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Zeitbewusstsein

Scholary Paper (Seminar), 2002, 20 Pages
Author: Sabrina von der Heide
Subject: Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 20
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V5757
ISBN (E-book): 978-3-638-13544-3
ISBN (Book): 978-3-638-78131-2
File size: 182 KB
Notes :
Ernst Pöppel über das Problem des Zeitbewusstseins.141 KB


Abstract

In meiner Hausarbeit zum Thema "Das Erleben der Zeit" habe ich mich in erster Linie mit dem Buch "Grenzen des Bewusstseins- Wie kommen wir zur Zeit und wie entsteht Wirklichkeit?" vom Autor Ernst Pöppel Seite 11 bis Seite 109 befasst. Den Kapiteln 1. Grenzen der Selbstbeobachtung- oder: Wie wir lesen, 2. Fenster der Gleichzeitigkeit- oder Über zeitliche Spitzenleistungen beim Hören, 3. Wann ist ein Ereignis ein Ereignis- oder: Wenn das Gehirn zu langsam arbeitet, 5. Der zeitliche Rahmen für Entscheidungen- oder: Warum unsere Zeit in Quanten zerlegt ist, 6. Braucht das Gehirn eine Uhr? - oder: Wie zeitliche Ordnung geschaffen wird, 7. Die zeitliche Begrenztheit des Bewusstseins- oder: Wie das "Jetzt" entsteht und 11. Gedächtnis und Gedächtnisstörung- oder: Wie Vergangenheit und Zukunft entstehen gelten meine besondere Aufmerksamkeit. Bevor ich mich dem eigentlichen Thema der Hausarbeit - dem Zeitbewusstsein - zuwende, erkläre ich vorab noch den Begriff des Bewusstseins bzw. wie Bewusstsein und somit die menschliche Wirklichkeit entsteht: Bewusstsein gilt als ein geistiger oder mentaler Zustand. Eine charakteristische Form des Bewusstseins betrifft die Ich - Identität: Bei dem, was ich tue und erlebe, habe ich in aller Regel das Gefühl, dass ich es bin, der etwas tut und erlebt und dass ich wach und "bei Bewusstseins" bin. Ich fühle mich eins mit meinem Körper, ich empfinde mich als ein Wesen, das eine Vergangenheit, eine historische Identität hat. Es gibt nur ein paar Wege, mit denen wir mit der Außenwelt in Verbindung stehen, nämlich unsere fünf Sinne. Ohne Augen, Ohren und Nase gibt es für uns auch keine Farben, Klänge und Gerüche. Empfindungen nennen wir die Prozesse, welche uns durch unsere Sinne "zu Bewusstsein" kommen. Es gibt kein Bewusstsein ohne Empfindungen und umgekehrt gibt e keine Empfindung ohne Bewusstsein. Nur was uns bewusst ist, ist für uns konkret existent. Somit existiert und entsteht Wirklichkeit auf der Basis unseres Bewusstseins. Bewusst werden uns die Dinge aber immer nur, insofern sie unsere Sinnesorgane auffassen können. Der Zustand eines jeden Dinges muss erst einen gewissen Grad der Größe erreicht haben, um von unseren Sinnen registriert werden zu können. Eine Wirkung der Außenwelt auf unsere Sinne existiert nicht, solange das Bewusstsein nicht durch das Überschreiten einer Reizschwelle geweckt worden ist. [...]


Excerpt (computer-generated)

Zeitbewusstsein

von Sabrina von der Heide



Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Bewusstsein?

3. Die zeitliche Struktur des Lesens

3.1 Das subjektive Empfinden beim Lesen
3.2 Aus eigener Erfahrung

4. Die zeitliche Struktur des Hörens

4.1 Die "Klick - Fusion"

5. Was geschieht bei Störungen der Gehirnfunktion?

5.1 Multiple Persönlichkeiten

6. Einfachreaktionen und Wahlreaktionen- zwei Arten von Reaktionszeiten

6.1 Wahlreaktion
6.2 Unterscheiden heißt Identifizieren
6.3 Ist die Zeit kontinuierlich?

7. Die serielle Ordnung des Erlebens und Verhaltens

8. Das Wahrnehmen von Bewegung(en) - Ursache - Wirkungszusammenhänge

9. Die Gegenwart oder das Jetzt - zwischen Vergangenheit und Zukunft

10. Der Neckersche Würfel

10.1 Perspektivwechsel auf Zeit

11. Die Funktion des Gedächtnisses

11.1 Amnesie - Gedächtnisverlust

12. Fazit

13. Zitate zum Thema Zeit und Raum

14. Literaturverzeichnis

1. Einleitung:

In meiner Hausarbeit zum Thema "Das Erleben der Zeit" habe ich mich in erster Linie mit dem Buch "Grenzen des Bewusstseins- Wie kommen wir zur Zeit und wie entsteht Wirklichkeit?" vom Autor Ernst Pöppel Seite 11 bis Seite 109 befasst.
Den Kapiteln 1. Grenzen der Selbstbeobachtung- oder: Wie wir lesen, 2. Fenster der Gleichzeitigkeit- oder Über zeitliche Spitzenleistungen beim Hören, 3. Wann ist ein Ereignis ein Ereignis- oder: Wenn das Gehirn zu langsam arbeitet, 5. Der zeitliche Rahmen für Entscheidungen- oder: Warum unsere Zeit in Quanten zerlegt ist, 6. Braucht das Gehirn eine Uhr? - oder: Wie zeitliche Ordnung geschaffen wird, 7. Die zeitliche Begrenztheit des Bewusstseins- oder: Wie das "Jetzt" entsteht und 11. Gedächtnis und Gedächtnisstörung- oder: Wie Vergangenheit und Zukunft entstehen gelten meine besondere Aufmerksamkeit.

2. Was ist Bewusstsein?

Bevor ich mich dem eigentlichen Thema der Hausarbeit - dem Zeitbewusstsein - zuwende, erkläre ich vorab noch den Begriff des Bewusstseins bzw. wie Bewusstsein und somit die menschliche Wirklichkeit entsteht:
Bewusstsein gilt als ein geistiger oder mentaler Zustand.
Eine charakteristische Form des Bewusstseins betrifft die Ich - Identität:
Bei dem, was ich tue und erlebe, habe ich in aller Regel das Gefühl, dass ich es bin, der etwas tut und erlebt und dass ich wach und "bei Bewusstseins" bin. Ich fühle mich eins mit meinem Körper, ich empfinde mich als ein Wesen, das eine Vergangenheit, eine historische Identität hat.
Es gibt nur ein paar Wege, mit denen wir mit der Außenwelt in Verbindung stehen, nämlich unsere fünf Sinne. Ohne Augen, Ohren und Nase gibt es für uns auch keine Farben, Klänge und Gerüche. Empfindungen nennen wir die Prozesse, welche uns durch unsere Sinne "zu Bewusstsein" kommen. Es gibt kein Bewusstsein ohne Empfindungen und umgekehrt gibt e keine Empfindung ohne Bewusstsein.
Nur was uns bewusst ist, ist für uns konkret existent.
Somit existiert und entsteht Wirklichkeit auf der Basis unseres Bewusstseins. Bewusst werden uns die Dinge aber immer nur, insofern sie unsere Sinnesorgane auffassen können. Der Zustand eines jeden Dinges muss erst einen gewissen Grad der Größe erreicht haben, um von unseren Sinnen registriert werden zu können. Eine Wirkung der Außenwelt auf unsere Sinne existiert nicht, solange das Bewusstsein nicht durch das Überschreiten einer Reizschwelle geweckt worden ist.
Für jedes subjektive Sinnesorgan, wie auch für jedes objektive Messgerät, existiert eine unterer Grenze der Ansprechbarkeit, unterhalb derer nichts mehr registriert wird, so dass wir ständig Instrumente wie Mikroskope, Teleskope, Tachometer oder/und Seismographen benutzen müssen, um die Vorgänge entdecken und aufzeichnen zu können, die unsere Sinne nicht unmittelbar wahrnehmen.

[...]


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