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Magersucht – Essen, nein danke!

Termpaper, 2006, 17 Pages
Author: Janet Haertle
Subject: Sociology - Medical Care

Details

Event: Seminar: Soziologie der Ernährung - Alles eine Frage des Geschmacks?
Institution/College: University of Rostock (Institut für Soziologie und Demographie)
Tags: Magersucht, Essen, Seminar, Soziologie, Ernährung, Alles, Frage, Geschmacks
Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 17
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V57653
ISBN (E-book): 978-3-638-52039-3

File size: 225 KB
Notes :
Diese Hausarbeit gibt einen Überblick über die Essstörung Magersucht. Zunächst wurde der Begriff der Magersucht definiert und erläutert. Anschließend wurden die Auslöser und Ursachen der Magersucht dargestellt (Auslöser der Magersucht; gesellschaftliche Einflüsse (soziale Schicht; Bildung) und familiäre Einflüsse (Die Rolle der Mutter). Anschließend bin ich auf die Funktion, die Folgen und Auswirkungen eingegangen (körperliche, psychische und soziale Folgen).



Excerpt (computer-generated)

Universität Rostock, Institut für Soziologie und Demographie
Semester: 3. FS., BA Soziologie und Erziehungswissenschaft
Wintersemester 2005/2006, vorgelegt am: 03.04.2006

Magersucht – Essen, nein danke!

von: Janet Haertle

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Was ist Magersucht? 3

3. Auslöser und Ursachen der Magersucht 5

3.1. Auslöser der Magersucht 5
3.2. Gesellschaftliche Einflüsse 7

3.2.1. Soziale Schicht 8
3.2.2. Bildung 9

3.3. Familiäre Einflüsse 9

3.3.1. Die Rolle der Mutter 11

4. Funktion der Magersucht 12

5. Auswirkungen und Folgen der Magersucht 13

5.1. Körperliche Folgen 13
5.2. Psychische und soziale Folgen 14

6. Schlussfolgerungen 14

7. Literaturverzeichnis 16

8. Internetquellen 16



 

 

1. Einleitung

Jeder Mensch hat schon mal von Essstörungen gehört. Man unterscheidet verschiedene Arten von Essstörungen, wie zum Beispiel die Magersucht, die Bulimie und die Esssucht.

Wir begegnen dem Begriff der Magersucht häufig in den Medien, wenn über Mädchen bzw. junge Frauen oder immer häufiger auch über Männer berichtet wird, die sich bis auf 30 oder 40 Kilogramm gehungert haben und nur noch Haut und Knochen sind. Diese Thematik rückt immer mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Viele Reportagen, Berichte im Fernsehen oder auch Artikel in Zeitungen zeigen, wie die Magersucht sich auswirkt und wie schwierig es ist, sich aus diesem Teufelskreis zu befreien bzw. wo sie enden kann, nämlich tödlich. Des Weiteren werden in den Frauenzeitschriften Diäten und deren Durchführung propagiert und es wird viel Werbung für Diätprodukte gemacht. Einerseits gibt es ein Überangebot an Nahrungsmitteln und auf der anderen Seite die Schlankheitstipps. Oftmals wird das Bild in der heutigen Gesellschaft vermittelt, dass insbesondere nur schlanke Frauen erfolgreich sein können und mehr im Leben erreichen als andere.

Die Diskussion um ein Normalgewicht bei Mädchen und jungen Frauen kam Anfang diesen Jahres wieder auf, als auf dem TV-Sender Prosieben die Modelshow „Germany’s Next Topmodel“ ausgestrahlt wurde und sehr viele dünne Mädchen dort zu sehen waren. Die Berufsgruppe der Models, aber auch die der Schauspielerinnen und Sportler, die ein besonders niedriges Körpergewicht benötigen, wie zum Beispiel Skispringer, Balletttänzer oder Ringer, sind besonders gefährdet an Magersucht zu erkranken. Immer wieder wird in den Medien behauptet, dass berühmte Menschen magersüchtig seien, wie zum Beispiel Lindsay Lohan, Nicole Richie oder Victoria Beckham. Das Thema rund um die Magersucht ist sehr aktuell und aus diesem Grund habe ich mich entschieden, über dieses Thema diese Hausarbeit anzufertigen. Zwar sind zunehmend Männer betroffen, doch die Hauptbetroffenen sind Mädchen und junge Frauen. Aus diesem Grund werde ich mich in dieser Hausarbeit vorwiegend auf Frauen beziehen, wenn von den Erkrankten und den Betroffenen die Rede sein wird. Das Ziel meiner Arbeit ist, einen Überblick zur Thematik der Magersucht darzustellen. Allerdings erhebt die Arbeit keinen Anspruch auf eine vollständige Ausarbeitung zu diesem Thema, denn ich werde mich nicht auf alle Aspekte der Magersucht, wie zum Beispiel auf die Therapiemöglichkeiten und somit dem Weg aus der Magersucht, beziehen. Ich werde mich vor allem auf die Begriffsdefinition von der Magersucht, den Auslösern und Ursachen, sowie den Auswirkungen konzentrieren. Dabei werde ich auch auf die soziologischen Aspekte, wie das Alter, die Familie, die Gesellschaft, die Schichtzugehörigkeit und die Bildung eingehen. Für meine Erarbeitungen werde ich mich besonders auf Bücher von Simone Harland und Wolfgang Siegel, Sylvia Baeck und Monika Gerlinghoff beziehen.

2. Was ist Magersucht?

Im Jahre 1694 wurde diese Art der Essstörung erstmalig von Richard Morton erwähnt (vgl. Orbach 1990, S. 37). Mit den Arbeiten von Ernest-Charles Lasègue und William Gull wurde die Magersucht im 19. Jahrhundert erstmals medizinisch betrachtet. Der medizinische Fachtermini zu Magersucht lautet Anorexia nervosa, wurde im Jahr 1874 durch Sir William Gull eingeführt und hat sich bis heute in der wissenschaftlichen wie auch medizinischen Literatur behauptet. Der Begriff Anorexia bedeutet Appetitlosigkeit und aus diesem Grund wird oft darauf verwiesen, dass der Name unpassend sei. Der deutsche Begriff Magersucht ist in diesem Fall zutreffender (vgl. Gerlinghoff, Backmund 1995, S. 5). Heutzutage wird die Magersucht wie folgt erklärt:

Ein gezügeltes Eßverhalten oder eine Diät ist häufig der erste Schritt hin zu einer schließlich völlig rigorosen Nahrungskontrolle und –einschränkung. Eine starke Gewichtsabnahme innerhalb kürzester Zeit (bis zu 20 % des Ausgangsgewichtes) ist keine Seltenheit. Magersüchtige haben eine gestörte Körperwahrnehmung. Sie fühlen sich immer zu dick, selbst bei extremen Untergewicht. […] Magersüchtige essen stark kontrolliert und oft auch ritualisiert. Sie haben panische Angst vor jeder auch noch so geringen Gewichtszunahme. […] (Baeck 1994, S. 18 f.; Auslassung: J.H.)

In Entwicklungsländern, die unter anderem mit Problemen wie Armut oder Hunger zu kämpfen haben, leiden sehr viele Menschen daran, dass nicht ausreichende Mengen an Nahrungsmittel zur Verfügung stehen und ein großer Teil der Bevölkerung muss hungern. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass in diesen Ländern Essstörungen existieren. Diese Erkrankungen treten vor allem in der westlichen Welt auf. Dort stehen der Bevölkerung Nahrungsmittel im Überfluss zur Verfügung, Menschen werden nach ihrem Äußeren beurteilt, gutes Aussehen und eine schlanke Figur werden mit Erfolg assoziiert und es werden immer wieder neue Arten von Diäten zum Erreichen eines geringeren Gewichtes verbreitet. Mädchen und junge Frauen eifern häufig einem Idealbild nach. Insbesondere in diesen Gesellschaften treten hauptsächlich Essstörungen, darunter auch die Magersucht, auf (vgl. Harland, Siegel 1996, S. 11).

[...]


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