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Entwurf und Implementierung eines Analyse-Tools zur statistischen Auswertung von E-Learning-Aktivitäten

Master Thesis, 2006, 101 Pages
Author: Marcel Minke
Subject: Computer Science - Internet, New Technologies

Details

Category: Master Thesis
Year: 2006
Pages: 101
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 71  Entries
Language: German
Archive No.: V56456
ISBN (E-book): 978-3-638-51121-6

File size: 1765 KB
Notes :
Diese Ausarbeitung setzt sich zunächst allgemein mit dem Thema E-Learning auseinander, um dem Leser einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung und die entscheidenden Erfolgfaktoren sowie bedeutendsten Vorteile zu gewähren. Die in der Literatur genannten Vorteile des elektronischen Lernens werden kritisch reflektiert und Schnittstellen zum Themengebiet Wissensmanagement aufgezeigt, wobei die Verschmelzung beider Fachgebiete im Fazit nochmals aufgegriffen und die zukünftige Entwicklung.



Excerpt (computer-generated)

Universität Hildesheim
Institut für Mathematik und Angewandte Informatik

Universität Kassel
Institut für Arbeitswissenschaft

„Entwurf und Implementierung eines Analyse-Tools zur statistischen Auswertung von E-Learning-Aktivitäten“

von: Marcel Minke

 

Inhaltsverzeichnis


Abkürzungsverzeichnis ... 4

Abbildungsverzeichnis ... 5

Tabellenverzeichnis ... 6

Quellcode-Ausschnitte ... 7

1. Einleitung ... 8

2. E-Learning ... 9

2.1 Arten von E-Learning Systemen ... 9
2.2 Entwicklung des elektronischen Lernens ... 13
2.3 Kritische Erfolgsfaktoren des elektronischen Lernens ... 15
2.4 E-Learning-Vorteile kritisch hinterfragt ... 19
2.5 Einsatzgebiete ... 23
2.5.1 E-Learning in der Wirtschaft ... 24
2.5.2 E-Learning an Hochschulen ... 25
2.5.3 E-Learning in öffentlichen Verwaltungen ... 26

3. Ingenium und die Ingenium-Learning-Suite ... 28

3.1 Das Unternehmen Ingenium ... 28
3.2 Angebotene Produkte und Dienstleistungen ... 29
3.2.1 Sentrax – Semantische Suchmaschine ... 29
3.2.2 Die Ingenium-Learning-Suite ... 33
3.2.3 Consulting-Dienstleistungen ... 35
3.3 Vorteile der Ingenium-Learning-Suite ... 38
3.3.1 Anwendungbeispiel aus der Praxis ... 38
3.3.2 Einstieg in die Learning-Suite ... 39
3.3.3 Wissensmanagement als Teilaspekt des elektronischen Lernens ... 41
3.3.4 Zusatzfunktionen der Learning-Suite ... 41
3.4 Einsatzgebiete der Learning-Suite ... 45

4. Der Statistikmonitor ... 46

4.1 Entwicklungsumgebung ... 46
4.1.1 Eingesetzte Technologien ... 46
4.1.2 Probleme bei umfangreichen Softwareprojekten ... 46
4.1.3 Das Fusebox-System ... 50
4.1.4 Validation und Verifikation ... 53
4.2 Programmstruktur und Benutzerführung ... 56
4.3 Funktionen zur Analyse des Lernverhaltens ... 60
4.3.1 Übersicht ... 60
4.3.2 Zeiten der Nutzung ... 62
4.3.3 Sitzungsdauer ... 65
4.3.4 Gelesen ... 66
4.3.5 Lernfortschritt... 70
4.4 Funktionen zur Verbesserung des Qualitätsmanagements ... 73
4.4.1 Wiederholt besucht ... 73
4.4.2 Aufgewendete Zeit ... 76
4.4.3 Fragen zum Inhalt ... 80
4.4.4 Gesuchte Inhalte ... 82
4.5 Vorteile des Statistikmonitors ... 85
4.6 Einsatzgebiete des Statistikmonitors ... 86

5. Fazit und Ausblick ... 87

7. Literaturverzeichnis ... 95

 

 

1. Einleitung

Nach einer illusionären Boomzeit mit phantastischen Zukunftsprognosen und einer anschließenden tiefen Ernüchterung findet E-Learning in der Fort- und Weiterbildung wieder zunehmend mehr Beachtung. Es hat sich gezeigt, dass Modeerscheinungen zwar kurzlebig sind, wirkliche Innovationen jedoch überdauern.
Im Gegensatz zu so manch anderen durch den Aufschwung der Informations- und Telekommunikationstechnologie hervorgebrachten innovativen Entwicklungen hat sich E-Learning am Markt etablieren können. Die Ursache ist in den vielfältigen Vorteilen zu sehen, die das elektronische Lernen bietet. Die Branche lernte zudem aus den Fehlern der Vergangenheit und hat inzwischen die wichtigsten Erfolgsfaktoren identifiziert, die den Erfolg von E-Learning-Maßnahmen wesentlich beeinflussen.
Über diese Erfahrungen verfügt auch die Ingenium GmbH, die seit über zehn Jahren als Anbieter von E-Learning- und Wissensmanagement-Lösungen im Markt vertreten ist. Die Ingenium-Learning-Suite, eine Software zur Durchführung von E-Learning-Maßnahmen, bildet das Kernprodukt des Unternehmens. Ein großer Teil der in diese Masterarbeit investierten Zeit floss in den Ausbau der Ingenium-Learning-Suite. Das als „Statistikmonitor“ betitelte Programm erweitert die vorhandene Software um ein modernes Analysetool, das nicht direkt dem elektronischen Lernen dient, sondern dem Anwender einen Blick hinter die Kulissen gestattet, indem es Benutzerinteraktionen auswertet. Auf diese Weise lassen sich neuartige Erkenntnisse über das Lernverhalten einzelner Teilnehmer gewinnen und Schlussfolgerungen bezüglich der Qualität einzelner WBT-Seiten ziehen.
Diese Ausarbeitung setzt sich zunächst allgemein mit dem Thema E-Learning auseinander, um dem Leser einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung und die entscheidenden Erfolgfaktoren sowie bedeutendsten Vorteile zu gewähren.
Da der Statistikmonitor Protokolldaten der Ingenium-Learning-Suite auswertet, folgt in Kapitel 3 eine Vorstellung des Unternehmens Ingenium und der angebotenen Produkte, so dass die Einordnung des Programms in das Produktportfolio des Unternehmens deutlich, und die aus der Geschäftsstrategie abgeleitete Intention zur Entwicklung des Statistikmonitors offensichtlich wird.
Um die Arbeitsweise des Programms nicht nur theoretisch zu erläutern, wird der Funktionsumfang im vierten Kapitel ausführlich anhand von Screenshots illustriert. Besonderheiten der Implementierung werden durch erläuterte Quellcode-Ausschnitte hervorgehoben.
Die Arbeit schließt mit einem Fazit, das die gewonnenen Erkenntnisse resümiert und ferner Erweiterungsmöglichkeiten sowohl für den entwickelten Statistikmonitor als auch für die Ingenium-Learning-Suite aufzeigt. Mögliche zukünftige Entwicklungstendenzen im Bereich des elektronischen Lernens werden in einer Vision zusammengefasst und ein spekulativer Ausblick in die Zukunft gewagt.
 

2. E-Learning

In der Literatur findet sich keine einheitliche Definition des Begriffes E-Learning. Dieses Themengebiet lässt sich unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten; in der Folge differieren die Begriffsbestimmungen je nach Blickwinkel des Betrachters. Fast alle Definitionen beschreiben E-Learning als eine Form des Lernens, bei der „digitale Medien für die Distribution von Lernmaterialien und/oder die Kommunikation zum Einsatz kommen“ [Kerres 2001]. Einige Autoren nehmen eine Einordnung von E-Learning in den Bildungsmarkt als Ganzes vor und definieren „E-Learning als den Einsatz von Informationstechnologie entlang einer Bildungswertschöpfungskette“ [Simon 2004, S. 123]. In der Wissenschaftspublikation und der öffentlichen Kommunikation werden die Begriffe Telelernen, virtuelles Lernen, netzbasiertes Lernen und technologiegestütztes Lernen synonym zum Begriff E-Learning genutzt [vgl. Wache 2003, S. 2]. Zur einheitlichen Darstellung wird in dieser Ausarbeitung auf die Bezeichnung E-Learning als Sammelbegriff zurückgegriffen.
Der in diesem Bereich ebenfalls verwendete Terminus Blended-Learning ist jedoch nicht gleichbedeutend zum E-Learning zu verstehen ist. Unter Blended-Learning1 versteht man eine Kombination von elektronischem Lernen und traditionellen Präsenzveranstaltungen [vgl. Reimann 2006]. Ziel dieser hybriden Form der Lernorganisation ist die systematische Kombination der Vorteile von E-Learning (siehe dazu Kapitel 2.4, S. 19ff) mit den sozialen Aspekten der Face-to-Face Kommunikation.
 

2.1 Arten von E-Learning Systemen

Der Markt für E-Learning Software ist schwer zu überblicken. Die Ursache hierfür liegt zum einen in der nicht eindeutigen Abgrenzung des Marktes, zum anderen an der Vielzahl der Anbieter. Die Unterteilung der angebotenen Softwarelösungen kann in drei Gruppen erfolgen: Virtual Classrooms (VCs), Computer Based Trainings (CBTs) und Web Based Trainings (WBTs). In virtuellen Klassenräumen werden Lerninhalte in einer Online-Schulung vermittelt; im Gegensatz zum realen Klassenraum sind Lernende und Lehrende dabei räumlich getrennt. Gemeinsam ist beiden die Synchronität: Alle Teilnehmer sind der Schulung gleichzeitig zugeschaltet.
CBTs waren zu Beginn des E-Learnings die bekannteste und meistgenutzte elektronische Lernform [vgl. Harhoff 2002, S. 5]. Als das Internet noch nicht so weit verbreitet und die Bandbreiten gering waren, erfolgte die Distribution der CBTs über CD-ROMs oder Disketten. Die Lerninhalte konnten so an jedem beliebigen Computer von der CD oder Diskette abgerufen werden.
Durch die fortschreitende Verbreitung des Internets wurden CBTs mehr und mehr von ihren webbasierten Pendants, den WBTs, abgelöst. Die digitale Distribution sorgt für geringere Kosten und unterstützt zusammen mit der zunehmenden Verbreitung breitbandiger Internetanschlüsse den Wandel vom computerbasierten zum webbasierten Lernen. Der Zugriff auf die Inhalte erfolgt über einen Webbrowser, die Lerninhalte selbst sind entweder nur in einem geschlossenen Netz (Intranet) oder global über das Internet abrufbar.

 

[...]


1 In einigen deutschsprachigen Veröffentlichungen wird gelegentlich die Übersetzung integriertes Lernen verwandt.


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