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Wissenschaft im Fernsehen am Beispiel des Magazins "Newton"

Bachelor Thesis, 2006, 73 Pages
Author: Aleksandra Savicic
Subject: Communications: Mass Media

Details

Category: Bachelor Thesis
Year: 2006
Pages: 73
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 23  Entries
Language: German
Archive No.: V59291
ISBN (E-book): 978-3-638-53279-2
ISBN (Book): 978-3-638-69424-7
File size: 529 KB

Abstract

Das Ziel der Arbeit ist, unter Berücksichtigung aktueller Studien die Entwicklung der Wissenschaftssendungen im Fernsehen seit Beginn des Fernsehens 1955 aufzuzeigen und an Hand eines konkreten aktuellen Beispieles, des ORF Wissenschaftsmagazins Newton, Veränderungen darzustellen. Die zugrunde liegenden Methoden sind das qualitative Interview mit dem Programmverantwortlichen der Sendung und die quantitative Inhaltsanalyse von 71 Beiträgen.


Excerpt (computer-generated)

Universität Wien
Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

 

Wissenschaft im Fernsehen
am Beispiel des neuen Magazins Newton

 

Aleksandra Savicic

26.06.2006

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung ...2
1.1 Zielsetzung ...2
1.2 Problemstellung ...2
1.3 Forschungskontext ...4
1.4 Forschungsfragen ...5
1.5 Hypothesen ...7

2. Theorie ...7
2.1 Begriffe ...7
2.1.1 Definition Wissenschaft ...8
2.1.2 Definition Wissenschaftsmagazin ...8
2.1.3 Definition Wissenschaftspopularisierung ...8

2.2 ORF-Gesetz und ORF-Programmrichtlinien ...9
2.3 Wissenschaft und Öffentlcihkeit ...10
2.3.1 Grundverständnis ...10
2.3.2 Verhältnis Wissenschaft und Öffentlichkeit ...11
2.3.3 Gesellschaftlicher Wandel ...11
2.3.4 Aktuelle Trends ...12

2.4 Wissenschaftsjournalismus ...13
2.4.1 Grundverständnis ...13
2.4.2 Definition ...13
2.4.3 Funktionen ...14
2.4.4 Formen ...15
2.4.5 Probleme ...15
2.4.6 Verhältnis Wissenschaftsjournalismus und Wissenschaft ...16
2.4.7 Kritik ...17
2.4.8 Aktuelle Trends ...17
2.4.9 Studie zum Wissenschaftsjournalismus 2004 ...18

2.5 Fernsehnutzung in Österreich ...18
2.6 Studien ...19
2.6.1 Studie von Geretschlaeger - 1955 bis 1979 ...19
2.6.2 Studie von Hanel - 1992 bis 1993 ...20
2.6.3 Vergleichsstudie von Göpfert/ Scholz – 1992/ 1997 ...21
2.6.4 Studie von Hömberg/ Yankers – 2000 ...21

3. Empirie ...22
3.1 Quantitative Inhaltsanalyse ...22
3.1.1 Untersuchungsgegenstand und Erkenntnisziel ...22
3.1.2 Definition des Samples ...23
3.1.3 Untersuchungsbereiche ...24
3.1.4 Codierung ...25
3.1.5 Ergebnisse ...28
3.1.6 Prüfung der Hypothesen ...34
3.1.7 Diskussion der Ergebnisse ...37

3.2 Qualitatives Experteninterview ...38
3.2.1 Interviewperson ...38
3.2.2 Interviewleitfaden ...38
3.2.3 Auswertungsmethode ...40
3.2.4 Ergebnisse ...40

3.3 Quotenvergleich ...42
3.3.1 Studie der ARD/ZDF-Medienkommission - 1991 bis 2000 ...43
3.3.2 Wissenschaft im ORF – 2001 bis 2004 ...44
3.3.3 Quoten für das Wissenschaftsmagazin Newton ...44

4. Schluss ...47
4.1 Zusammenfassung ...47
4.2 Fazit ...49
4.3 Ausblick ...51

Literaturverzeichnis...52

 

1. Einleitung

Wissen boomt. Auch die Fernsehsender haben erkannt, dass man mit Wissenschaft Quoten machen kann und haben dementsprechend neue Wissenssendungen eingeführt beziehungsweise mit der Ausweitung ihres Programms reagiert. Das zeigt, unter anderem, eine Studie der ARD/ZDF-Medienkommission aus dem Jahre 2001, die Programmprofile im dualen Fernsehsystem von 1991 bis 2000 analysiert hat1. Im folgenden soll erläutert werden, wo das zentrale Forschungsziel der vorliegenden Arbeit liegt, welche Aspekte aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht problematisiert werden, auf welchem Foschungskontext die Arbeit aufbaut und welche konkreten Forschungsfragen im empirischen Teil beantwortet werden sollen.


1.1 Zielsetzung

Das Ziel der Arbeit ist, die Entwicklung der Wissenschaftssendungen im Fernsehen seit Beginn des Fernsehens 1955 aufzuzeigen und an Hand eines konkreten aktuellen Beispieles, des Wissenschaftsmagazins Newton, Veränderungen darzustellen.


1.2 Problemstellung

Das Wissenschaftsmagazin Newton ist ein Pilotversuch des ORF. Die Sendung wurde erstmals am 8. Jänner 2006 ausgestrahlt und soll laut dem ORF-Gesetz § 4 (5) Wissenschaft vermitteln und fördern. Folgende zentrale Problematiken lassen sich in diesem Zusammenhang feststellen:
Newton ist harter Kritik ausgesetzt: „Das Hauptproblem ist, dass der ORF sein Publikum für dumm hält“2. Die geäußerten Kritiken lassen vermuten, dass das Magazin keine guten Quoten verzeichnet.

Das ORF-Gesetz gibt nicht vor, wie hoch der Anteil der Wissenschaftsberichterstattung an der Gesamtberichterstattung sein soll und durch welche Qualitätskriterien sich die Sendung auszeichnen muss.
Im ORF-Jahresbericht 20043 stellte der Vorsitzende des Programmausschusses, Mag. Andreas Kratschmar, fest, dass Wissenschaft eine „immer größere Rolle“ in der Gesellschaft spiele und dass gleichzeitig die Anforderungen an diese kontinuierlich ansteigen. Das Wissenschafts-Programmangebot ist aber 2006 noch immer verhältnismäßig gering geblieben.

Naturwissenschaftliche, technische und medizinische Themen haben die TV-Wissenschafts-Sendelandschaft seit Beginn des Fernsehens dominiert und werden nach zwanzig Jahren Wissenschafts-Fernsehgeschichte weiterhin präferiert, obwohl sich der ORF im Jahresbericht 2004 dazu bekannt hat, die Geistes- und Sozialwissenschaften stärker einbinden zu wollen4.

Erich Geretschlaeger stellte in seiner Untersuchung 1980 fest, dass Hochschulen und Universitäten in der Wissenschaftsberichterstattung kaum berücksichtigt wurden, dass „momentane Aktualität“ ausschlaggebend war und die Themenwahl eher zufällig, sprich keinen konkreten Vermittlungsanlass aufwies5.

Wissenschaftssendungen waren in der Vergangenheit für Minderheiten konzipiert6. In den letzten Jahren versuchte man verstärkt ein breiteres Publikum durch aufgelockerte Darstellungsformen zu gewinnen.

Aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht betrachtet, lassen sich im Bezug auf den Forschungsgegenstand folgende Problematiken feststellen:
Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit befinden sich in einem Spannungsfeld. Wissenschaftskommunikation, also die Herstellung eines Dialogs, wird unter anderem durch die grobe Aufspaltung der Gesellschaft in eine wissenschaftsinterne und eine wissenschaftsexterne Öffentlichkeit7, erschwert. Die Medien übernehmen in dieser Konstellation die Funktion des Vermittlers zwischen dem Wissenschaftssystem (den Experten) und der Öffentlichkeit (den Laien), weisen aber durch ihre spezifischen Selektions- und Darstellungskriterien Vermittlungsdefizite auf.

Traditionell versteht man unter Wissenschaftsjournalismus die Berichterstattung über Naturwissenschaft, Technik und Medizin8. Dieser betriebene „Resultatjournalismus“ führe jedoch den Theoretikern zufolge zu den oben beschriebenen Vermittlungsdefiziten, weil man Wissenschaft nicht „im gesellschaftlichen Kontext“ vermittelt9. Im Bezug zum Forschungsgegenstand könnte diese Feststellung eine der Gründe sein, warum Geistes- und Sozialwissenschaften in der Wissenschaftsberichterstattung relativ unberücksichtigt blieben. ROLOFF und HÖMBERG haben 1975 eine erweiterte Definition präsentiert, die im Theorieteil näher erläutert werden soll.

MEYN10 ordnet den Massenmedien folgende Funktionen zu: Informationsvermittlung, Meinungsbildung, Kontrolle und Kritik, Bildung sowie Unterhaltung. Die Medien aber konzentrieren sich in der Wissenschaftsberichterstattung vornehmlich auf die Informationsfunktion, die anderen Funktionen werden nahezu vernachlässigt.

[...]


1 Krüger, Udo Michael (2001): Programmprofile im dualen Fernsehsystem 1991-2000.

2 Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=2297569%26_range=3

3 Quelle: http://publikumsrat.orf.at/pkr_jahresbericht_2004.pdf S.17

4 Quelle: http://publikumsrat.orf.at/pkr_jahresbericht_2004.pdf S.17

5 Vgl. Geretschlaeger 1980: S. 80

6 Vgl. Geretschlaeger 1980: S. 79

7 Vgl. www.bmbwk.gv.at/mediepool/4162/fober99.pdf

8 Vgl. Ruß-Mohl, Stephan (1985): Was ist überhaupt Wissenschaftsjournalismus? S. 12-15

9 Vgl. Fabris, Hans H.: Wissenschaft und Öffentllichkeit. S. 501.

10 Vgl. Meyn, Hermann (2004): Massenmedien in Deutschland.

 

 


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