2.2 Katalogverantwortung 5
2.2.1 Inhouse-Produktkataloge 5
2.2.2 Supplier-driven extranets 6
2.2.3 Marktplätze von Drittanbietern 8
3 Chancen und Risiken von E-Procurement 9
3.1 Sicherheitsperspektive 9
3.2 Organisationsperspektive 10
3.3 Prozesskostenbetrachtung 11
3.4 Wirtschaftlichkeit von E-Procurement 13
4 ista: Fallstudie zur elektronischen C-Artikel-Beschaffung von IT-Material 15
4.1 Unternehmensbeschreibung 15
4.2 Ausgangslage 15
4.3 Ziele des Vorhabens/ Nutzen 16
4.4 Zusammenfassung der Projektvorbereitung 17
4.5 Detaillierung des Projektes 18
4.6 Leistungsbeschreibung des „Web-Shops“ 18
4.7 Perspektiven für ista 19
5 Fazit 19
1 Einleitung
1.1 Grundzüge von E-Procurement
Das E-Procurement (auch eProcurement oder electronic Procurement) umfasst „die Steuerung und Abwicklung des Beschaffungsprozesses in und zwischen Unternehmen über das Internet“1. Mit dieser Definition wird deutlich, dass E-Procurement nicht nur die Beziehungen mit den Lieferanten, sondern auch die internen Prozessabläufe umfasst. Durch die Nutzung von E-Procurement können die unternehmensinternen Beschaffungsprozesse also unterstützt und optimiert werden. Allgemein lassen sich vier Bereiche identifizieren, über die mit Hilfe von EProcurement Verbesserungen in Effektivität und Effizienz erreicht werden können. Diese sind:
• das Erschließen von Informationsquellen,
• die Optimierung des (internen) Beschaffungsprozesses,
• die Vernetzung mit externen Partnern und
• die Nutzung elektronischer Marktplätze2.
In dieser Arbeit wird allerdings nur auf Kataloglösungen, also einen Teilbereich von EProcurement, eingegangen. Die verschiedenen Varianten von Katalogsystemen werden in Kapitel 2.2 näher erläutert.
Die Beschaffung eines Unternehmens lässt sich grundsätzlich in einen operativen und einen strategischen Bereich aufteilen. Die Aufgabe der operativen Beschaffung besteht in der „optimalen Abwicklung der Beschaffungsvorgänge unter Berücksichtigung der strategischen Vorgaben“3. Das Ziel des E-Procurements im Hinblick auf den operativen Beschaffungsprozess besteht vor allem darin, diesen weitestgehend von Routineaufgaben zu befreien und somit zu einer Stärkung des strategischen Beschaffungsmanagements zu führen. Die strategische Beschaffung ist u.a. zuständig für die Definition von Lieferantenportfolios, die Verhandlung von Rahmenvereinbarungen, die Analyse von Lieferanten- und Beschaffungsmärkten, eine optimierte Bedarfsplanung4 und zunehmend auch für den Aufbau von Wertschöpfungspartnerschaften5.
1.2 Einsatzmöglichkeiten von E-Procurement
Die zu beschaffenden Güter und Dienstleistungen lassen sich über die ABC-Analyse in verschiedene Kategorien unterteilen. A-Güter machen ca. 75 % des wertmäßigen Beschaffungsvolumens aus, bei einem Anteil von ca. 3 % aller Artikel. Sie werden auch als direkte strategische Güter bezeichnet, da sie direkt in die Produkte oder Fertigungsverfahren einfließen und eng mit dem Kerngeschäft des Unternehmens verbunden sind. A-Güter sind strategisch sehr wichtig, bergen ein hohes Beschaffungsrisiko und auch der Beratungsbedarf dieser Güter ist in der Regel hoch. Da sich Artikel mit hoher Komplexität und Erklärungsbedürftigkeit nur schwer katalogisieren lassen, ist die Einrichtung eines elektronischen Produkt-Kataloges für A-Güter weniger sinnvoll. Allerdings ist die Nutzung des Internets für Ausschreibungen, Börsen, Auktionen sowie für die Recherche nach Lieferanten vor allem bei AGütern von großer Bedeutung6. B-Güter haben einen Anteil von etwa 20 % des wertmäßigen Einkaufsvolumens. Sie machen mengenmäßig ca. 12 % aller Artikel aus. Ihnen kommt dementsprechend für das Unternehmen eine mittlere Bedeutung zu7. C-Güter machen bis zu 85 % aller Artikel aus, wobei sie mit nur 5 % am wertmäßigen Beschaffungsvolumen beteiligt sind. Sie beanspruchen auch 75% aller Lieferanten des Unternehmens für sich und sind Auslöser für 60 % aller Bestellvorgänge8. C-Güter sind
indirekte und somit weniger bedeutende Güter.
Abbildung 1: Aufwand-Nutzen-Betrachtung9 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Durch diese „Aufwand-Nutzen-Betrachtung“ wird deutlich, wie hoch der Bedarf einer Prozessoptimierung vor allem bei der Beschaffung von C-Gütern ist. Denn obwohl CGüter nur einen vergleichsweise geringen Nutzen für das Unternehmen haben, fallen beim klassischen Bestellvorgang meist langwierige Genehmigungsverfahren und Verwaltungsaufgaben an. Außerdem werden C-Güter in der Regel bei vielen verschiedenen Lieferanten eingekauft, da bei der Lieferantenauswahl oft nur die Einstandspreise und nicht die für weitere Lieferanten zusätzlich entstehenden Prozesskosten betrachtet werden10.
[...]
1 Weiber, R., (2001), S. 55.
2 Vgl. Bogaschewsky, R., (1999), S. 15.
3 Wirtz, B. W./ Eckert, U., (2001), S. 152.
4Vgl. http://www.stuttgart.ihk24.de/SIHK24/SIHK24/produktmarken/index.jsp?url=http%3A//www.stuttgart.ih k24.de/SIHK24/SIHK24/magazin/200301/1beschaffung.jsp, Stand 08.05.2006.
5 Vgl. http://www.competencesite. de/beschaffung.nsf/85ba6c60fa84ab0bc1256a8c003146c9/0b2eb80cc5087134c1256a1b004dfe10!Op enDocument, Stand 08.05.2006.
6 Vgl. Nowak, M., Buhmann, M., (2001), S. 8.
7 Vgl. Reese, J., (2000), S. 6.
8 Vgl. Möhrstädt, D. G., Bogner, P., Paxian, S., (2001), S. 12.
9 In Anlehnung an: http://www.ips-einkauf.com/10.html, Stand 10.04.2006.
10 Vgl. Arndt, T., (2002), S. 58.
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