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Scholary Paper (Seminar), 2002, 21 Pages
Author: Kai Nekat
Subject: Economics / Business: Controlling
Details
Institution/College: Christian-Albrechts-University of Kiel (Institut für BWL, Lehrstuhl für Controlling)
Tags: Verhaltensbeeinflussung, Verhaltenssteuerung, Management Accounting, Kontrolle, Lenkpreise, Verrechnungspreise, Anreizsysteme, Verhaltensinterdependenzen, Dezentralisation, Controllinginstrumente
Year: 2002
Pages: 21
Grade: 2,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-13471-2
File size: 222 KB
In dieser Arbeit wird dargestellt unter welchen Voraussetzungen Verhaltensbeeinflussende Maßnahmen ergriffen werden müssen, welche Instrumente das Management Accounting hierzu bietet, wie ausgewählte Instrumente (Kontrollen, Lenkpreise und Anreizsysteme) bezüglich ihrer Verhaltenssteuernden Wirkung auszugestalten sind und welche Anforderungen an die interne Kostenrechnung gestellt werden.
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Excerpt (computer-generated)
Verhaltensbeeinflussung durch das
Management Accounting
Referat im Hauptseminar
„Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“
im Sommersemester 2002 zum Thema
„Management Accounting“
Kai Nekat
6. Semester
Inhaltsverzeichnis II
1 Problemstellung 1
2 Kennzeichnung der Problemdeterminanten 1
2.1 Ursachen des Bedarfs für Maßnahmen der Verhaltensbeeinflussung 1
2.2 Überblick über das Management Accounting und seine Instrumente 2
3 Analyse ausgewählter Instrumente des Management Accounting 3
3.1 Kontrollen als Instrument zur Verhaltensbeeinflussung 3
3.1.1 Funktionen der Kontrolle 3
3.1.2 Konzeptioneller Aufbau 4
3.1.3 Anforderungen an die Methoden der Abweichungsanalyse 5
3.1.4 Verdeutlichung am Beispiel der differenziert-alternativen Abweichungsanalysemethode
3.1.5 Beurteilung und Vergleich mit traditionellen Methoden 7
3.2 Anreizsysteme als Instrument zur Verhaltensbeeinflussung 8
3.2.1 Funktionen von Anreizsystemen 8
3.2.2 Komponenten von Anreizsystemen 8
3.2.3 Anforderungen an Anreizsysteme 9
3.2.4 Verdeutlichung am Beispiel des Weitzman-Schemas 9
3.2.5 Beurteilung des dargestellten Anreizsystems 10
3.3 Verrechnungspreise als Instrument zur Verhaltensbeeinflussung 11
3.3.1 Funktionen von Verrechnungspreisen 11
3.3.2 Anforderungen an Verrechnungspreise 12
3.3.3 Methoden der Verrechnungspreisbestimmung 12
3.3.4 Beurteilung der Verrechnungspreise 13
4 Implikationen für die Ausgestaltung der Kostenrechnung 14
5 Schlussbetrachtung 14
6 Literaturverzeichnis 15
Abbildungsverzeichnis V
Abbildung 1: Konzepte der Entscheidungskoordination 3
Abbildung 2: Zusammenhang zwischen verhaltensorientierten und grundlegenden methodischen Beurteilungskriterien für Abweichungsanalysemethoden 5
Abbildung 3: Beurteilung ausgewählter Methoden der Abweichungsanalyse 7
Abbildung 4: Beurteilung der Verrechnungspreisbestimmung bzgl. ihrer Funktionserfülllung 13
1 Problemstellung
Angesichts wachsender Unternehmensgröße und -komplexität lässt sich ein Trend zu verstärkt dezentralen Unternehmensstrukturen feststellen.1 Diese Entwicklung stellt neue Anforderungen an die Ausgestaltung einer Kostenrechnung.2 Vor diesem Hintergrund ist die Tatsache, dass die Entscheidungsunterstützungsfunktion für lange Zeit eine dominierende Rolle innerhalb der deutschsprachigen Fachliteratur einnahm, und der Aspekt der Verhaltenssteuerungsfunktion vernachlässigt wurde, nicht mehr vertretbar.3 Der im angelsächsischen Raum bereits etablierte Verhaltenssteuerungsaspekt findet somit auch hierzulande zunehmend Verbreitung.4 Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über den Aspekt der Verhaltensbeeinflussung durch ausgewählte Instrumente des Management Accounting zu geben.
Folgende Fragen sollen hierdurch systematisch beantwortet werden:
- Wann besteht die Notwendigkeit einer Verhaltensbeeinflussung?
- Welche Wirkungen werden durch Maßnahmen der Verhaltensbeeinflussung verfolgt?
- Welches sind die wichtigsten Instrumente und wie sind diese zu beurteilen?
- Welche Anforderungen stellen diese Instrumente an die Kostenrechnung?
- Wie ist das Verhältnis der Instrumente zueinander zu beurteilen?
2 Kennzeichnung der Problemdeterminanten
Zur Handhabung der Problemstellung werden zunächst die einzelnen Problemkomponenten separiert und kurz dargestellt.
2.1 Ursachen des Bedarfs für Maßnahmen der Verhaltensbeeinflussung
Typischerweise werden heutzutage vermehrt dezentrale Unternehmensstrukturen eingeführt. Um Informations- und andere Vorteile zu nutzen sowie Informationskosten zu vermeiden, werden Entscheidungen dezentral getroffen und Kompetenzen delegiert. Die Existenz von Informationsvorteilen beschreibt somit eine Situation, in der Informationen zwischen zentraler Unternehmensführung und den einzelnen Bereichsmanagern asymmetrisch verteilt sind.7
Treten in dieser Situation zusätzlich Zielkonflikte zwischen Bereichsmanager und zentraler Unternehmensführung aufgrund divergierender subjektiver Präferenzen oder organisationsbedingter Unterschiede auf, besteht die Gefahr opportunistischen Verhaltens.8
Als mögliche Folge ergeben sich somit im Falle der Entscheidungsdezentralisation bei Verhaltensinterdependenzen: 9
- suboptimale Bereichsentscheidungen,
- nicht wahrheitsgemäße Berichterstattung der Bereichsmanager ggü. der zentralen Unternehmensführung.
Zur Lösung dieser beiden personellen Koordinationsprobleme werden aus zahlreichen in der Literatur vorgeschlagenen Instrumente einige ausgewählte vorgestellt.
2.2 Überblick über das Management Accounting und seine Instrumente
Durch die Zusammenführung verhaltenswissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Ansätze entwickelte sich in der angelsächsischen Literatur das Behavioral
Accounting.10
Die drei Hauptströmungen dieses interdisziplinären Ansatzes lassen sich in Financial Accounting, Auditing und Management Accounting einteilen.
Das Management Accounting beschreibt hierbei den Aspekt der Entscheidungsfunktion sowie der Verhaltensbeeinflussungsfunktion des internen Rechnungswesens und beinhaltet somit Ansätze zur Lösung der unter Abschnitt 2.1 beschriebenen personellen Koordinationsproblematik.11 Einen Überblick über in der Literatur vorgeschlagene Konzepte zur Koordination dezentraler Entscheidungen liefert folgende Darstellung:
[...]
1 Vgl. Wagenhofer (1998) S. 23 sowie Pfaff (1995) S. 439.
2 Vgl. Weber (1994) S. 102 sowie Coenen (1998) S. 1f.
3 Vgl. Pfaff (1995) S. 438 sowie Weber (1994) S. 99.
4 Vgl. Wagenhofer (1995) S. 269 und Coenen (1998) S. 18.
5 Vgl. Wagenhofer (1998) S. 23.
6 Vgl. Friedl (2001) S. 225 sowie Ewert/Wagenhofer (2000) S. 450.
7 Vgl. Ewert/Wagenhofer (2000) S. 450.
8 Vgl. Pfaff (1995) S. 439ff.
9 Vgl. Friedl (2001) S. 228.
10 Vgl. Höller (1978) S. 7ff.
11 Vgl. Süßmair (2000) S. 8ff.; auf die Unterschiede zur Kosten- und Leistungsrechnung soll hierbei aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit nicht näher eingegangen werden.
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