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Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz "Stress, Fehlverhalten und Fehlbelastungen im Krankenhaus"

Termpaper, 2003, 17 Pages
Author: Daniel Wildner
Subject: Health Science

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 17
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 26  Entries
Language: German
Archive No.: V57710
ISBN (E-book): 978-3-638-52066-9
ISBN (Book): 978-3-638-79947-8
File size: 142 KB

Abstract

Aktionen zur Gesundheitsförderung im Betrieb und am Arbeitsplatz werden für Unternehmen wie auch für Verwaltungen immer wichtiger. Bewegungsarmut, monotone Belastungen und insbesondere Stress verursachen vermehrt gesundheitliche Beschwerden, die auch die Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beeinträchtigen. Gesunde, motivierte und leistungsfähige Angestellte wünscht sich jedes Unternehmen. Angebote und Aktionen für die Gesundheit sind deshalb eine lohnende Investition. Der Autor stellt in seinen Ausführungen die Grundlagen und Grundsätze der Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz aus unter schiedlichen wissenschaftlichen Blickwinkeln dar, um diese danach mit einem konkreten Projekt "Stress, Fehlverhalten und Fehlbelastungen im Krankenhaus" messen zu können. Außerdem wird konkret auf die physischen und psychischen Belastungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Krankenhäusern eingegangen. Abschließend präsentiert der Autor Ansätze, die für eine optimale Gesundheitsförderung im Krankenhaus sprechen. Dabei stellt sich die Frage, welche Maßnahmen zur Prävention berufsbedingter gesundheitlicher Beeinträchtigungen ergriffen werden können? Was kann darüber hinaus für die Förderung der Gesundheit bei den im Krankenhaus beschäftigten Personen getan werden?


Excerpt (computer-generated)

Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz
"Stress, Fehlverhalten und Fehlbelastungen im Krankenhaus"

von: Daniel Wildner

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz 1

2.1. Einfluss der Arbeit auf die Gesundheit und Lebensqualität  1
2.2. Ziele und Grundlagen der Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz 2
2.3. Grundsätze für die betriebliche Gesundheitsförderung 3

2.3.1. Partizipation  4
2.3.2. Integration  4
2.3.3. Projektmanagement 5
2.3.4. Ganzheitlichkeit  5

3. Körperliche Belastungen klinischer Arbeitstätigkeit  6

4. Psychische Belastungen klinischer Arbeitstätigkeit  7

5. Wirbelsäulenschäden durch klinische Arbeitstätigkeit 8

6. Das Projekt "Stress, Fehlverhalten und Fehlbelastung im Krankenhaus" 8

6.1. Vorbereitung des Projektes 8
6.2. Planung des Projektes und Durchführung 9
6.3. Resümee und Ansätze für Prävention und Gesundheitsförderung im Krankenhaus  10

7. Ausblick  11

Literaturverzeichnis

 


 

1. Einleitung

Sehr geehrte Damen und Herren, ich wurde von der Klinikleitung gebeten, dass Projekt "Stress, Fehlverhalten und Fehlbelastung im Krankenhaus" vorzustellen. Dem komme ich gerne nach. Bitte gestatten Sie mir vorab ein paar einleitende Worte: Aktionen zur Gesundheitsförderung im Betrieb und am Arbeitsplatz werden für Unternehmen wie auch für Verwaltungen immer wichtiger. Bewegungsarmut, monotone Belastungen und insbesondere Stress verursachen vermehrt gesundheitliche Beschwerden, die auch die Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beeinträchtigen. Gesunde, motivierte und leistungsfähige Angestellte wünscht sich jedes Unternehmen. Angebote und Aktionen für die Gesundheit sind deshalb eine lohnende Investition.

Ich werde in meinen Ausführungen die Grundlagen und Grundsätze der Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz aus unter schiedlichen wissenschaftlichen Blickwinkeln darstellen, um diese danach mit dem Projekt "Stress, Fehlverhalten und Fehlbelastungen im Krankenhaus" messe n zu können. Außerdem werde ich konkret die physischen und psychischen Belastungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Krankenhäusern darstellen. Abschließend präsentiere ich Ansätze, die für eine optimale Gesundheitsförderung im Krankenhaus sprechen. Dabei stellt sich die Frage, welche Maßnahmen zur Prävention berufsbedingter gesundheitlicher Beeinträchtigungen ergriffen werden können? Was kann darüber hinaus für die Förderung der Gesundheit bei den im Krankenhaus beschäftigten Personen getan werden?

2. Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz

2.1. Einfluss der Arbeit auf die Gesundheit und Lebensqualität

Der Gesundheitssoziologe Aaron Antonowsky stellte das Salutogense-Modell auf. Das Modell beschäftigt sich vorwiegend mit den Erklärungen, weshalb Menschen trotz vielfältiger Belastungen gesund bleiben können. Hierfür beschreibt Antonowsky Gründe, für eine erfolgreiche Anpassung von Menschen an die Herausforderungen des Alltags. Gesundheitserhaltende und gesundheitsfördernde Quellen und generalisierte Widerstandsressourcen1 sollen gestärkt werden, wobei Belastungen, die das Wohlbefinden und die Gesundheit beeinträchtigen, erkannt und abgebaut werden. Da Belastungen immer wieder von Ressourcen ausgeglichen werden, handelt es sich dabei um einen dynamischen Prozess (vgl. BZgA, 2001, Bertelsmann, 2003). Zu den Faktoren die gewährleisten, dass Menschen die Möglichkeit erhalten, gesund zu bleiben, zählt Antonowsky

• den Glauben, die Dinge im Leben zu verstehen (sence of comprehensibility),
• die Überzeugung, die Anforderungen bewältigen zu können (sence of managebility),
• und die Gewissheit, die Anforderung des Lebens seien eine sinnvolle Herausforderung und keine Last (sence of meaningfulness) (vgl. BZgA, 2001).

Aus dem Gedanken der Salutogenese können nun verschiedene Maßnahmen und Überlegungen abgeleitet werden, die dazu beitragen, dass Arbeitnehmer die Gesundheit und ihr Wohlbefinden positiv beeinflussen können. Arbeitsabläufe können ganzheitlich verstanden und als sinnvoll erlebt werden, wenn beispielsweise gute Kenntnisse der übrigen Arbeitsbereiche sowie bereichs- und abteilungsübergreifende Kooperations- und Kontaktmöglichkeiten dazu beitragen. Wenn die Kompetenzen und Qualifikationen der Beschäftigten berücksichtigen werden, erreicht man, dass Arbeitsaufgaben als bewältigbar und nicht als Überforderung empfunden werden. Durch den konstruktiv en Umgang mit Fehlern wird es der einzelnen Mitarbeiterin und dem einzelnen Mitarbeiter ermöglicht, neuen Herausforderungen positiv gegenüberzustehen.

Unterschiedliche Untersuchungen und Studien zeigen uns, dass die Gesundheit durch die Arbeit beeinflusst wird. Um das eigene Wohlbefinden zu unterstützen, sind Widerstandsressourcen von großer Bedeutung. Sie führen zu einer positiven Einstellung hinsichtlich der Anforderungen und helfen bei der Bewältigung von Schwierigkeiten sowie unangenehmen Einflüssen und Ereignissen. Sie tragen dazu bei, dass Situationen nach eigene n Vorstellungen beeinflusst werden können und sich dadurch positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Auch tatkräftige Hilfe von anderen bilden eine weitere Quelle zur Verbesserung des Wohlbefindens. Weitere persönliche Ressourcen sind Selbstvertrauen, Sicherheit im eigenen Handeln und interessante Lerngelegenheiten. Ganzheitliche und vielfältige Aufgaben machen die Arbeit interessant und tragen zur Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei (vgl. BZgA, 2001).

Es gibt eine große Anzahl von möglichen psychischen Stressoren 2, die als Risiken auf die Gesundheit wirken. Die wichtigsten und am häufigsten in diesem Sinne vorkommenden Belastungen sind unklare Verantwortlichkeiten am Arbeitsplatz, eingeschränkte Entfaltungsmöglichkeiten, Misserfolge und Fehlleistungen, Überforderung oder Unterforderung, Führungsprobleme (wie die fehlende Wertschätzung der Arbeit), Mobbing und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz (vgl. Herschbach, 1993).

2.2. Ziele und Grundlagen der Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz

[...]


1 „Generalisiert bedeutet, dass sie in Situationen aller Art wirksam werden; Widerstand meint hier, dass die Ressourcen die Widerstandsfähigkeit der Personen erhöhen“ (vgl. BZgA, 2001, S.34).

2 „Stressoren sind alle Reize oder Stimuli, die Stress erzeugen. Ob ein Reiz ein Stressor ist, lässt sich also immer erst an dessen Wirkung erkennen und nicht vorhersagen“ (vgl. BZgA, 2001, S.32).


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