Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholary Paper (Seminar), 2002, 24 Pages
Author: Malko Ebers
Subject: Politics - International Politics - Topic: German Foreign Policy
Details
Institution/College: University of Constance (FB Politik und Verwaltungswissenschaft)
Tags: GASP, NATO, WEU, OSZE
Year: 2002
Pages: 24
Grade: 1.7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-13655-6
ISBN (Book): 978-3-638-63913-2
File size: 826 KB
Diese Arbeit behandelt die Veränderung der globalen Sicherheitslage nach dem Kalten Krieg und die Reaktion der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik mit Schwerpunkt der deutsch-europäisch-amerikanischen Sicherheitsbeziehung.782 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Nach dem Zusammenbruch der vom Ost- West-Systemkonflikt geprägten bipolaren Machtkonstellation ist von einer "Weltpolitik im Umbruch", teils von einer "neuen Weltordnung" die Rede. Die Metapher des "global village" (Kofi Annan) veranschaulicht, die spannungsgeladene Entwicklung von globalen Problemlagen (Terrorismus, Bürgerkrieg etc.) aber auch globalen Institutionen wie der UNO, ESVP oder NATO. Diese Arbeit soll u.a. die Ausgangsthese belegen, dass sich durch das Ende des Kalten Krieges die globale Sicherheitslage stark verändert hat, wodurch neue Sicherheitsstrukturen erforderlich wurden bzw. wodurch bestehende Systeme kollektiver Sicherheit in ein Spannungsverhältnis und unter Veränderungsdruck geraten. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung der deutsch-europäisch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen, insbesondere im Verhältnis amerikanisch dominierter Nato und dem Aufbau einer gemeinsamen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), sowie einer europäischen Verteidigungsgemeinschaft (ESVP). Geprüft wird die These, dass sich europäische und amerikanische Sicherheits- und Außenpolitik seit dem Ende des Kalten Krieges zunehmend auseinander divigieren. Von besonderem Interesse ist hierbei die Rolle Deutschlands in der "globalen Risikogesellschaft" (Ulrich Beck).
Excerpt (computer-generated)
Deutsche Sicherheitspolitik in EU und Nato
von Malko Ebers
Inhaltsverzeichnis
1. Prolog
2. Neue Bedrohungen in der "globalen Risikogesellschaft" (Ulrich Beck)
3. Antwort der Politik - Wandel der Internationalen Institutionen
3.1. Sicherheitsgemeinschaften
3.2. Uno
3.3. OSZE
3.4. Nato
4.Herausbildung europäischer Sicherheitsstrukturen
4.1. Historische Entwicklung von der WEU zur GASP/ ESVP
4.2. Institutioneller Aufbau
4.3. Ziele
4.4. Interne Probleme
5.Interdependenzen Nato-GASP/ESVP
5.1 Konfliktlinien GASP-NATO/ Außenbeziehungen
5.2 Rolle der Bundeswehr
5.3 Bewusstseinswandel
6.Erklärungsansatz
7.Schlussfolgerungen/ Ausblick
8. Anhang
9. Literaturliste
Prolog
Nach dem Zusammenbruch der vom Ost- West-Systemkonflikt geprägten bipolaren Machtkonstellation ist von einer "Weltpolitik im Umbruch", teils von einer "neuen Weltordnung" die Rede. Diese Arbeit soll u.a. die Ausgangsthese belegen, dass sich durch das Ende des Kalten Krieges die globale Sicherheitslage stark verändert hat, wodurch neue Sicherheitsstrukturen erforderlich wurden bzw. wodurch bestehende Systeme kollektiver Sicherheit in ein Spannungsverhältnis und unter Veränderungsdruck geraten. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung der deutsch-europäisch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen, insbesondere im Verhältnis amerikanisch dominierter Nato und dem Aufbau einer gemeinsamen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), sowie einer europäischen Verteidigungsgemeinschaft (ESVP). Zu prüfen ist die These, dass sich europäische und amerikanische Sicherheits- und Außenpolitik seit dem Ende des Kalten Krieges zunehmend auseinander divigieren. Hierbei sollen spezifische endogene und exogene Faktoren, sowie die Rolle Deutschlands herausgearbeitet werden.
2. Neue Bedrohungen in der "globalen Risikogesellschaft" (Ulrich Beck)
Die mit dem Ende des Kalten Krieges 1990 verbundene Hoffnung, die Zahl internationaler Konflikte werde abnehmen und die Uno werde Hüterin einer neuen, friedlicheren Weltordnung, haben sich nicht bestätigt.
Im Gegenteil scheint sich eine "Privatisierung des Krieges" (Herfried Münkler 2001: 223) und ein Verlust des staatlichen Gewaltmonopols abzuzeichnen, was insbesondere auf die wachsende Anzahl neuer, labiler Staaten (Südkaukasus, Balkan/ Subsahara) zurückzuführen ist. Die Zeit des "klassischen"/konventionellen Territorialkrieges (inkl. 1. Weltkrieg) mit seiner idealtypischen Trennung zwischen Volk, Heer und Regierung wird durch den "low intensity conflict" nichtstaatlicher Akteure abgelöst (vgl. Martin van Creveld. 1998: 58). So waren laut Hamburger Arbeitsgemeinschaft für Kriegsursachenforschung 1999 nur 9% aller weltweiten Konflikte Staatenkriege. Inzwischen sind zudem 80% der Opfer Zivilopfer. In diesen Konflikten lokaler "Warlords" oder einzelner ethnisch-religiöser Gruppen verschwindet die Unterscheidung zwischen Zivilisten und Militär, der Krieg wird total. Nach Georg Elwert entsteht eine mit der internationalen Kriminalität verschränkte "Bürgerkriegsökonomie" (Georg Elwert 1997: 222-234) die den Konflikt durch Drogen-Waffen-Diamanten-Menschenhandel, Piraterie, Schutzzölle, Geiselnahme (z.B. Indonesien- Entführung der deutschen Familie Wallert) , Erpressung finanziert und so den Konflikt zum Selbstzweck werden lässt. In Sierra Leone werden Waffen mit Diamanten bezahlt, in Afghanistan mit Opium und in Kolumbien mit Kokain. Dies hat eine unmittelbare Rückwirkung auf Deutschland. So sind Europa und die USA die Hauptabsatzmärkte des Diamanten- (insbes. Holland), Drogen- und Menschenhandels/illegale Prostitution. Weiterhin können eine zunehmende Zahl von Flüchtlingen (Deutschland hat allein während des Balkankrieges über 400.000 Flüchtlinge aufgenommen) die innere Sicherheit gefährden und hohe Kosten verursachen.
Zudem können diese "neuen Völkerwanderungen" (allein der Sudan zählt 4 Millionen Binnenflüchtlinge aus: Informationen zur Politischen Bildung 2001:51), wiederum die Ausbreitung lokaler Konflikte auf Nachbarstaaten bewirken.
Weitere Gefahren auch für Deutschland gehen von der zunehmenden Proliferation von ABC-Massenvernichtungswaffen, der Entwicklung von Trägersystemen und Technologie Transfer aus dem GUS-Raum aus.
Nicht erst der 11. September hat gezeigt wie verwundbar die westliche Welt ist und welchen neuen Gefahren sie sich ausgesetzt sieht. So schreibt der Spiegel: "Dass dieses Jahrhundert nur eines des Terrors sein könne, ist höchst zweifelhaft. Aber zumindest seine ersten Jahrzehnte dürften geprägt sein von entstaatlichter, privatisierter, kommerzialisierter und oft auch krimineller Gewalt. Dafür steht der 11.September 2001" (Der Spiegel 41/2001).
Der neue Terrorist laut Henning Ritter (FAZ) "ist ein entwurzelter Partisan", ihm fehlt die Beziehung zu einem Territorium, die der Guerillero noch besaß. Dieser neue Terrorist operiert nicht mehr in heimatlicher Umgebung, sondern taucht in der multikulturellen Gesellschaft unter. Das hiervon auch explizit Deutschland betroffen ist, zeigt die zumindest partielle Aufdeckung des deutschen AL Quaida Netzwerks und dessen direkte Verbindung mit den Anschlägen in Amerika. Durch Rasterfahndung, globale Kommunikation der Geheimdienste und Polizei -insbesondere in Europa (Europol) hat sich gezeigt, dass einer "Globalisierung der Sicherheitsprobleme" (Lothar Rühl 1998: 88) nur multilateral begegnet werden kann "Die Antwort auf den 11. September heißt mehr Europa" (J. Fischer).
[...]
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Betrachtung von Kontinuität und Wandel der deutschen Außenpolitik im Wechsel von Schwarz-Gelb zu Rot-Grün
Author: Denise TenniePolitics - International Politics - Topic: German Foreign Policy, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Deutsche Außenpolitik- Entscheidungsträger und Perspektiven nach der Wiedervereinigung
Author: Tilo MaierPolitics - International Politics - Topic: German Foreign Policy, 2002 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Außenpolitik der BRD nach der Wende
Author: Hendrik SchauppPolitics - International Politics - Topic: German Foreign Policy, 2003 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Die Bundeswehr zu Beginn des 21. Jahrhunderts - Transformationsprozesse der Bundeswehr 2000-2005
Author: Marcus SeptimusHistory - Newer History, European Unification, 2006 Download as PDF-file for 34,90 EUR
Deutschlands neue Außenpolitik und wer macht sie? Debatten, Institutionen und Personen - Ein Essay
Author: Martin WeberPolitics - International Politics - Topic: German Foreign Policy, 2004 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Balanced Scorecard
Author: Karsten KonradEconomics / Business: Controlling, 2005 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Deutsche Sicherheitspolitik - Die Transformation der Bundeswehr
Author: Tim-Niklas KubachPolitics - International Politics - Topic: German Foreign Policy, 2006 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Außenpolitisches Handlungsmuster der Türkei und der Turkstaaten - Aussichten auf eine fruchtbare Zusammenarbeit?
Author: Claudia FischerPolitics - International Politics - General, 2006 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Die Entwicklung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik in Europa (GASP)
Author: Manuel PraestPolitics - International Politics - Topic: European Union, 2003 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Aufbau- und Ablauforganisation - Inhalte, Ziele und Notwendigkeiten bei Nonprofit Organisationen
Author: Heidrun HauSocial Pedagogy / Social Work, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: