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Erfolgsstrategien der Beschaffung über elektronische Marktplätze aus der Perspektive der Industrie

Autor: Nikolaus Prenz
Fach: Wirtschaftsingenieurwesen

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Details

Veranstaltung: Materialflusstechnik und Logistik
Institution/Hochschule: Technische Universität Berlin (Bereich Logistik)
Tags: B2B-Marktplatz, Beschaffung, Best Practice
Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 197
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 1193 KB
Archivnummer: V5731
ISBN (E-Book): 978-3-638-13525-2
Anmerkungen :
Inkl. Bewertung einer Reihe von B2B-Marktplätzen

Textauszug (computergeneriert)

Freie wissenschaftliche Arbeit
zur Erlangung des Grades eines Diplom-Ingenieurs
an der Technischen Universität Berlin

Erfolgsstrategien der Beschaffung über elektronische Marktplätze aus der Perspektive der Industrie

Eingereicht beim

Bereich Logistik

von

cand.-Ing. Nikolaus Prenz

Berlin, den 23.05.2002

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis ... I
Abbildungsverzeichnis ... IV
Tabellenverzeichnis ... V
Abkürzungsverzeichnis ... VI
Glossar ... VIII

1 Einleitung ... 1
   
1.1 Problemstellung und Zielsetzung ... 1
    1.2 Aufbau der Arbeit ... 2

2 Elektronische Marktplätze ... 4
   
2.1 Begriffliche Abgrenzung und Funktionen ... 4
    2.1.1 Electronic Business ... 5
        2.1.2 Electronic Commerce ... 5
        2.1.3 Elektronischer Markt und elektronischer Marktplatz ... 7
    2.2 Funktionen elektronischer Marktplätze ... 9
        2.2.1 Informationsphase ... 10
        2.2.2 Transaktionsphase ... 10
        2.2.3 Abwicklungsphase ... 11
    2.3 Formen, Ausprägungen und Einteilung elektronischer
    Marktplätze ... 12
        2.3.1 Einteilung nach Handelspartnern ... 12
        2.3.2 Betreibermodelle elektronischer Marktplätze ... 14
        2.3.3 Vertikale und horizontale Marktplätze ... 15
        2.3.4 Offene und geschlossene Marktplätze ... 15
        2.3.5 Arten der Preisbildung ... 16
            2.3.5.1 Blackboard ... 17
            2.3.5.2 Auktion und Rückwärtsauktion ... 17
            2.3.5.3 Börse ... 19

3 Elektronische Beschaffung ... 20
   
3.1 Lösungsansätze und Einsatzfelder von E-Procurement ... 20
    3.2 Vor- und Nachteile für einkaufende Unternehmen ... 22
        3.2.1 Auswirkungen auf die Preise ... 23
        3.2.2 Transparenz der Wertschöpfungskette ... 23
        3.2.3 Automatisierung und Dezentralisierung ... 24
    3.3 Erfolgsfaktoren bei der Implementierung von E-Procurement ... 25
        3.3.1 Eignung verschiedener Güterarten ... 25
        3.3.2 Auswirkungen auf Aufbau- und Ablauforganisation ... 30
        3.3.3 Auswahl eines geeigneten Marktplatzes ... 33

4 Bewertung ausgewählter Einkaufsplattformen ... 35
   
4.1 Bewertungskriterien ... 36
    4.2 Ergebnisse der Bewertung von Einkaufsplattformen ... 44
    4.3 Best Practices verschiedener Branchen ... 46

5 Erfolgsstrategien und Entwicklungstendenzen ... 57
   
5.1 Anforderungen an zukunftsfähige elektronische Marktplätze ... 57
        5.1.1 Skalen-, Netz- und Lock-In-Effekte ... 57
        5.1.2 Content, Commerce und Community ... 60
        5.1.3 Integrationsfähigkeit ... 61
    5.2 Hindernisse und Barrieren beim Aufbau und Betrieb eines
    elektronischen Marktplatzes ... 62
    5.3 Probleme der Nutzung elektronischer Marktplätze aus Sicht der
    beschaffenden Unternehmen ... 65
    5.4 Fusion und Kooperation ... 67
    5.5 Best Case - der optimale Marktplatz ... 69
        5.5.1 Value-Added-Services ... 70
        5.5.2 Kollaboration ... 71
        5.5.3 Vernetzung ... 72
    5.6 Entwicklungsstand und Trends ... 74

6 Die Rolle der Logistik-Dienstleister ... 77
   
6.1 Entwicklungsstand und -tendenzen ... 77
    6.2 Perspektiven durch Integration von Logistik und
    Electronic Commerce ... 79
        6.2.1 Computerintegrierte Logistik ... 80
        6.2.2 Steuerung elektronischer Marktplätze ... 82

7 Zusammenfassung und Ausblick ... 85

Anhang ... 88

Literaturverzeichnis ... 90

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Einordnung von Electronic Commerce ... 6
Abbildung 2: Umsatzprognose für E-Commerce in Europa ... 7
Abbildung 3: m:n-Beziehung eines Marktplatzes ... 8
Abbildung 4: Marktplatzfunktionen entlang des Beschaffungsprozesses ... 9
Abbildung 5: Unterteilung von Marktplätzen nach Handelspartnern ... 13
Abbildung 6: Auktionsformen ... 18
Abbildung 7: Einsatzfelder des E-Procurement ... 21
Abbildung 8: ABC-Analyse ... 26
Abbildung 9: Strategische Optionen zur Lieferantenanbindung ... 29
Abbildung 10: Optimierung des Bestellprozesses ... 32
Abbildung 11: Marktplatz Covisint ... 48
Abbildung 12: Marktplatz cc-chemplorer ... 50
Abbildung 13: Marktplatz Sourcingparts ... 52
Abbildung 14: Marktplatz Virtual Chip Exchange ... 54
Abbildung 15: Marktplatz Newtroncomponet ... 56
Abbildung 16: Gleichgewicht auf virtuellen Märkten ... 59
Abbildung 17: Zusammenwirken von Skalen-, Netz- und Lock-In-Effekten ... 60
Abbildung 18: Vernetzung elektronischer Marktplätze ... 73
Abbildung 19: Zusammenspiel zwischen Waren- und Transport-Marktplätzen ... 78
Abbildung 20: Funktionsprinzip der computerintegrierten Logistik ... 81

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Vor- und Nachteile der Teilnahme an elektronischen Marktplätzen ... 22
Tabelle 2: Übersicht über untersuchte Marktplätze ... 36
Tabelle 3: Bewertungskriterien ... 37
Tabelle 4: Preismodellsystematik ... 43
Tabelle 5: Anzahl der Marktplätze bis 2004 ... 68

Abkürzungsverzeichnis

[...]

Glossar

[...]


1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Die Beschaffung vieler Unternehmen hat sich in den letzten Jahren durch die Verbreitung des Internet grundlegend verändert. Insbesondere im Business-to-Business-Bereich wird mit erheblichem Einsparpotenzial durch die Beschaffung über elektronische Marktplätze gerechnet. Allerdings ist die anfängliche Euphorie mittlerweile einer zurückhaltenden Einstellung gewichen. Nur wenige Unternehmen beschaffen den Großteil ihrer Güter über das Internet und etliche Unternehmen nutzen elektronische Marktplätze gar nicht. Dennoch gibt es eine Vielzahl elektro-nischer Märkte, deren Zahl sich weiter erhöht.

Den beschaffenden Unternehmen stellt sich die Frage, für welchen Marktplatz bzw. für welche Marktplätze sie sich entscheiden. Leider findet sich in der Regel nicht ein einzelner Marktplatz, der alle Bedürfnisse eines Unternehmens erfüllt. Und häufig fällt die Entscheidung für einen ungeeigneten Marktplatz, weil die Auswahl nicht sorgfältig durchgeführt wurde und kritische Faktoren außer acht gelassen worden sind. Die Kenntnis der kritischen Faktoren, die den Erfolg eines elektronischen Marktplatzes ausmachen, ist daher für die Auswahl und den Betrieb von Marktplätzen von herausragender Bedeutung. Der Aufbau eines eigenen privaten elektronischen Marktplatzes stellt häufig eine geeignete Alternative zur Teilnahme an bestehenden offenen Plattformen dar. In jedem Fall sind finanzieller sowie der häufig vernachlässigte organisatorische Aufwand nicht zu vernachlässigen.

Die vorliegende Arbeit soll auf Unzulänglichkeiten heutiger elektronischer Marktplätze aufmerksam machen und ein Erfolgsmodell für die nahe Zukunft entwickeln. Die bedeutende Rolle der Logistik-Dienstleister soll im Rahmen der Abwicklung über elektronische Marktplätze herausgestellt und mögliche Geschäftsmodelle hierzu entwickelt werden, da die Logistik bei dem Handel über das Internet eine Schlüsselposition einnimmt.

1.2 Aufbau der Arbeit
Die Arbeit teilt sich in sieben Hauptabschnitte sowie den Anhang. Der Einleitung folgend werden im zweiten Abschnitt zunächst einige Begriffe erläutert und voneinander abgegrenzt. Im Kapitel 2.2 werden die Funktionen elektronischer Marktplätze innerhalb der Phasen Information, Transaktion sowie Abwicklung genannt. Das Kapitel 2.3 beinhaltet die unterschiedlichen Formen und Ausprägungen elektronischer Märkte nach denen sich diese einteilen lassen.

Der dritte Abschnitt befasst sich mit der elektronischen Beschaffung, wobei der Hauptfokus auf die Beschaffung über elektronische Marktplätze gelegt wurde. Hier werden verschiedene Lösungsansätze und Einsatzfelder von E-Procurement kurz betrachtet. Anschließend werden im Kapitel 3.2 die bedeutendsten Vorteile diskutiert, die Unternehmen entstehen, welche ihre Beschaffung auf elektronische Marktplätze umstellen. Welche Faktoren insbesondere bei der Implementierung von Electronic Procurement beachtet werden müssen, wird im Kapitel 3.3 herausgearbeitet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Eignung verschiedener Güterarten, die Auswirkungen auf Aufbau- und Ablauforganisation sowie das Problem der Auswahl eines geeigneten Marktplatzes geworfen.

Der Kern der vorliegenden Arbeit tritt im Kapitel 4 in Erscheinung. Dort geht es um die Bewertung von insgesamt 42 Einkaufsplattformen der Branchen Chemie, Automobil, Elektro, Bau, Stahl und Metall, Healthcare, Food sowie einiger branchenübergreifender Plattformen. Dazu werden zunächst die Kriterien, nach denen die Bewertung vorgenommen wurde, erläutert, bevor im Kapitel 4.2 der Gesamteindruck dargestellt wird. Die ausführliche Beschreibung von identifizierten Best Practices wird im Kapitel 4.3 vorgenommen. Die tabellarische Auswertung aller untersuchten Marktplätze befindet sich im Anhang.

Aufbauend auf der Bewertung der betrachteten Einkaufsplattformen werden im fünften Abschnitt Erfolgsstrategien und Entwicklungstendenzen abgeleitet. Dazu werden im Kapitel 5.1 Anforderungen untersucht, die ein Marktplatz grundsätzlich erfüllen muss, um auch in Zukunft überlebensfähig zu sein. Dies betrifft Skalen-, Netz- und Lock-In-Effekte, außerdem die drei Kernbereiche Content, Commerce und Community sowie die Fähigkeit der Integration verschiedener IT-Systeme. Anschließend wird auf die Hindernisse und Barrieren eingegangen, die sich beim Aufbau und Betrieb elektronischer Marktplätze ergeben. Welche Probleme nach wie vor aus Sicht der beschaffenden Unternehmen bei der Beschaffung über elektronische Märkte auftreten, wird im Kapitel 5.3 diskutiert. Daraus ergibt sich für viele Marktplätze die unter 5.4 erwähnte Notwendigkeit zur Fusion oder Bildung von Kooperationen. Das Kapitel 5.5 leitet aus den vorherigen Ergebnissen eine Zukunftsvision für Einkaufsplattformen ab, wobei explizit auf anzubietende Mehrwertdienste, Kollaboration sowie weitgehende Vernetzung eingegangen wird. Das Kapitel 5.6 beschreibt, in welchem Entwicklungsstadium sich elektronische Marktplätze heute befinden und welche Trends insbesondere in der Automobil- und der Chemie-Branche festzustellen sind.

Der herausragenden Bedeutung der Logistik-Dienstleister innerhalb der elektronischen Beschaffung wird im sechsten Abschnitt Rechnung getragen. Zunächst wird ein Überblick über Entwicklungsstand und Entwicklungstendenzen innerhalb der Logistikbranche bezüglich Electronic Commerce geliefert bevor auf Perspektiven eingegangen wird, die sich aus der Integration von Logistik und Electronic Commerce ergeben. Zu diesen Perspektiven zählen vor allem das Konzept der computerintegrierten Logistik sowie der Steuerung elektronischer Marktplätze durch Logistik-Dienstleister.

2 Elektronische Marktplätze
Das Internet hat die Welt verändert und sich auf die verschiedensten Bereiche des täglichen Lebens und insbesondere auch der Wirtschaft ausgedehnt. Im Zuge dieser rasanten, durch die explosionsartige Verbreitung des Internets zu einer globalen und öffentlichen Ressource in den 90er Jahren hervorgerufenen Entwicklung haben sich unter anderem Beschaffungs- und Absatzwege von Unternehmen sowie Konsumenten durch die Nutzung von elektronischen Marktplätzen drastisch verändert. Mittlerweile haben sich verschiedene Arten von elektronischen Marktplätzen zur Beschaffung im Internet etabliert, die sich zum Teil erheblich durch verschiedene Ausprägungen und Funktionalitäten unterscheiden.

Ziel dieses Kapitels ist es, zunächst einige Begrifflichkeiten, die im Laufe dieser Arbeit immer wieder aufgegriffen werden, zu klären und gegebenenfalls zu definieren. Anschließend soll ein Überblick über bestehende Geschäftsmodelle und Funktionalitäten elektronischer Marktplätze verschafft werden.

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